Karriere in Mexiko

Ein schneller Aufstieg bei gekonnter Performance – damit punkten Expats in Mexikos Jobwelt! Die besten Tipps und Adressen für Ihren Erfolg.
November 13, 2015 | Fotos: One&Only Resorts, Mandarin Oriental, Starwood Hotels & Resorts, Helmut Lunghammer/ www.lunghammer.at, Fairmont Hotels & Resorts, beigestellt

Karriere in Mexiko
Life is hard, auch unter Palmen. Denn Mexiko hat in den letzten Jahren trotz durchschnittlichen 256 Sonnentagen aus touristischer Sicht eher im Regen gestanden. Drogenkartelle, Umweltkatastrophen und die Schweinegrippe taten der Beliebtheit nicht wirklich einen Gefallen und ließen die Belegungsraten in den Hotels von 80 auf 30 Prozent einbrechen.

Langsam zieht die Tourismuswirtschaft aber wieder an und steuerte 2010 immerhin 8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, also etwa 90 Millionen Euro, in den Landespot bei und sorgte so für 1,8 Millionen Arbeitsplätze. Einige davon sind in festen Händen von deutschsprachigen Expats, so wie die von Rudolf A. Gimmi, dem Director of Operations im „The Fairmont Mayakoba“ an der Playa del Carmen.

„Die Karrierechancen in Mexiko sind gerade auch für Expats aus Mitteleuropa sehr gut. Leider steht das Land noch immer im Ruf eines ‚Entwicklungslands‘ und so ist die Anzahl der Jobsuchenden geringer als die der angebotenen Jobs.“ Lars Garrido, ebenfalls als Director of Operations für Fairmont im „Acapulco Princess“ tätig, weiß um die stockende Nachfrage: „Die Zahl der Expats ist rückläufig, ihre Skills sind aber sehr gefragt. Bewerber aus Deutschland und Österreich haben hier sehr gute Chancen auf einen tollen Job.“ Wie fast überall, wo die Lohnnebenkosten gering und die Visabestimmungen hart sind, jedoch erst ab dem mittleren Management.

Karriere in Mexiko
Life is hard, auch unter Palmen. Denn Mexiko hat in den letzten Jahren trotz durchschnittlichen 256 Sonnentagen aus touristischer Sicht eher im Regen gestanden. Drogenkartelle, Umweltkatastrophen und die Schweinegrippe taten der Beliebtheit nicht wirklich einen Gefallen und ließen die Belegungsraten in den Hotels von 80 auf 30 Prozent einbrechen.

Langsam zieht die Tourismuswirtschaft aber wieder an und steuerte 2010 immerhin 8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, also etwa 90 Millionen Euro, in den Landespot bei und sorgte so für 1,8 Millionen Arbeitsplätze. Einige davon sind in festen Händen von deutschsprachigen Expats, so wie die von Rudolf A. Gimmi, dem Director of Operations im „The Fairmont Mayakoba“ an der Playa del Carmen.

„Die Karrierechancen in Mexiko sind gerade auch für Expats aus Mitteleuropa sehr gut. Leider steht das Land noch immer im Ruf eines ‚Entwicklungslands‘ und so ist die Anzahl der Jobsuchenden geringer als die der angebotenen Jobs.“ Lars Garrido, ebenfalls als Director of Operations für Fairmont im „Acapulco Princess“ tätig, weiß um die stockende Nachfrage: „Die Zahl der Expats ist rückläufig, ihre Skills sind aber sehr gefragt. Bewerber aus Deutschland und Österreich haben hier sehr gute Chancen auf einen tollen Job.“ Wie fast überall, wo die Lohnnebenkosten gering und die Visabestimmungen hart sind, jedoch erst ab dem mittleren Management.

Top-Aussichten liegen hier im Bereich der Roomsdevision, des F&B-Bereichs und eine Ebene höher als Directing Manager oder General Manager. Sofern man Spanisch sprechen kann.
Dieser Zusatz ist nicht nebensächlich. Englisch ist zwar die offizielle Amtsprache der meisten Hotelgruppen und in der Industrie sowieso obligatorisch, doch gibt es einen zwingenden Faktor, der das Sprechen von Spanisch zu einem Trigger fürs berufliche Überleben macht: die Zusammenarbeit mit den Locals. Diese sind hilfsbereit, lernbegierig, flexibel, aber auch stolz und haben eine wesentlich engere Beziehung zu ihren Vorgesetzten als bei Europäern üblich – und falls diese nicht die gleiche Sprache sprechen oder es nicht einmal versuchen, schlägt Herzlichkeit schnell in Gleichgültigkeit und Sturheit um – keine gute Basis für erfolgreiches Teamwork. Garrido, mittlerweile mexikanischer Staatsbürger mit gültigem Pass, erklärt: „Eine Sache, die Mexikaner gar nicht leiden können, ist, wenn sie das Gefühl haben, von oben herab behandelt zu werden. Ein Punkt auf der Liste ist daher, in ihrer Landessprache zu kommunizieren. Wer vor allem viel mit Linestaff zu tun hat, muss sich damit auseinandersetzen. Zu Beginn reichen 30 Prozent Können und 70 Prozent Willen.“

