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Home / Archiv / Oktober 2 2004 / Josef Zotter

Josef Zotter

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DIE FORSCHUNG FÜRS GESAMTGENUSSWERK

Schokolade mit guter Füllung klingt einfach, bis zur Gaumenoffenbarung ist es aber ein weiter Weg. Jahrzehntelang dominierte die Industrie das Schokoladenfeld, erst die neue Generation der Chocolatiers erobert das Feld mit ausgefallenen, exquisiten und hochprozentigen Schokoladen zurück. Wenn die Schokolade zergeht, soll der Konsument am Gaumen etwas anderes spüren als zuvor. Das hat sich Josef Zotter zur Aufgabe gemacht, und daran experimentiert, verkostet und probiert er so lange, bis er zufrieden ist. Und das erfordert viel Zeit. Zotter kann Geschmack denken, deshalb existiert das Rezept zuerst nur in seinem Kopf. Erst dann werden die Rohstoffe für etwa 50 Schokoladen eingekauft, dann wird getestet und am Papier festgehalten: Schnaps, Nougat, Marzipan und Kakaobohne bilden die Grundlage. Die Schokolade bekommt Schicht für Schicht aufgestrichen, gerollt oder gegossen ihre aromatische Fülle. Da findet Sesam zu Sauerkirsch, Hanf zu Mokka, Ananas zu Paprika und Speckkrokant zu Kaffee mit Pflaumen. Variationen und Vielfalt, wo alles erlaubt ist, was schmeckt und harmoniert. So war 2001 das Jahr der Essig und Ölschokoladen. 2002 verarbeitete Zotter vermehrt Kräuter, 2003 folgten Gemüse (z.B.: Paradeispaprika, Sellerie mit Trüffel) und 2004 Früchte. Jede einzelne Sorte trägt eine kleine Geschichte mit sich, so auch die Steinpilzschokolade, die es nie geben wird, weil die Steinpilzfülle in der Schokolade partout kein Geschmackserlebnis bot. Dafür gibt es Shitakepilze und Eierschwammerlfüllungen, die den Gaumen kitzeln. Neben den 70 Gramm Schokoladentafeln, gibt es auch noch Trinkschokoladen, créme de la créme im Glas (mit Mandel bzw. Haselnussöl und Essigvariationen in Schokolade zum Löffeln) und Balleros. Die Energiebündel Balleros bestehen aus Vakuum gefriergetrockneten Früchten oder gerösteten Nussstückchen, die in die Schokolade gerollt und mit Kakao oder Zuckermischung bestreut werden. Sie sind kleiner, aber konzentrierter, sozusagen der „Schokoladenespresso“. Wenn das betörende Zungenglück kulinarisch fertig ist, tritt der Pack-Artist Andreas H. Gratze in Aktion. Er gibt der Schokoladenverpackung das richtige Aussehen. Ob Weihnachten, Glückwünsche oder einfach der optische Vorgeschmack auf den Inhalt, die Schleifen sind humorvoll und machen die Schokoladen zu edlen Geschenken.

Mittlerweile kennt und genießt man Zotter Schokolade weltweit und täglich vergrößert sich die Beliebtheit. Wer einmal davon probiert, will diesen Schokogenuss immer wieder. Das Fazit einer Marketingstudie ergab, dass die Schokoladen echte Begeisterung auslösen, obwohl Zotter das Schokoladenbedürfnis nie durch Werbeeinsätze popularisierte. Qualität führt also doch zum Ziel, vor allem dann, wenn sich Geschäftssinn mit Talent und Humor vereint.

KONTAKT:

ZOTTER SCHOKOLADEN MANUFAKTUR

Bergl 56A, A-8333 Riegersburg
Tel.: +43 (0)3152-5554
Fax: +43 (0)3152-5554-4
E-Mail: schokolade@zotter.at
www.zotter.at

BUCHTIPP: Schoko l‘ art
ISBN: 3-901921-24-9



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