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Ach du heiliger Big Mac!

Diese Gebete wurden definitiv nicht erhört: Beim Headquarter der katholischen Kirche in Rom eröffnete nun eine McDonald’s-Filiale.

Fotos: Shutterstock

Vater unser – Unsere täglichen Fritten gib uns heute

Böse, anti-katholisch-eingestellte Zungen mögen behaupten, besser ein Dorn im Auge, als eine Dornenkrone am Kopf. Aber selbst viele eingefleischte Gottesanbeter hadern wohl nun mit dieser Entscheidung des Vatikans, denn: Hungrige religiöse Pilger haben von nun an nahe dem geschichtsträchtigen wie berühmten Petersplatz in Rom eine neue, nicht minder bekannte, Labestation – eine McDonald’s-Filiale.

Die Pläne für die umstrittene Eröffnung am 30. Dezember 2016 drangen bereits im Herbst 2016 an die Öffentlichkeit und wurden heiß diskutiert. Aber der Vatikan – dem das Gebäude gehört – blieb hart, obwohl die Zustimmung für die Vermietung an die Fast-Food-Kette am Petersplatz auch intern für ordentlich Zündstoff sorgte.

Während ein Teil der Kurienkardinäle gegen die Eröffnung protestierte und die Räumlichkeiten lieber zum Schutz der amen Bevölkerung genutzt hätte, verteidigte der Präsident der vatikanischen Güterverwaltung, Kardinal Domenico Calcagno, den Beschluss. Nicht zuletzt deshalb, da die amerikanische Burgerkette umgerechnet rund 30.000 Euro Miete pro Monat zahlt. Außerdem ist damit zu rechnen, dass sich das gastronomische US-Unternehmen penibel an die strengen, gesetzlichen Auflagen vor Ort halten wird.

Der Fast-Food-Riese McDonald’s kann jedenfalls ein erleichtertes Ave Maria anstimmen: Jährlich strömen rund sieben Millionen Touristen zum Petersplatz in Rom. Und viele von ihnen wollen sicher mehr als eine wenig sättigende Hostie.

www.mcdonalds.it

04.01.2017