Ausgabe 193, Karriere-Tipps

Arbeiten in Hongkong

Eine Stadt mit sieben Millionen Einwohnern und mindestens genauso vielen Möglichkeiten für Expats. Executive Chef Uwe Opocensky über die Stadt und ihre Einwohner.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Jason Joseph Bonello, Wolfgang Hummer, beigestellt

Uwe Opocensky ist der Hongkong-Insider

Einfach, unkompliziert, sicher 

Der Mandarin-Oriental-Executive-Chef Uwe Opocensky lebt seit 2004 in Hongkong. Nach einem kleinen Abstecher nach Spanien und Kuala Lumpur kam er zurück in seine asiatische Lieblingsstadt. Wie es sich dort lebt und arbeitet, weiß der 44-Jährige ganz genau. 

Wieso wollten Sie unbedingt nach Asien? 
Uwe Opocensky: Asien hat mich schon immer gereizt, weil es so ganz anders ist als Europa. Außerdem hat mich die asiatische Küche fasziniert. Japan oder China wollte ich daher unbedingt kennenlernen. Ganz nebenbei gesagt, macht es sich auch im Lebenslauf sehr gut. 

War es leicht, eine Stelle in China zu bekommen? 
Opocensky: Ich habe mich in vielen großen Hotelketten in China beworben, aber leider auch viele Absagen bekommen. Damals sagte man mir, ich sei zu jung und hätte zu viel Erfahrung. Klingt komisch, war aber so. Aber ich habe nicht lockergelassen und weitere Bewerbungen von Beijing bis Australien geschrieben. Meine erste Stelle in Hongkong war dann die Küchenleitung eines privaten Klubs der Shangri-La-Gruppe. Über große Ketten gelingt der Einstieg in Asien einfacher.

22.07.2016