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DAS MEKKA DER LUXUSHOTELLERIE

Was macht man, wenn man kaum historische Bauwerke, dafür aber umso mehr Geld hat? Man baut sich neue Wahrzeichen – und was für welche!
Designeranzüge neben Beduinentracht, Ferraris neben Kamelen, Shopping-Malls neben Souks: Nirgendwo prallt die moderne westliche Welt so ungebremst auf die alte arabische Tradition wie in Dubai. Die Hauptstadt des zweitgrößten Fürstentums der Vereinigten Arabischen Emirate war vor weniger als 50 Jahren noch ein Schmugglerparadies, wurde dann zum weltweiten Öllieferanten und ist heute eines der wichtigsten Handels- und Bankenzentren des Nahen Ostens. Dubai ist aber nicht nur die modernste und rastloseste Stadt der Region, sondern auch die reichste.
Traumhaftes Wetter, kristallklares Wasser, endlose Sandstrände und majestätische Dünen sorgten in den letzten zwei Jahrzehnten zudem für einen sprunghaften Anstieg der Tourismuszahlen. Schon längst hat der Fremdenverkehr die Einnahmen aus dem Ölverkauf übertroffen und ist zum wichtigsten Wirtschaftszweig geworden. Um den anspruchsvollen Besuchern standesgemäße Herbergen und den superreichen Einwohnern Lokale westlicher Prägung zu bieten, schossen Spitzenhotels wie Pilze aus dem Boden. Zwischen 1993 und 2002 stieg die Zahl der Hotels von 167 auf 272, jene der Zimmer von 9.383 auf 23.170. Gegenwärtig sind 31 Hotels im Vier- und Fünf-Sterne-Segment in Bau, welche die Zimmerzahl um weitere 11.770 erhöhen sollen.
Dabei handelt es sich keineswegs nur um lieblos hochgezogene Betonburgen, sondern in vielen Fällen um architektonische Meisterwerke. Viele dieser Hotelpaläste und Freizeitanlagen sind bereits fester Bestandteil des üblichen Sightseeing-Programms, und manche von ihnen wurden und werden zu den modernen Wahrzeichen eines Landes, das aufgrund seiner Geschichte arm an historischen Bauwerken ist.
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