Das Land der Karriere-Inseln

Naturwunder, Millionenstädte und Jobparadies: Vietnam etabliert sich zur internationalen Top-Tourismusdestination. Wie Sie sich im vietnamesischen Business-Dschungel erfolgreich durchsetzen und ihre Arbeitsuche nicht in einer Apocalypse Now endet!
November 13, 2015 | Fotos: Shutterstock, Bai Tram Hideout Quy Nhon, Park Hyatt Saigon, Asiana Saigon Residences, Six Senses Con Dao, InterContinental Hanoi Westlake, Sheraton Saigon Hotel & Tower

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Vietnamesische Touristiker reiben sich bereits seit Jahren mit einem breiten Grinsen ihre geschickten Hände. Der Grund? Die Einnahmen durch den Tourismus in Vietnam sind seit 1990 um 73 Millionen Euro gestiegen. Und dem nicht genug: Das Reiseziel Vietnam wird nach einer Prognose des World Travel and Tourism Council (WTTC) bis 2016 zu den Top Ten der Haupttouristendestinationen weltweit gehören.

"Hotels stehen als Zentren des Lebens im Mittelpunkt einer vietnamesischen Stadt. "

Kai Speth, Hoteldirektor des Sofitel Legend Metropole Hanoi

Ein Faktum, dessen sich Kai Speth, Hoteldirektor des Sofitel Legend Metropole Hanoi, bereits jetzt bewusst ist. Der 46-jährige gebürtige Bad Kreuznacher ist von den grandiosen Jobmöglichkeiten im Land des aufgehenden Drachen begeistert: "Die Karrieremöglichkeiten sind hier hervorragend, da sich Vietnam nach wie vor irrsinnig schnell entwickelt und immer ein Mangel an toll ausgebildeten Fachkräften herrscht." Speth erlebt vor Ort, wie sich der langgestreckte Küstenstaat in Südostasien aufgrund der steigenden Nächtigungen als eine echte Alternative, wenn nicht ernstzunehmende Konkurrenz für Thailand entwickelt. Kein Wunder: Neben Spitzenhotels an Traumstränden punktet auch Vietnam mit Millionenstädten und exklusiven Hideaways, versteckt im Dschungel…

Naturwunder, Millionenstädte und Jobparadies-Vietnam
Vietnamesische Touristiker reiben sich bereits seit Jahren mit einem breiten Grinsen ihre geschickten Hände. Der Grund? Die Einnahmen durch den Tourismus in Vietnam sind seit 1990 um 73 Millionen Euro gestiegen. Und dem nicht genug: Das Reiseziel Vietnam wird nach einer Prognose des World Travel and Tourism Council (WTTC) bis 2016 zu den Top Ten der Haupttouristendestinationen weltweit gehören.

"Hotels stehen als Zentren des Lebens im Mittelpunkt einer vietnamesischen Stadt. "

Kai Speth, Hoteldirektor des Sofitel Legend Metropole Hanoi

Ein Faktum, dessen sich Kai Speth, Hoteldirektor des Sofitel Legend Metropole Hanoi, bereits jetzt bewusst ist. Der 46-jährige gebürtige Bad Kreuznacher ist von den grandiosen Jobmöglichkeiten im Land des aufgehenden Drachen begeistert: "Die Karrieremöglichkeiten sind hier hervorragend, da sich Vietnam nach wie vor irrsinnig schnell entwickelt und immer ein Mangel an toll ausgebildeten Fachkräften herrscht." Speth erlebt vor Ort, wie sich der langgestreckte Küstenstaat in Südostasien aufgrund der steigenden Nächtigungen als eine echte Alternative, wenn nicht ernstzunehmende Konkurrenz für Thailand entwickelt. Kein Wunder: Neben Spitzenhotels an Traumstränden punktet auch Vietnam mit Millionenstädten und exklusiven Hideaways, versteckt im Dschungel.

Jobmöglichkeiten in Vietnams HotelsPatrick Both ist General Manager des beeindruckenden Anantara Mui Ne Resort & Spa und rät nicht nur wegen der rosigen Zukunftsaussichten zu einem beruflichen Wechsel nach Vietnam: "Man kann mit dem nötigen Ehrgeiz und Engagement wahnsinnig viel erreichen und es ist ausgesprochen erfüllend, hier zu arbeiten. Wenn man Asien mag, ist dieses Land faszinierend und auch landschaftlich wunderschön."

Um sich den Traum vom Job in Vietnam zu erfüllen, bedarf es natürlich eines Visums. Zur Erteilung eines Arbeitsvisums muss man sich zunächst mit seinem vietnamesischen Arbeitgeber in Verbindung setzen. Dieser beantragt für den deutschen Partner die notwendige Einreisegenehmigung bei den örtlichen zuständigen Behörden in Vietnam. Nachdem die Genehmigung erteilt wurde, wird die vietnamesische Vertretung durch die entsprechenden Behörden informiert und der deutsche Arbeitnehmer erhält in der Regel auch von seinem vietnamesischen Partner die Referenznummer für die Einreisegenehmigung per Fax, die zusammen mit den Antragsunterlagen der Botschaft in Berlin eingereicht wird.

