 |
Walter Eselböck – Verliebt in Kochen, Harmonie und Klarheit

Taubenkobel-Chef im Interview
Obwohl Walter Eselböck 1957 in Wien geboren ist, fühlt er sich als Burgenländer aus Überzeugung. Nach seinem Schulabschluss jobbte er als Barman, als Cafétier und Disc-Jockey, bis er 1981 einen Heurigen in Rust eröffnete. Seinem Drang nach Kreativität ist es zuzuschreiben, dass Walter gemeinsam mit seiner Frau Evelyne im verschlafenen Dorf Schützen am Gebirge ein Restaurant eröffnete, das urtümliches burgenländisches Lebensgefühl mit avantgardistischen Ideen verknüpfen sollte.
Obwohl Walter Eselböck 1957 in Wien geboren ist, fühlt er sich als Burgenländer aus Überzeugung. Nach seinem Schulabschluss jobbte er als Barman, als Cafétier und Disc-Jockey, bis er 1981 einen Heurigen in Rust eröffnete. Seinem Drang nach Kreativität ist es zuzuschreiben, dass Walter gemeinsam mit seiner Frau Evelyne im verschlafenen Dorf Schützen am Gebirge ein Restaurant eröffnete, das urtümliches burgenländisches Lebensgefühl mit avantgardistischen Ideen verknüpfen sollte.
Der „Taubenkobel“ wurde 1984 eröffnet und entwickelte sich sehr rasch zu einem der wichtigsten und besten Restaurants des ganzen Landes. Walter Eselböck kocht unkonventionell bis unbekümmert. Vielleicht auch, weil er nie eine klassische Kochausbildung absolviert hat. Eselböck kocht auf den Teller nieder, was vorher in seinem Kopf entstanden ist. Er verdichtet kräftige Grundprodukte – vor allem aus dem See und von den umliegenden Wiesen – zu einem Geschmacks- und Aromenkonzentrat, stellt diesem sublime Düfte von wilden Kräutern zur Seite und würzt mit einem Hauch altösterreichischer Italianitá.
Das Restaurant Taubenkobel wurde zum Stammwirtshaus vieler, die beim Essen Gaumen und Geist verwöhnen wollen.
RP: Wie sehen Sie als einer der Parade-gastronomen in Österreich die Aufgabe der Gastronomie?
WE: Ich möchte keine generelle Empfehlung abgeben. Das muss jeder für sich beantworten, weil jede Situation und jede Region anders ist. Das heißt, man wird im tiefen Kärnten ganz anders reagieren müssen als beispielsweise in Wien, in der Stadt und in Südburgenland anders als in Graz. Deswegen lässt sich diese Frage auch nicht mit einer Antwort beantworten. Ich finde es wichtig, dass sich die Regionen unterscheiden, dass es einen Grund gibt in die eine oder andere Region zu fahren um zu essen und zu trinken, dass es Restaurants mit Persönlichkeit gibt halte ich für einen wesentlichen Punkt. Genießen hat sehr viel mit Emotion zu tun und mit Menschen, die den Genuss – in gastronomischer Hinsicht – ermöglichen. Dabei spielen sehr viele Faktoren eine Rolle – einerseits
die Restaurants und Hotels, andererseits die Kultur, der Weinbau, das Freizeitangebot, das Klima – viele Faktoren machen eine Region erst aus, einer alleine kann da kaum etwas ausrichten.
|
 |