Job-Hunter – Chicago

Chicago ist das am heissesten umkämpfte Tourismus-Pflaster der Welt. Wir zeigen, wie sie in der windy city in die große Karriere segeln.
November 13, 2015 | Fotos: Scott Thompson/The Signature Room, Photographer Lara Kastner, The Westin Chicago River North, Coco Pazzo, Grenn Mill Cocktail Lounge

Job-Hunter - Chicago

Die imposantesten Wolkenkratzer, die geschäftigste Innenstadt, grandiose Museen, Theater sowie Kleinkunstbühnen und, nicht zu vergessen, die erstklassigen Hotels und Restaurants. Kurzum: Chicago ist eine Weltstadt par excellence. Unglaublich groß ist vor allem die Dichte der Sterne-Restaurants: 184 vom namhaften Hotel- und Reiseführer ausgezeichnete Gourmet-Tempel schmücken Chicagos kulinarischen Himmel. Allen voran natürlich der 3-Sterne-Superstar Grant Achatz mit seinem Alinea und Next. Der Konkurrenzdruck im Gastgewerbe in der drittgrößten Stadt der USA ist gigantisch.

Die gebürtige Gerolsteinerin Christina Wiese ist seit 2009 Director of Convention Services im Fairmont Chicago Millennium Park und erlebt den Kampf um Gäste sowie Umsatzzahlen tagtäglich: „Wie viele andere große Konferenzdestinationen spüren auch wir immer noch die Nachwehen der Wirtschaftskrise. Städte wie Chicago haben es oft schwerer als kleinere Orte, da die Konkurrenz einfach viel stärker ist. Wir haben ungefähr 700 Hotels mit 101.000 Zimmern hier in Chicago, die es zu füllen gilt.“ Hotels müssen sich also immer wieder neu inszenieren, um auf sich aufmerksam zu machen.

All jene, die sich der Herausforderung stellen möchten und im Großstadt-Gastroschlachtfeld mitfighten wollen, müssen erst einmal die Hürde Einreisebewilligung USA knacken. Laut Wiese sind die Voraussetzungen eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Fachhochschulabschluss. „Des Weiteren sind persönliche Beziehungen sehr wichtig, da es aufgrund der Visa-Auflagen für die USA sehr schwer ist, hier eine Beschäftigung zu finden.“ Eine Möglichkeit für all jene, die kein Visum organisieren können, ihre Karriere in der Windy City zu starten, ist die, ein Praktikum bei einem der Spitzen-Hotels oder -Restaurants zu machen. Hier ist die AIPT, die Association for International Practical Training, eine große Unterstützung. Diese weltweit operierende Organisation bietet Auszubildenden im Rahmen eines Austauschprogramms ein J1-Visum an, zusätzlich ist man auch noch sozialversichert.

Job-Hunter - Chicago

Die imposantesten Wolkenkratzer, die geschäftigste Innenstadt, grandiose Museen, Theater sowie Kleinkunstbühnen und, nicht zu vergessen, die erstklassigen Hotels und Restaurants. Kurzum: Chicago ist eine Weltstadt par excellence. Unglaublich groß ist vor allem die Dichte der Sterne-Restaurants: 184 vom namhaften Hotel- und Reiseführer ausgezeichnete Gourmet-Tempel schmücken Chicagos kulinarischen Himmel. Allen voran natürlich der 3-Sterne-Superstar Grant Achatz mit seinem Alinea und Next. Der Konkurrenzdruck im Gastgewerbe in der drittgrößten Stadt der USA ist gigantisch.

Die gebürtige Gerolsteinerin Christina Wiese ist seit 2009 Director of Convention Services im Fairmont Chicago Millennium Park und erlebt den Kampf um Gäste sowie Umsatzzahlen tagtäglich: „Wie viele andere große Konferenzdestinationen spüren auch wir immer noch die Nachwehen der Wirtschaftskrise. Städte wie Chicago haben es oft schwerer als kleinere Orte, da die Konkurrenz einfach viel stärker ist. Wir haben ungefähr 700 Hotels mit 101.000 Zimmern hier in Chicago, die es zu füllen gilt.“ Hotels müssen sich also immer wieder neu inszenieren, um auf sich aufmerksam zu machen.