Hat man nach erfolgreichem Behördengang dann den Sprung in die sozialistische Republik geschafft, erlebt man vor allem in den ersten Tagen einen regelrechten Clash of Cultures. Die 28-jährige gebürtige Deutsche Eva Tong ist Training Manager im Park Hyatt Saigon und hat nach anfänglichen Schwierigkeiten den vietnamesischen Lifestyle schätzen gelernt: "Ich hatte am Anfang schon einen Kulturschock, aber ich denke, dass das normal ist, wenn man mit dem europäischen Lebensstil aufwächst. Vietnamesen sind aber sehr gastfreundlich und hilfsbereit und daher hatte ich nie mit Integrationsproblemen zu kämpfen." Laut Tong werden Europäer vor allem wegen ihrer Disziplin und Zuverlässigkeit geschätzt.

Karrierecheck Vietnam

Für all jene, die sich über die finanziellen Gegebenheiten schlau machen möchten, hat die gebürtige Nordrhein-Westfalin eher ernüchternde Informationen: "Wenn man das Gehalt mit europäischen Verhältnissen vergleicht, dann ist es hier in Vietnam viel niedriger. Aber man muss natürlich auch dazu sagen, dass die Lebenshaltungskosten in der sozialistischen Republik ausgesprochen niedrig sind." Man kann zum Beispiel schon für knappe zehn Euro mit vier Leuten inklusive Drinks essen gehen.

Der ebenfalls im Park Hyatt Saigon tätige Front Office Assistant Manager Patrick Schori zeigt sich von den speziellen Packages, die man als Expatriate bekommt, begeistert: "In der Regel werden hier ausländische Beschäftigte im Rahmen eines Expatriate Pakets eingestellt. Diese variieren natürlich je nach Hotel oder Unternehmen. Im Allgemeinen darf man aber neben dem Lohn noch mit Flugtickets, Versicherungen und einer tollen Unterkunft rechnen."

Den driftigsten Grund, nach Vietnam zu wechseln, bringt Hoteldirektor Speth kurz und bündig auf den Punkt: "Europa hat Tradition, Stil sowie Perfektionismus, ist aber nicht immer von Herzen freundlich und ehrlich. Das ist hier anders. Leute gehen gerne in die Hotels zum Essen und Trinken und unsere Häuser stehen dabei als Zentren des Lebens im Mittelpunkt einer vietnamesischen Stadt."

Der Karrierecheck

Die wichtigsten Kriterien im Check
Das sollten Sie wissen, bevor Sie zu arbeiten beginnen.

Jobangebot

Top! Viele ausländische Unternehmen haben begonnen in Vietnam zu investieren. Vor allem durch aufregende neue Hotelprojekte entstehen spannende Jobs.

Karrierechancen

Wenn man Arbeitserfahrung sowie gute Sprach-und Fachkenntnisse hat, dann sind die Karrierechancen exzellent. Qualifizierte Arbeitskräfte sind schwer gefragt.

Arbeitszeiten

Die Dienstzeiten sind in der Regel sehr lange. Man arbeitet meist sechs Tage in der Woche, teilweise muss man auch mit 65 bis 75 Stunden rechnen.

Arbeitsumfeld

Vietnamesen sind sehr gastfreundliche und hilfsbereite Menschen. Man braucht im Berufsleben aber eine offene Meinung, Verständnis und große Flexibilität.

Benefits

Zusatzleistungen werden je nach Position verhandelt. Aber es gibt gewisse Grundbenefits wie eine bezahlte Wohnung oder eine internationale Versicherung.

Gehalt

Das Gehalt passt, da man als Expat keine Nebenkosten hat und die Steuern von der Firma gezahlt werden. Der Verdienst ist aber im Vergleich zu Europa niedriger.

Melanie Hamedl

Interview mit Melanie Hamedl

Zur Person

Melanie Hamedl
Assistant Director of F&B Manager

Melanie Hamedls Eltern betreiben Hotels und Restaurants in Österreich und Deutschland und somit wurde ihr die Faszination Hotellerie in die Wiege gelegt. Die 34-jährige Innsbruckerin hat ihre Karriere als Chef de Rang im Hilton London gestartet und ist nach Stationen in Paris, Edinburgh, Auckland und Sydney nun im Park Hyatt Saigon gelandet.

Miss Saigon

Die weitgereiste Tirolerin Melanie Hamedl über die Herausforderungen in Ho-Chi-Minh-City, die Vorzüge der vietnamesischen Gastfreundschaft und warum es vor allem im F&B-Bereich wichtig ist, Ruhe und Geduld an den Tag zu legen.

