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So klappt’s mit der Bewerbung

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Es gibt keine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck. Mit diesen Tipps meistern Sie die erste Hürde in den neuen Job.


Bunt bemalt, mit Fett beschmiert, gespickt mit Rechtschreibfehlern und mit einem Urlaubsfoto am Palmenstrand versehen. Ein Experte würde sich dieses Bewerbungsschreiben mit spitzen Fingern greifen und rasch in den Müll werfen. Manche Bewerber verschrecken ihre potenziellen Arbeitgeber gleich zu Beginn. Die schlimmsten Fettnäpfchen bei der Bewerbung und die besten Strategien:

Unterlagen Die gute Nachricht zuerst: 2,5 Millimeter Rand auf dem Papier misst heute niemand mehr nach, aber man sollte nicht über alle Maßen künstlerisch tätig sein. Deshalb einfach weiße DIN-A4-Blätter wählen und auf Zierränder verzichten. Buntes Papier und kreative Muster sind ausschließlich in grafischen Berufen erlaubt. Die erste Seite des Bewerbungsschreibens sollte den Namen, die Anschrift mit Telefonnummer und das Foto beinhalten. Vorsicht bei der Auswahl des Bildes: Urlaubsfotos, zerzaustes Haar, viel Schmuck und ein zerknittertes Shirt auf einem Automatenfoto machen keinen guten ersten Eindruck. Am besten kommt ein Ausdruck eines Porträts in Farbe auf der ersten Seite an. Wenn man die Möglichkeit nicht hat, ein digitales Foto in die Seite einzubauen und einen Farbausdruck davon zu machen, tut es auch ein Porträtbild, das mit einer Klammer am Rand der ersten Seite festgehalten wird.

Text Auf der folgenden Seite wird im Rahmen eines kurzen, persönlichen Textes formuliert, warum man sich genau um eben diese Stelle bewirbt und genau der Richtige dafür ist. Konkreter: Im Bewerbungstext sind Aktivformulierungen gefragt! „Ich habe mich entschieden …“, kommt besser an, als „Mir wurde geraten …“. Außerdem sollte der Konjunktiv vermieden werden. Also zum Beispiel: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, bei Ihnen zu arbeiten.“ Statt: „Ich könnte mir vorstellen …“
Zu viel Übermut tut bekanntlich selten gut. Wer sich aber traut, bereits im Bewerbungsschreiben die Marke „Ich“ zu verkaufen und Interesse an der Firma zeigt – als Lehrling etwa: „Ich kann mir vorstellen, selbst einmal Küchenchef zu werden.“ –, der bekundet Mut, Willenskraft und Ehrgeiz und erhöht somit die Chancen, zu einem persönlichen Gespräch geladen zu werden.

Punktgenau Beliebige Aufzählungen wie „Ich bin flexibel, umgänglich und belastbar“ sind im Bewerbungsschreiben fehl am Platz. Besser: Gut strukturiert und anhand von Beispielen erklären, was man unter Flexibilität in puncto Arbeitszeiten versteht, wie man mit Gästen umgeht, was man unter Service versteht und wie man die Belastbarkeit vielleicht auch im Rahmen eines Praktikums bereits unter Beweis gestellt hat.

Umfang In größeren Betrieben, etwa in großen Hotelketten ist die Zeit knapp. Deshalb sind einem Bewerbungsschreiben nur wenige Minuten Aufmerksamkeit sicher. Eine Seite mit der persönlichen Vorstellung, eine Seite Lebenslauf, Zeugnisse und eventuelle andere Qualifikationen reichen vollkommen aus. Die Zeugnisse werden dabei nach Aktualität sortiert. Wer über 45 ist, sollte nicht alle Zeugniskopien beilegen. Es reichen die wichtigsten Stationen wie Lehrabschluss, Matura oder Arbeitszeugnis des letzten Betriebes.
Den Noten im Zeugnis messen manche Gastronomen manchmal weniger Beachtung bei, als einem sympathischen Text oder der persönlichen Einstellung zum Wunschberuf oder zur gewünschten Stelle.

Vorinformation Alle Betriebe stehen in den gelben Seiten des Telefonbuchs oder im Internet, außerdem informieren Wirtschaftskammer & Co über die einzelnen Lehrberufe und Unternehmen. Deshalb ist es unbedingt notwendig, sich im Vorfeld die Mühe zu machen, den Namen der Person ausfindig zu machen, die sich den Unterlagen widmet. In den meisten Fällen ist es der Personalbeauftragte oder der Chef des Unternehmens selbst, da in vielen Betrieben die Mitarbeiterauswahl noch Chefsache ist. Daher gilt: Besser zwei Leute in der Bewerbung mit Namen erwähnen („Sehr geehrte Frau Muster! Sehr geehrter Herr Maier!“), als ein unpersönliches „Sehr geehrte Damen und Herren!“ an das Unternehmen zu schicken. Außerdem sollten bei der schriftlichen Bewerbung bereits konkrete Berufsvorstellungen angegeben werden. Im Text steht also idealerweise „Ich bewerbe mich als …“. Tipp dazu: Immer den genauen Beruf angeben, der gegebenenfalls auch in der Stellenanzeige, auf die man antwortet, beschrieben wird.



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So klappt’s mit der Bewerbung