Ausgabe 191, Kolumne

Christian Mook: Der Experten Blog

Christian Mook berichtet über ein großartiges Steak-Venue über den Dächern von Amsterdam.

Fotos: Wolfgang Hummer, Mr Porter / Dan Perez

Christian Mook und sein Experten-Blog

Vor 20 Jahren mussten Steaks hierzulande vor allem mager und billig sein. Zu den damals sehr beliebten Hüftsteaks reichte man noch gerne eine sättigende Ofenkartoffel mit einer hochkalorischen Sour-Cream. Südamerikanische Gaucho-Qualitäten galten damals als das Nonplusultra in Sachen Rindfleisch. US-amerikanische Prime-Steaks oder gar Wagyu-Beef waren dagegen noch praktisch unbekannt.  Erst als 1996 die Mook Group mit dem M-Steakhouse das erste europäische Up­scale-Steakhouse nach amerikanischem Vorbild in Frankfurt eröffnete, sollte sich das radikal ändern. Das M-Steakhouse verblüffte seine Gäste aber nicht nur mit damals noch völlig exotischen Rindfleischsorten, sondern auch mit noch unbekannten Zuschnitten, wie beispielsweise dem Tomahawk-Steak. Darüber hinaus wurden die Gäste aber nicht nur kulinarisch verwöhnt, sondern auch mithilfe der Mook Beefologys – einer regelmäßig erscheinenden Faltzeitschrift – über alle Facetten der Steakhouse-Kultur unterrichtet. Erstmalig erfuhren interessierte Fleisch-Aficionados etwas über die faszinierende Chemie der Rigor Mortis, die Maillard-Reaktion und die verschiedenen Methoden der Fleisch-Affinage.

09.06.2016