ROLLING PIN: Sie haben in diesem Jahr innerhalb des Konzerns vom Park Hyatt Sydney nach Saigon gewechselt. Warum hat es Sie nach Vietnam verschlagen?

Melanie Hamedl: Ich wurde gefragt, ob ich hier arbeiten möchte. Wie kann man Nein zu einer Beförderung und vor allem zu einem Wechsel ins imposante Park Hyatt Saigon sagen? Vietnam war schon als Lehrling auf meiner Liste das Jobziel Nummer eins und nicht Thailand, so wie bei vielen anderen. Somit gab es, als das Angebot auf mich zukam, auch kein großes Überlegen.

RP: Wie schwierig ist es, sich, nach einer Stadt wie Sydney, in der größten Stadt Vietnams zu integrieren und zurechtzufinden?

Hamedl: Es ist nicht einfach, wenn man die Sprache des Landes nicht spricht. Die Integration in die Expat-Welt ist hingegen sehr einfach. Aber man ist eben immer ein Expat. Es ist jedem selbst überlassen, sich in seine eigene Welt zu integrieren. Ich bin froh, dass ich auch vietnamesische Freunde habe, die mir das wirkliche Vietnam und die lokale Kultur zeigen.

RP: Eine besondere Herausforderung stellt meist auch das Beschaffen von herausragenden Produkten dar. Wie gelingt Ihnen dieses Unterfangen in Ho-Chi-Minh-City?

Hamedl: Jeder sagt dir: Du kannst in Vietnam alles bekommen, wenn du die richtigen Leute kennst. Ich weiß mittlerweile aus eigener Erfahrung, dass hier alles seine Zeit braucht. Man muss weit vorausplanen, teilweise mindestens ein Monat. Aber es ist möglich. Bei uns bekommt man Foie gras, 1998 Château Haut-Brion oder Grand Cru Classé Graves, aber man weiß nie genau, für wie lange oder ob man davon auch mehr kaufen kann.
prächtige Landschaft Vietnams

RP: Was sind die gravierendsten Unterschiede zwischen der vietnamesischen und der europäischen Gastronomie?

Hamedl: Die Gewürze und Kräuter machen bestimmt den größten Unterschied aus. Hier herrscht eine eigentlich sehr leichte und gesunde Küche vor. Obwohl es den Einfluss der klassischen französischen Cuisine gibt, findet man in vielen Gerichten auch Mäuse, Schlangen oder Spinnen auf dem Teller.

RP: Worauf sollte man ganz besonders achten, um in Hongkong beruflich erfolgreich zu sein?

Hamedl: Trotz des internationalen Umfeldes darf man jedoch nie die lokalen Bräuche und Eigenheiten außer Acht lassen und sollte sich immer dementsprechend verhalten.

RP: Neben den spannenden kulinarischen Überraschungen: mit welchen Kuriositäten muss man sonst im vietnamesischen Alltag rechnen?

Hamedl: Dass beispielsweise ein vietnamesischer Kollege nicht zur Arbeit kommt, weil er traurig oder verärgert ist. Wenn man dann sehr viel Pech hat, könnte sich die Situation des traurigen Kollegen auf die gesamte Belegschaft übertragen und man steht ziemlich dezimiert da. Es gibt auch keine Verkehrsregeln und Ampeln sind auf den Straßen anscheinend nur Dekoration.

RP: Warum sollte man derzeit unbedingt beruflich nach Vietnam wechseln?

Hamedl: Vietnam ist am Boomen und die Aussicht auf eine große Karriere spitze. Immer mehr 5-Sterne-Hotels und Resorts öffnen ihre Türen in Vietnam. Zudem sind die Vietnamesen ein sehr freundliches Volk und ich glaube, das macht das Leben hier einfacher als woanders.

Park Hyatt Saigon
2 Lam Son Square, District 1
Ho Chi Minh City (Saigon)
Vietnam
Tel.: +84 (0) 8 3824 1234
saigon.park@hyatt.com
www.saigon.park.hyatt.com

Die besten Jobadressen

Hier finden Sie den Traumjob.
Tophäuser und Hotelketten
www.caravellehotel.com
www.epikurean.ws/an-lam-ninh-van-bay
www.equatorial.com/hcm
www.fusionmaiadanang.com
www.furamavietnam.com
www.hilton.de/hanoi
www.ichotelsgroup.com/crowneplaza
www.lanmienresort.com
www.majesticsaigon.com
www.pilgrimagevillage.com
www.princessannam.com
www.saigon.park.hyatt.com
www.sheratongrandtower.com
www.sheratonnhatrang.com
www.sixsenses.com/SixSensesConDao
www.sofitel.com/Hanoi
www.thenamhai.com
www.thesheratonhanoi.com
www.vedanalagoon.com
www.windsorplazahotel.com

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