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Diese Pflänzchen kommen Klaus Piber teuer zu stehen

Kurioses aus Wien: Multi-Gastronom Klaus Piber musste für „nicht kerzengerade nach oben wachsende Pflanzen“ in seinem Gastgarten Strafe zahlen.

Fotos: A.E.A Gastronomie Betriebs GmbH

Wiener Gastronom Klaus Piber

Bürokratische Stilblüten

Der Wiener Gastronom Klaus Piber, der sich mit innovativen Restaurantprojekten wie dem Steak-Lokal Frank’s, den asiatischen und lateinamerikanischen Restaurants Yohm sowie Mercado einen Namen gemacht hat, staunte nicht schlecht, als Post vom Magistrat der Stadt Wien ins Haus flatterte.

Wie Piber auf seiner Facebook-Seite bekanntgab, wurde er im Sommer 2016 von einem Magistratsbeamten darauf aufmerksam gemacht, dass seine „Pflanzen in den Trögen des Schanigartens nicht kerzengerade nach oben wachsen“, sondern über den Blumentopf hängen.

Das Corpus Delicti wurde zwar sofort an Ort und Stelle behoben, aber die Bürokratie war bereits ins Rollen geraten. Piber erhielt nicht nur ein mehrseitiges Schreiben von städtischer Seite, sondern musste auch 14 Euro Strafe zahlen und zwar für den „Monat, in dem die über den Trog hinaushängenden Planzen den Luftraum der Stadt Wien in Anspruch genommen haben“.

Damit jedoch noch nicht genug: Im Dezember des vergangenen Jahres bekam er ein weiteres Schreiben zugesandt, in dem er für „nicht korrektes Bändigen“ der Pflanzen zu einer Geldstrafe von 40 Euro verdonnert wurde.

Für Piber stehen diese skurrilen Aktionen exemplarisch für den generellen Zustand in der Gastronomie: „Es sind nicht die einzelnen Amtshandlungen oder Gesetzesänderungen, die viele zum Aufgeben bringen, sondern die Fülle von Maßnahmen, die es uns unmöglich machen, langfristig wie früher schöne, persönliche Gastronomie zu machen. Ich finde es super schade, dass in der tollen Stadt Wien sich niemand im Rathaus darüber Gedanken macht, wie man die kleinen Familienbetriebe fördert! Stattdessen nimmt man diesen immer mehr die Luft zum Atmen."

Dem bleibt wohl nichts mehr hinzuzufügen.

 

www.piber.us

04.01.2017