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Das Reich des Tafelspitzes

Der Name Plachutta gilt als Inbegriff der Wiener Qualitätsküche – vor allem für Rindfleischgerichte. (Alexander Christiani)
Wer einen authentischen Wiener Tafelspitz essen möchte, ist bei der Familie Plachutta genau richtig. Das Familienunternehmen gilt mit seinen mittlerweile drei Restaurants als Österreichs beste Adresse, wenn es um Rindfleischgerichte aus der traditionellen österreichischen Küche geht. Dafür bürgt nicht nur eine riesige Schar an Stammgästen - auch der Gault-Millau bedachte die Restaurants mit einer bzw. zwei Hauben.
Der Grundstein für das kleine Feinschmeckerimperium wurde im Jahre 1987 gelegt, als die Familie Plachutta das "Hietzinger Bräu" im eleganten 13. Wiener Gemeindebezirk übernahm und zum "Plachutta Hietzing" umgestaltete. Ewald Plachutta, der Doyen der Wiener Küche, und seine Ehefrau Eva gingen dabei von folgender Überlegung aus: Rindfleisch hat in der Wiener Küche eine jahrhundertealte Tradition, und vor allem der Tafelspitz genießt internationale Berühmtheit. So schien es an der Zeit, dem Tafelspitz wieder eine würdige Heimstätte und eine gediegene Präsentationsart zu widmen. Mit diesem einzigartigen Konzept waren die Plachuttas bei Wiens Genießern so erfolgreich, dass sie damit eine Renaissance der gutbürgerlichen Küche in ganz Österreich einleiteten.
Bald schon entschloss man sich, das Rindfleisch-Konzept in einem zweiten Restaurant zu realisieren. So eröffnete der Sohn des Hauses, Mario Plachutta, nach einer mehrjährigen gastronomischen Ausbildung im In- und Ausland 1993 die erste Zweigstelle in Form des "Plachutta Wollzeile" im 1. Bezirk. Auch hier führte das Konzept des Plachutta Hietzing rasch zum Erfolg. Die große Beliebtheit der bald schon legendären Rindfleischgerichte aus dem Hause Plachutta ließ die Idee entstehen, ein eigenes Kochbuch zu verfassen - im Jahre 1993 erschien "Die gute Küche" von Ewald Plachutta und Christoph Wagner. Neun Jahre später sollte das Autorenduo mit "Die gute Küche, 2. Teil" eine nicht minder erfolgreiche Fortsetzung folgen lassen.
1994 läutete die Familie Plachutta die nächste Expansionsphase ein: Im noblen 19. Bezirk öffnete das "Plachutta Nussdorf" seine Pforten, in welchem ebenfalls das Erfolgskonzept der ersten beiden Lokale treffend umgesetzt wurde. Eine weitere Expansion folgte im Jahre 2002, als Mario Plachutta das aus drei Rindfleisch-Tempeln bestehende Unternehmen abermals erweiterte. Diesmal wurde die Konzeption allerdings etwas verändert: Statt eines vierten eleganten Haubenrestaurants kam ein großes urbanes Wirtshaus mit Biergarten am Fuße des Wilhelminenberges im 16. Bezirk hinzu - das "Grünspan".
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