Ausgabe 192, Arbeiten im Ausland, Karriere-Tipps

Arbeiten in Barcelona

Jede Menge Möglichkeiten: Anna-Elena Veitleder, gebürtige Münchnerin, lebt seit acht Jahren in Spanien und kennt die Eigenheiten der Einheimischen ganz genau.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Werner Krug, Estudio Rafael Vrgas, Inigo Somovilla de Miguel, Shutterstock, beigestellt

Die Wahlspanierin erzählt über ihre erste Zeit in Barcelona.

Von Mallorca zog Anna-Lena Veitleder nach Barcelona. Die Wahlspanierin über Klinkenputzen, Networking und den spanischen Lifestyle.

Wie hat es Sie nach Barcelona verschlagen? 
Anna-Lena Veitleder: Meine Ausbildung zur Restaurantfachangestellten habe ich bei Heinz Winkler gemacht und wollte nach meinem Abschluss auf Mallorca Auslandserfahrungen sammeln. Nach zwei Jahren und unzähligen positiven Erfahrungsberichten über Barcelona habe ich beschlossen, mir in der Stadt einen neuen Job zu suchen. Seit sechs Jahren lebe ich nun hier.

War es einfach, in Barcelona einen Job zu finden? 
Veitleder: Ich habe sehr viele Bewerbungen geschrieben und nur Absagen oder gar keine Rückmeldungen bekommen. Das war wirklich frustrierend. Dann hat sich aber Ritz-Carlton gemeldet und mir eine Stelle angeboten. So kam ich dann endlich dazu, nach Barcelona zu ziehen, und ich wurde nie enttäuscht. In der Stadt ist immer etwas los, ob im Sommer oder Winter, tagsüber oder nachts, mit viel oder wenig Budget.

In Barcelona haben sich viele sehr gute Köche niedergelassen.

Woran liegt es, dass Bewerber kein Feedback auf ihre Bewerbungen bekommen? 
Veitleder: Das wusste ich auch nicht, bis ich in Barcelona ankam. Es läuft eigentlich alles über Kontakte, wobei große Ketten wie Ritz-Carlton sich meist auch auf schriftliche Bewerbungen melden. Meine folgenden Jobs habe ich aber immer über den persönlichen Kontakt gefunden. Deshalb auch mein Tipp: mit dem Lebenslauf nach Barcelona und Klinken putzen. Das ist sehr viel ergiebiger, als anonyme Bewerbungen zu schreiben. Es gibt wirklich jede Menge Jobs in Barcelona – es ist eine vibrierende Touristenstadt. Man muss sie nur finden. Auch wenn also der erste Job nicht wirklich das Wahre ist, findet man darüber Anschluss und persönliche Kontakte, die einem helfen können.

30.06.2016