All jene, die sich der Herausforderung stellen möchten und im Großstadt-Gastroschlachtfeld mitfighten wollen, müssen erst einmal die Hürde Einreisebewilligung USA knacken. Laut Wiese sind die Voraussetzungen eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Fachhochschulabschluss. „Des Weiteren sind persönliche Beziehungen sehr wichtig, da es aufgrund der Visa-Auflagen für die USA sehr schwer ist, hier eine Beschäftigung zu finden.“ Eine Möglichkeit für all jene, die kein Visum organisieren können, ihre Karriere in der Windy City zu starten, ist die, ein Praktikum bei einem der Spitzen-Hotels oder -Restaurants zu machen. Hier ist die AIPT, die Association for International Practical Training, eine große Unterstützung. Diese weltweit operierende Organisation bietet Auszubildenden im Rahmen eines Austauschprogramms ein J1-Visum an, zusätzlich ist man auch noch sozialversichert.

Work hard and play hard

So erklärt Christina Wiese das Motto der Angestellten, die in der Hotellerie tätig sind. Gearbeitet wird nämlich in der Regel 50 Stunden pro Woche, an den freien Tagen aber ordentlich auf den Putz gehaut. Die Möglichkeiten in Chicago, den Feierabend standesgemäß ausklingen zu lassen, sind nämlich grenzenlos.

„Die Freizeit wird in vollen Zügen genossen. Gerade in Chicago, denn die Stadt hat viel zu bieten. See, Strand, Museen, Theater, Oper, Restaurants oder Konzerte. Die Möglichkeiten sind einfach unglaublich“, schwärmt die 31-jährige Rheinland-Pfälzerin. Die Verdienstmöglichkeiten sind anfänglich vor allem im Fine-Dining-Bereich beim Service am größten. 100 Dollar Trinkgeld pro Tisch sind da durchaus üblich.

In den USA ist der Arbeitsmarkt flexibel und die Chancen dadurch größer.
Christina Wiese, Fairmont Chicago Millennium Park

Schafft man beispielsweise den Sprung zu einem Executive Director of F&B in einem der Top-Häuser, dann sind vorzeigbare 120.000 Euro pro Jahr plus Bonus und Aktienpaket keine Seltenheit. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten enorm. Chicago gehört definitiv zu den teuersten Pflastern der USA. Für die besseren Wohngegenden gilt: Wer fragt, was die Miete hier kostet, der kann sie sich nicht leisten. Die Karrierechancen bezeichnet Wiese als exzellent: „In Deutschland habe ich sehr oft das Gefühl, dass die Menschen ungern umziehen, wenn sie sich einmal niedergelassen haben.

Hier in den USA ist der Arbeitsmarkt sehr flexibel und gerade weil die Hotelketten größer und die Menschen viel mobiler sind, ergeben sich immer wieder neue Chancen.“ Wie alle vergleichbaren Metropolen ist Chicago eine sehr schnelllebige Stadt. Solange man das Tempo einhält und mit dem Markt Schritt hält, sollte dem beruflichen Erfolg nichts im Wege stehen. Wenn man also spontan und nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, sind die Aufstiegsmöglichkeiten unendlich.

Jobangebot Chicago

In puncto Mitarbeiterführung hat Christina Wiese einen wichtigen Tipp, den man unbedingt beachten sollte: „In Chicago spielen Gewerkschaften eine große Rolle, was eine etwas andere Mitarbeiterführung erfordert. Viele Regeln, zum Beispiel für Arbeitspläne, sind festgesetzt und können nicht ohne Weiteres geändert werden.“ Dafür seien der unermüdliche Optimismus und die Eigenschaft, die Dinge anzupacken, bei den Mitarbeitern beeindruckend. Amerikaner lieben das Leben und ihr Land. Sie arbeiten hart, um sich ein schönes Leben leisten zu können. Das ändert laut Wiese aber nichts an der Kontaktfreudigkeit der Kollegen: „Die Menschen in Chicago sind sehr freundlich und zugänglich, dies macht sich auch in der Zusammenarbeit mit den lokalen Mitarbeitern bemerkbar. Es ist eine sehr freundliche Stadt, die einem den Aufbau von Kontakten leicht macht.“ Das angenehme Lebensumfeld erleichtert den beinharten Berufsalltag immens, wer aber im Job dem teilweise eiskalten Karrieregegenwind nicht gewachsen ist, wird meist schnell verblasen.

Der Karrierecheck

Die wichtigsten Kriterien im Check
Das sollten Sie wissen, bevor Sie zu arbeiten beginnen.

