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  Arbeiten in Südafrika

Die Fußballweltmeisterschaft 2010 in SA wird ein Spektakel. Doch sind es die Jobchancen auch. Ein Erfahrungsbericht aus dem Land der Gegensätze. (Katharina Wolschner)

Fotos: One&Only Cape Town, Starwood Hotels & Resorts, The Leading Hotels of the World, Fairmont Hotels & Resorts, Getty Images, Daniela Rupp, beigestellt



» Der Karrierecheck

Arbeitsumfeld3 Sterne
Südafrikaner sind sehr höflich und entgegenkommend. Doch muss man sich an das sogenannte Easy Going gewöhnen.

Jobangebot3 Sterne
In Führungspositionen durchaus gut, jedoch wird versucht, die Stellen erst an Locals zu vergeben. Im Zuge der WM werden nun aber vermehrt High-Management-Positionen zu besetzen sein.

Karrierechancen 4 Sterne
Die Chancen sind durchaus gut, so kann man binnen einem halben Jahr zum Restaurantleiter aufsteigen..

Benefits 3 Sterne
Ein Teil der Steuern zahlt man monatlich und den Rest sollte man am Jahresende vergüten. Doch das kann mitunter auch vergessen werden. Eine automatische Krankenkassenversicherung gibt es bei einer Anstellung nicht.

Freizeitfaktor3 Sterne
Im Schnitt haben Hotelangestellte einen 9-Stunden-Tag und eine 5- oder 6-Tage-Woche. Der Urlaubsanspruch liegt bei 15 Tagen pro Jahr. In der Freizeit ist man angehalten, sich nicht überall und uneingeschränkt aufzuhalten. Südafrika gilt als gefährliches Land, wobei hier große regionale Unterschiede gegeben sind.

Südafrika ist jedem bekannt – wenn nicht durch die Elefanten oder die hohe Kriminalität, dann wegen der Fußballweltmeisterschaft im nächsten Juni und Juli. In dieser Zeit werden an die 450.000 Fans des runden Leders im Kapstaat erwartet. Genauer gesagt in Johannesburg, Durban, Kapstadt, Tshwane/Pretoria, Port Elizabeth, Nelspruit, Mangaung/Bloemfontein, Polokwane und Rustenburg. Dafür werden 55.000 zusätzliche Betten benötigt. Zudem ist der Tourismus einer der am schnellsten wachsenden Branchen in Südafrikas Wirtschaft. 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes werden aus diesem Wirtschaftszweig lukriert. So scheint es, als ob die Jobchancen für Expats in der Regenbogennation im kommenden Jahr schillernd sein werden. „Man sollte sich aber keine falschen Hoffnungen machen, denn viele Positionen sind bereits besetzt. Aber der Hotelboom hält an und so gibt es immer eine Möglichkeit für einen passenden Job. Was zählt, ist die eigene Leistung und das gilt eigentlich für alle Staaten“, weiß Friedrich Schäfer, Area Manager der „Arabella South Africa Holdings (Pty) Ltd“ und gleichzeitig General Manager des „Westin Grand Capetown Arabella Quays“. Auch die gebürtige Schleswig-Holsteinerin Michelle Readwin, die seit August im „Grande Roche Hotel“ am Guest Service Desk arbeitet, ist derselben Meinung: „In der hochklassigen Hotellerie werden vor allem Positionen in der Küche, am Empfang und im Service an deutschsprachige Expats vergeben. Wer sich beweisen kann, hat langfristig gesehen sehr gute Auafstiegschancen.“

Damit man den Arbeitgeber aber von seinen Qualitäten überzeugen kann, ist es ein langer Weg. Eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, gelingt nur in vier Fällen: Möglichkeit 1 ist, dass Sie einen südafrikanischen Ehepartner oder Lebensgefährten haben und mit diesem bereits fünf (glückliche) Jahre verbracht haben. Möglichkeit 2 liegt auf der Hand: Sie haben Arbeit gefunden. Doch in diesem Fall muss der Arbeitgeber nachweisen, dass die freie Stelle öffentlich ausgeschrieben war und sie nicht von einem Local besetzt werden konnte. „Zusätzlich werden ein polizeiliches Führungszeugnis aus jedem Land, in dem man gearbeitet hat, sowie ein …