Arbeiten in Kolumbien

Tauschen Sie die Kolumbien-Klischees Kaffee, Kokain und Kriminalität am besten sofort gegen Salsa, Sicherheit und spitzen- Job-Chancen – es lohnt sich, wie wir herausgefunden haben.
November 13, 2015 | Fotos: Astrid&Gastón, B .O. G. Hotel Bogotá/Designhotels.com, Shutterstock/javarman, Shutterstock/Jess Kraft, Shutterstock/ecco3d, Shutterstock/Toniflap, 2010 Mauricio Mendoza

Arbeiten in Kolumbien

Neu Entdecktes Paradies

Lange war Kolumbien für Instabilität, Gewalt und Haudegen wie Drogenboss Pablo Escobar bekannt. Dass das Äquatorland am Nordzipfel Südamerikas auch mit landschaftlicher Schönheit, klimatischem Abwechslungsreichtum und einer riesengroßen Artenvielfalt aufwarten kann, entdeckt der Großteil der Touristen erst seit wenigen Jahren. Parallel dazu hat sich die Sicherheitslage im Land deutlich verbessert, was die multinationalen Hotelketten als Einladung zum munteren Expandieren angenommen haben.

Tourismusstatistiken geben dieser Entscheidung recht: Die Ankunftszahlen internationaler Touristen sind nach Angaben des kolumbianischen Ministeriums für Handel, Industrie und Tourismus zwischen 2000 und 2012 von 600.000 auf 1,7 Millionen gestiegen. Sie legen dabei ein durchschnittliches Jahreswachstum von zehn Prozent an den Tag, das ist dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt.
Um dem weiterhin stark steigenden Besucherandrang Herr zu werden, ist der Ausbau des Hospitalitysektors nicht nur geplant, sondern auch bereits in Umsetzung. Der Bedarf an internationalen Fachkräften mit guter Ausbildung, Spanischkenntnissen und der Bereitschaft, sich auf den entspannteren kolumbianischen Lebensstil einzulassen, geht damit einher.

Nicht unwesentlich für die touristische Erschließung ist die landschaftliche Vielfalt Kolumbiens. Sie erstreckt sich von der karibisch-tropischen Pazifik- und Atlantikküste im Norden über das gemäßigte Tropenklima in den Flachländern, das kalttropische Klima der höher gelegenen Bergregionen und das hochalpine Gletscherklima der Anden. Dies gibt dem Äquatorland seinen ganz besonderen Reiz…

Arbeiten in Kolumbien

Neu Entdecktes Paradies

Lange war Kolumbien für Instabilität, Gewalt und Haudegen wie Drogenboss Pablo Escobar bekannt. Dass das Äquatorland am Nordzipfel Südamerikas auch mit landschaftlicher Schönheit, klimatischem Abwechslungsreichtum und einer riesengroßen Artenvielfalt aufwarten kann, entdeckt der Großteil der Touristen erst seit wenigen Jahren. Parallel dazu hat sich die Sicherheitslage im Land deutlich verbessert, was die multinationalen Hotelketten als Einladung zum munteren Expandieren angenommen haben.

Tourismusstatistiken geben dieser Entscheidung recht: Die Ankunftszahlen internationaler Touristen sind nach Angaben des kolumbianischen Ministeriums für Handel, Industrie und Tourismus zwischen 2000 und 2012 von 600.000 auf 1,7 Millionen gestiegen. Sie legen dabei ein durchschnittliches Jahreswachstum von zehn Prozent an den Tag, das ist dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt.
Um dem weiterhin stark steigenden Besucherandrang Herr zu werden, ist der Ausbau des Hospitalitysektors nicht nur geplant, sondern auch bereits in Umsetzung. Der Bedarf an internationalen Fachkräften mit guter Ausbildung, Spanischkenntnissen und der Bereitschaft, sich auf den entspannteren kolumbianischen Lebensstil einzulassen, geht damit einher.

Nicht unwesentlich für die touristische Erschließung ist die landschaftliche Vielfalt Kolumbiens. Sie erstreckt sich von der karibisch-tropischen Pazifik- und Atlantikküste im Norden über das gemäßigte Tropenklima in den Flachländern, das kalttropische Klima der höher gelegenen Bergregionen und das hochalpine Gletscherklima der Anden. Dies gibt dem Äquatorland seinen ganz besonderen Reiz.

Herzlichkeit ist Trumpf

Kolumbianer sind für ihre Freundlichkeit bekannt. Katarína Vosátková, Guest Service Manager im ersten Designhotel Kolumbiens, dem B.O.G. Hotel Bogotá, erklärt, was sie an den Lateinamerikanern begeistert: „Die Mentalität der Menschen ist sehr offen, megafreundlich und hilfsbereit. Die Leute sind sehr höflich und menschlich. Die Männer im Bus überlassen den Frauen ihre Sitzplätze, reichen ihnen die Hand beim Aussteigen aus dem Auto. In Supermärkten werden die älteren Menschen vorgelassen. Am Anfang fühlte ich mich wie Alice in Wonderland, weil man diesem Gentleman-Verhalten in Europa fast nicht mehr begegnet. Im Arbeitsfeld im B.O.G. Hotel wirkt sich die Mentalität der Menschen so aus, dass man sich als Teil der Familie fühlt. Jeder Geburtstag, jedes Fest wird gefeiert und ist wichtig. Natürlich gibt es viel Stress, weil im Hotel immerhin 24 Stunden Betrieb herrscht, aber alle meine Kollegen sind immer gut gelaunt.“