Jobangebot

Schafft man die Hürde Visum, ist das Angebot groß. Die besten Hotelketten der Welt und absolute Spitzenrestaurants sind zu finden.

Karrierechancen

Chicago ist eine der führenden Destinationen in der internationalen Hotelbranche. Bei mehr als 700 Hotels findet man immer eine Möglichkeit aufzusteigen.

Arbeitsumfeld

Die Lebensqualität ist top und die Integration fällt leicht. Bekanntschaften sind aber meist oberflächlich. Man muss lernen, damit umzugehen.

Sprachbarrieren

Da in Chicago durch die Bank Englisch gesprochen wird, sollte man auf keinerlei Probleme stoßen. Flüssiges Englisch ist aber Pflicht!

Benefits

Es gibt teilweise Rentenversicherung, regelmäßig bezahlte Heimflüge und in den meisten Fällen auch eine Gesundheitsversicherung.

Gehalt

Das Gehalt ist anfangs meist niedriger als in Deutschland. Nach oben hin sind in weiterer Folge vor allem in Management-Positionen keinerlei Grenzen gesetzt.

Der Preis-Check

Das Wichtigste im Preis-Check

1 Tasse Kaffee: € 2.70

1 Tafel Schokolade: € 3

0,33 l Bier: € 4

1 l Benzin: € 0,78

1 Packung Zigaretten: € 8

Die besten Jobadressen

Hier finden Sie den Traumjob.
Tophäuser und Hotelketten

www.fairmont.com
www.fourpointschicago.com
www.hotelsaxchicago.com
www.parkchicago.hyatt.com
www.publichotels.com
www.sheratonchicago.com
www.trumphotelcollection.com/chicago
www.wchicago-lakeshore.com
www.westinchicago.com
www.blackrockcareers.com

American Dream

Kai Lermen

Der gebürtige Saarländer Kai Lermen ist Executive Chef im The Peninsula Chicago und zeichnet für die vier Restaurants des Hauses verantwortlich. Der spitzenkoch über den harten Berufsalltag, starke Konkurrenz und Produktvielfalt.

ROLLING PIN: Sie sind vor genau zehn Jahren nach Chicago gewechselt. Ist die Stadt rückblickend eine Reputation im Lebenslauf?

Kai Lermen: Unbedingt! Chicago ist bekannt dafür, dass wir die besten Hotels und die beste Restaurantszene der Welt haben. Nirgendwo sonst begegnen einem so interessante Konzepte, neue Produkte und erfolgversprechende Ideen wie hier. Das bedeutet, man muss immer am Puls der Zeit bleiben, verstehen, was am Markt los ist und was es Neues gibt. Unzählige neue Hotels und Restaurants eröffnen jeden Tag, da gilt es, seine Mitarbeiter motiviert und interessiert zu halten. Wer hier in dieser Weltmetropole besteht, muss sich in weiterer Folge keine Sorgen um seine Karriere machen.

RP: Ist das Jobangebot groß?

Lermen: Es ist vielleicht nicht mehr so groß wie vor fünf Jahren, aber es gibt immer noch tolle Chancen, eine große Karriere zu starten. Aber wie man weiß, muss man erst einmal die Hürde US-Visum schaffen. Weiters gilt zu beachten: Wer es in den Staaten schaffen möchte, der braucht auch Ellenbogen, denn die Konkurrenz ist hart und nicht immer zimperlich. Die Amerikaner schätzen den Wettkampf.

RP: Was sind die gravierendsten Unterschiede zwischen der amerikanischen und der heimischen Gastronomie?

Lermen: Der größte Unterschied ist wahrscheinlich das irrsinnig große internationale Angebot. Die Produktvariation hat keine Grenzen. Man bekommt alles, was das Herz begehrt. Aber auch im regionalen Bereich: Vor allem im Sommer gibt es eine riesige Auswahl an Gemüsen, Früchten, Milchprodukten, Fleisch und Fisch der umliegenden Bauern.

RP: Wie schwierig ist es, sich mit der amerikanischen Mentalität anzufreunden?

Lermen: Im Großen und Ganzen ist es ziemlich einfach. Die meisten lokalen Kollegen sind ausgesprochen nett und die Executive Chefs von den anderen Spitzenhotels arbeiten immer wieder zusammen und helfen auch gerne einmal aus, sollte man in eine Notlage kommen und etwas brauchen.

www.peninsula.com/chicago

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