Arbeiten in Sydney

Laid-Back ist das Credo bei den gechillten Aussies. Wir haben nachgefragt, ob man sich am Jobmarkt Down Under so wohlfühlt wie ein Kängurubaby im Beutel oder ob die aussichten Doch eher unterirdisch sind.
November 13, 2015

Arbeiten in Down Under

Jobangebot

GM Down Under

Christian Hirt
Christian Hirt aus Eppstein im Taunus hat eine beachtliche internationale Laufbahn im Hospitality-Sektor hinter sich. Seit 2013 ist er General Manager im Swissôtel Sydney.

ROLLING PIN: Wie sieht das aktuelle Jobangebot aus?

Christian Hirt: Es gibt nicht allzu viele Möglichkeiten für Expats in Managementpositionen. Einige Hotels haben Expats in Führungsrollen, aber 95 Prozent dieser Stellen werden von Australiern bekleidet.Häufig werden Köche und Servicemitarbeiter gesucht und es gibt einen großen Bedarf an erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern im F&B-Bereich, aber auch an der Rezeption.

RP: Was waren denn Ihre ersten Eindrücke?

Hirt: Sydney ist eine sehr spannende und pulsierende Stadt, mit der ich mich von der ersten Minute an voll identifizieren konnte. Die Kombination aus Hafenstadt, Wirtschaftsmetropole und Touristenmagnet ist überwältigend. Das Swissôtel Sydney durchläuft gerade eine Komplettrenovierung und Repositionierung mit einem vollkommen neuen Produkt. In einem stark umworbenen Markt wie Sydney ist das eine große Herausforderung.

RP: Hat Sie etwas überrascht?

Hirt: Erst wenn man richtig in Sydney angekommen ist, versteht man, wie…

Arbeiten in Sydney

Jobangebot

GM Down Under

Christian Hirt
Christian Hirt aus Eppstein im Taunus hat eine beachtliche internationale Laufbahn im Hospitality-Sektor hinter sich. Seit 2013 ist er General Manager im Swissôtel Sydney.

ROLLING PIN: Wie sieht das aktuelle Jobangebot aus?

Christian Hirt: Es gibt nicht allzu viele Möglichkeiten für Expats in Managementpositionen. Einige Hotels haben Expats in Führungsrollen, aber 95 Prozent dieser Stellen werden von Australiern bekleidet.Häufig werden Köche und Servicemitarbeiter gesucht und es gibt einen großen Bedarf an erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern im F&B-Bereich, aber auch an der Rezeption.

RP: Was waren denn Ihre ersten Eindrücke?

Hirt: Sydney ist eine sehr spannende und pulsierende Stadt, mit der ich mich von der ersten Minute an voll identifizieren konnte. Die Kombination aus Hafenstadt, Wirtschaftsmetropole und Touristenmagnet ist überwältigend. Das Swissôtel Sydney durchläuft gerade eine Komplettrenovierung und Repositionierung mit einem vollkommen neuen Produkt. In einem stark umworbenen Markt wie Sydney ist das eine große Herausforderung.

RP: Hat Sie etwas überrascht?

Hirt: Erst wenn man richtig in Sydney angekommen ist, versteht man, wie weit weg man wirklich ist. Singapur ist mit rund sieben Flugstunden eine der nächsten Weltdestinationen. Dadurch, dass vieles importiert werden muss, kommt es oft zu sehr langen Lieferzeiten was eine gute, langfristige Planung erforderlich macht.

www.swissotel.com/hotels/sydney

Arbeitsumfeld

Gekommen, um zu bleiben

Jane Melde
Sydney war nicht am Radar von Jane Melde, die Marketing in der Hospitality-Industrie Studierte. die Entscheidung für die Stadt traf die 31-jährige vor drei jahren spontan und bereut es seitdem nicht.

ROLLING PIN: Wie würden Sie die Mentalität der Menschen vor Ort beschreiben?

Jane Melde: Die Mentalität der Menschen hier ist einer meiner Hauptgründe, wa-rum Deutschland für mich im Moment so unattraktiv ist. Man begegnet sich mit weitaus mehr Respekt, ist freundlicher, passt besser aufeinander auf. Zum Beispiel bedankt man sich beim Busfahrer, wenn man den Bus verlässt, jeder bückt sich, wenn etwas hinunterfällt, wenn man jemanden versehentlich anrempelt, wird sich auf jeden Fall entschuldigt, und Vordrängeln gibt’s hier auch nicht. Die Leute sind ehrlicher – da könnte ich viele Beispiele anführen, aber das beste ist vielleicht, dass ich letztes Jahr meine Geldbörse im Bus verloren habe und mir das erst am nächsten Morgen aufgefallen ist. Ich konnte mir gar nicht erklären, wie das passiert ist, aber tatsächlich wurde sie beim Lost&Found vom Busunternehmen abgegeben, ohne dass ein einziger Cent oder eine Karte gefehlt haben. Ich bin sicher, dass das in Deutschland nicht so ausgegangen wäre.