Ausgezeichnete Vielfalt

Über 300 Strände warten an der Nordküste auf sonnenhungrige Karibikfans, im Südosten verspricht der Regenwald so manches Abenteuer und die Großstädte, allen voran die Hauptstadt Bogotá, begeistern mit großem Kulturangebot. Kombiniert mit der spannenden Geschichte Kolumbiens und seiner langen Tradition kommt es nicht von ungefähr, dass begeisterte Reiseempfehlungen renommierter Medien, wie der New York Times, USA Today, National Geographic und Conde Nast, für eine gesteigerte Popularität des einst eher gemiedenen Landes sorgen.

Neo-Kolumbianerin

Katarína Vosátková
Katarína Vosátková studierte ursprünglich in Wien Germanistik, Theater-, Film- und Medienwissenschaften und kam über verschiedene Stationen, unter anderem Zypern und brasilien, als Guest Service Manager ins B.O.G. Hotel Bogotá. Die 27-Jährige lebt seit einem Jahr in der Hauptstadt Kolumbiens.

Ist es nötig, sich für den Arbeitseinsatz in Kolumbien vorzubereiten, auch in puncto Sprachen?

Katarína Vosátková: Der Besitz guter Sprachkenntnisse ist in Bogotá ein großes Plus. Je mehr Sprachen man beherrscht, umso besser. Empfehlenswert ist es, den Lebenslauf in Spanisch und English vorbereitet zu haben.

Wie waren Ihre ersten Eindrücke von Kolumbien?

Vosátková: Da ich Erfahrung mit dem brasilianischen Lifestyle habe, war ich schon auf einige Umstände vorbereitet, wie zum Beispiel die Herzlichkeit der Bewohner, die fehlende Infrastruktur der Städte und der ständige Stau. Kolumbien hat mich aber in mehreren Aspekten positiv überrascht. Die kolumbianische Mentalität, immer hilfsbereit zu sein, die Offenheit und die Beachtung der Europäer. Der Stadtverkehr war für mich die einzige Herausforderung.

Und wie sieht die Freizeitgestaltung aus – welche Möglichkeiten werden angeboten?

Vosátková: Das Kulturangebot ist exzellent, da Bogotá inoffiziell mehr als zehn Millionen Einwohner hat. Es gibt viele Museen, Galerien, Theater, Konzerte und Kinos aller Art. Und fast jeden Monat gibt es irgendein Festival. Dieses Thema ist für mich als Kulturfreak sehr wichtig.

Kette = Kohle

Das Jahresdurchschnittsgehalt der Kolumbianer beträgt lediglich 4412 Euro und bietet keinen Vergleich zu den Gehältern, die in internationalen Unternehmen gezahlt werden. Die liegen in der Regel etwas über dem Gehalt, das bei selber Position im Heimatland bezahlt wird, Expat-Package inklusive (bezahlte Unterkunft, diverse Versicherungen, Flug in die Heimat, Abwicklung der Visa). Wie genau die Konditionen vor Ort aussehen, obliegt zuweilen dem Verhandlungsgeschick der Bewerber sowie den Konditionen des jeweiligen Unternehmens.

Kulinarik-Trendsetter

Last, but not least sollte an dieser Stelle auch der lateinamerikanischen Küche Tribut gezollt werden. Denn die Koch-elite Südamerikas rückte in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus des kulinarischen Interesses – Aushängeschilder wie Alex Atala, Rodolfo Guzmán, Enrique Olvera und Gastón Acurio bilden dabei nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um die innovative Küche südlich des Äquators geht. Mit der Vielfalt an außergewöhnlichen Produkten und innovativen Gastronomiekonzepten finden inspirationshungrige Küchenhelden in Kolumbien ihr perfektes Spielfeld. Diese Chance sollte man nutzen!

Lebenshaltungskosten

Für Lateinamerika teuer

Nimmt man die Preise in Zentral- und Westeuropa und halbiert sie, hat man in etwa den Preis, der in Kolumbien für das jeweilige Produkt fällig wird. Deutschen, Österreichern und Schweizern mag das moderat erscheinen, im lateinamerikanischen Schnitt ist das aber vergleichsweise hoch. Bogotá als Hauptstadt und Handelszentrum bildet mit den zwei nächstgrößeren Städten Medellín (2,44 Millionen Einwohner) und Cali (2,34 Millionen Einwohner) die Preisspitze des Landes.

Währung: Kolumbianischer Peso (kurz COP)
(10.000 COP = 3,73 EUR)
Bogotá:
Monatsmiete Appartement (2 Zimmer, Küche, Bad, inkl. Überwachung) ca. 760 EUR
Café: ca. 1,20 EUR
Mittagsmenü: Budget: 3 Euro
Mittelklasse: ca. 17 EUR
Bier (Import): Supermarkt: ca. 2,3 EUR
Bar: ca. 4,5 EUR

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