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Starkoch Marco Pedrelli

Seit einem Jahr lenkt Marco Pedrelli die kulinarischen Schicksale des Mörwald im Ambassador. Der gebürtige Cesenato im Porträt. Plus: sein Störparfait mit Taschenkrebseffiloché.
Das Hotel Ambassador gilt als eines der führenden Häuser der Wiener Innenstadt und steht seit über einem Jahrhundert für zeitlose Eleganz. Eine gelungene Melange aus Tradition und Moderne, aus Kunst und Genuss verleiht dem ehrwürdigen Haus zwischen Kärntner Straße und Neuem Markt ein unverwechselbares Flair. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass der österreichische Multi-gastronom Toni Mörwald das Hotelrestaurant zu einem Fixpunkt für Gourmets aus der feinen Wiener Gesellschaft gemacht hat. Hohe Räume, die durch Marmorsäulen unterbrochen werden, blassgelbe Sitzmöbel auf dunkelblauen Teppichböden, geradlinige Coolness statt barocker Überladenheit – all das gibt dem „Mörwald im Ambassador“ einen besonderen urbanen Charme. Eine attraktive Ergänzung zu den beiden Speiseräumen bildet ein durchgestylter Wintergarten mit Ausblick auf die berühmte Kapuzinerkirche. Für ein geschäftliches Treffen oder einen gemütlichen Abend liefert die „m.bar“ im Atrium das ideale Ambiente und Zigarrenliebhaber kommen dank des wohl bestsortierten Humidors Österreichs voll und ganz auf ihre Kosten.
Frankophile Gaumenfreuden
Eine derart geballte Ladung an exzellenter Küche, hervorragendem Service und stimmungsvoller Atmosphäre lässt sich natürlich nur mit wirklich guten Leuten realisieren. Herrscher in der vom Speiseraum einsehbaren Hightechküche ist seit einem Jahr Marco Pedrelli, der damals kein leichtes Erbe antrat: Sein Vorgänger, Christian Domschitz, hatte sich mit einer Küchenlinie namens „Classic with a Twist“ – traditionelle Gerichte originell interpretiert – eine treue Fangemeinde unter Gästen und Kritikern erkocht.
Doch auch Pedrellis Stammbaum ist nicht von schlechten Eltern: Geboren in Cesena in der Emilia-Romagna, zog es den gemütlichen Teddybären nach ersten Gehversuchen in seiner italienischen Heimat nach Norden. Wesentliche Stationen seines Werdeganges waren das Massimiliano in München, die Residenz Heinz Winkler in Aschau und das Ars Vievendi im Hotel Jagdhof Glashütte in Siegen. „Von der Denk- und Arbeitsweise her hat mich sicherlich Heinz Winkler am meisten beeinflusst“, erinnert sich Marco Pedrelli an seine frühen Jahre.
Sein Kochstil, den er gemeinsam mit dem Hausherrn, Toni Mörwald, entwickelte, lässt sich am besten als französisch inspiriert mit entsprechend luxuriösen Zutaten beschreiben. „Meine Küchenlinie basiert auf handwerklichem Können, Experimentierfreudigkeit und der Harmonie unterschiedlicher Geschmacksnuancen.“ Für einen Italiener ist Marco Pedrelli erstaunlich schweigsam. Das stört aber nicht: Schließlich ist er Küchenchef und nicht Alleinunterhalter …
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