RP: Wie ist die Freizeitkultur in Sydney?

Melde: Ich bin viel unterwegs, das Angebot ist überwältigend. Ich war noch nie so aktiv wie hier in Sydney – es ist ansteckend, wie fit und gesund die Leute hier sind.

www.sheratonontheparksydney.com

Die besten Jobadressen

Karrierechancen

Um die halbe Welt gekocht

Dennis Heidenstedt
Nach vielen Stationen im Ausland ist Der 31-jährige Dennis Heidenstedt seit zwei Jahren Sous Chef im Restaurant Est.

ROLLING PIN: Wie schätzen Sie die Karrierechancen für deutschsprachige Expats ein?

Dennis Heidenstedt: Ich glaube, es kommt darauf an, wie man sich anstellt! Die Chancen stehen gut, man muss nur wollen! Gute Köche werden hier aber immer gesucht – die häufigste Position dabei ist Chef de Partie.

RP: Was hat Sie in Sydney besonders überrascht?

Heidenstedt: Wie einzigartig Sydney ist und wie verrückt die Leute hier nach gutem und außergewöhnlichem Essen sind!

merivale.com.au/est

Sprachverständnis

Vom Austauschjahr zum Job

Rosa Tessitore
2006 kam Rosa Tessitore durch ihr Studium nach Sydney. Heute ist die 32-jährige Assistant Manager im Adina Apartment Hotel Frankfurt Neue Oper, Teil der TFE Hotels aus Down Under.

ROLLING PIN: Wie kann man sich auf den Arbeitsein-satz in Sydney vorbereiten?

Rosa Tessitore: Gute Englischkenntnisse sind sehr wichtig. Und es ist ein Vorteil, Arbeitserfahrung mitzubringen. In unserem Fall kann ich jedem empfehlen, in einem der Adina Hotels in Deutschland ein Praktikum zu machen, bevor man sich entschließt, nach Australien zu gehen und sich dort in einem der TFE Hotels zu bewerben.

RP: Welche Herausforderungen kamen bei Ihrem Start auf Sie zu?

Tessitore: Das Visum war eine Herausforderung. Das Work-and-Travel-Visum bekommt man nur, wenn man unter 30 Jahre alt ist, und man kann sich nur bis zu sechs Monate an einem Arbeitsplatz aufhalten, was die Wahl schwieriger macht – in einem Restaurant oder im Hotel stehen die Chancen dabei aber gut. Wenn man sich für ein Studentenvisum bewirbt, ist das mit hohen Studiengebühren verbunden. Allerdings hat man damit bessere Möglichkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden, und die Wahrscheinlichkeit ist größer, nach Abschluss des Studiums eine Visumverlängerung zu erhalten und von der Firma übernommen zu werden, in der man gejobbt hat.

www.tfehotels.com/adina

Kosten & Ausgaben

Marketing-MBA

Veronika Gyenes
Veronika Gyenes aus Essen machte ihren Marketing-MBA in Sydney und ist seit 2012 in der Marketingabteilung bei The Star Casino tätig.

ROLLING PIN: Ist das Leben in Sydney teuer?

Veronika Gyenes: Ja, Sydney ist eine der teuersten Städte der Welt. Eine durchschnittliche Flasche Wein im Liquor Store kostet umgerechnet rund 14 Euro, ein Glas Wein in einer Bar circa 8,30 bis 14 Euro. Am Wohnungsmarkt herrscht eine sehr hohe Nachfrage gerade in Stadtnähe oder am Strand. Ich wohne zum Beispiel am Coogee Beach, wo man für eine 2-Zimmer-Wohnung ohne großartigen Luxus und ohne Garage gut und gerne 490 Euro pro Woche Kaltmiete bezahlt. Darum sind Wohngemeinschaften hier auch gang und gäbe.

RP: Was würden Sie einem guten Freund raten, der nach Sydney gehen möchte?

Gyenes: Auswandern sollte geplant werden. Man sollte sich im Internet und über LinkedIn schlaumachen, welche Unternehmen und Jobmöglichkeiten es gibt. Viel läuft über Personalvermittlungsfirmen, die man einfach anschreiben und denen man den Lebenslauf auf Englisch gleich mitschicken sollte. Ganz wichtig ist es herauszufinden, für welches Visum man sich qualifiziert und welche Auflagen damit verbunden sind.

www.star.com.au/sydney-casino

Währung: Australischer Dollar (AUD) 1 AUD = rund 0,70 EUR
Kaffee: rund 2,60 EUR
Bier: Supermarkt: rund 3,50 EUR, Bar: rund 4,20 EUR
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