Womit man allerdings auch umgehen muss, ist eine gewisse legere Grundhaltung gegenüber Uhrzeiten und Terminfristen.
Der Wiener Richard Silvester, Executive Chef im „The Fairmont Mayakoba“, kennt das: „Vor allem bei Langzeitplänen muss man sehr flexibel sein. Wer sich hier versteift, wird nicht lange den Job in Mexiko machen, wer allerdings nicht hartnäckig genug ist, ebensowenig. Innerhalb von sechs Monaten trennt sich die Spreu vom Weizen.“ Garrido hat dafür einen sehr guten Vergleich: „Die Arbeit muss man sich wie ein großes Uhrwerk vorstellen, in dem die Zahnräder nicht ganz so schnell ineinandergreifen wie in Mitteleuropa, dafür aber öfter geschmiert werden müssen. In etwa dreimal so oft.“

Dafür ist die Arbeitszeit auch etwas länger. In Mexiko gibt es die 6-Tage-Woche bei einer ähnlichen Anzahl von Arbeitsstunden wie in Europa, Urlaub bekommt man je nach Anstellungsjahr. Im ersten sind es gerade einmal sechs Tage. Da aber Überstunden zu 100 Prozent bezahlt werden müssen, kann man bei schlau eingesetztem Zeitausgleich an die vier Wochen am türkischen Meer plantschen und unter den Palmen Siesta halten.

Finanziell ist man in Mexiko als Expat gut aufgehoben, die Gehälter entsprechen dem nordamerikanischen Standard, so verdient ein GM um die 160.000 Euro netto im Jahr und ein Executive Front Office-Job bringt um die 2000 Euro netto im Monat.

Wer also nun in Mexiko im Job durchstarten möchte, findet die besten Voraussetzungen. Denn die Sonne scheint dem Land und den Expats. Darauf einen Tequila!

Der Karrierecheck

Die wichtigsten Kriterien im Check
Das sollten Sie wissen, bevor Sie zu arbeiten beginnen.

Jobangebot

In den Touristengebieten sehr gut. Neue Bauprojekte und der gute Ruf der europäischen Ausbildung öffnen die Türen.

Benefits

Der Expatstatus geht langsam verloren, die Benefits bleiben aber generell vorhanden: Kost, Logis, höhere Gehälter.

Karrierechancen

Der Aufstieg kann rascher geschehen als in Mitteleuropa, wenn man im mittleren Management einsteigt. Beginnt man im Top-Management, ist der Aufstieg meist durch einen Job-Wechsel bedingt.

Arbeitszeiten

An die 6-Tage-Woche muss man sich gewöhnen, an die sechs Tage Urlaub im ersten Jahr ebenso. Wer aber seine Überstunden klug einteilt, kommt auf bis zu vier Wochen bezahlten Urlaub im Jahr.

Arbeitsumfeld

Die Familie heißt Sie willkommen. Mexikaner sind höfliche und gastfreundliche Menschen, die jeden, der nicht die Mentalität eines kalten Stockfisches besitzt, gerne in ihre Mitte aufnehmen.

Gehalt

Man kann in derselben Position bis zu doppelt so viel verdienen. Salud!

Die besten Jobadressen

Hier finden Sie den Traumjob.Tophäuser und Hotelkettenwww.barcelo.comwww.cabosurfhotel.comwww.capellahotels.comwww.epoquehotels.comwww.excellence-resorts.comwww.fairmont.comwww.fourseasons.comwww.hyatt.comwww.ichotelsgroup.comwww.mandarinoriental.comwww.maromahotel.comwww.mandarinoriental.comwww.marriott.comwww.meliacaboreal.comwww.oneandonlyresorts.comwww.rancholapuerta.comwww.ritzcarlton.comwww.rosewoodhotels.comwww.royalhideaway.comwww.slh.comwww.spasofamerica.comwww.starwoodhotels.comwww.suncabo.com

„Offen denken und richtig anpacken“

Ein schneller Aufstieg ist bei gekonnter Performance möglich.

Alexander Theil Zur Person

Alexander Theil
Executive Chef, One&Only Palmilla

Der Österreicher war gerade Sous Chef im „Cafe Gray“ in New York, als Charly Trotter ihn in sein Restaurant „C“ nach Mexiko geholt hat. Heute leitet Theil das einzige Vongerichten-Outlet und vier weitere Labels im „One&Only Palmilla“.

Der Sonne entgegen

In Los Cabos machen George Clooney, Eva Longoria & Co dort Urlaub, wo Alex Theil kocht. Seit 2005 arbeitet der Österreicher als Executive Chef in Mexiko und hat im „One&Only Palmilla“ sein berufliches Eldorado gefunden. Was den Job so glänzend macht und ob es eine andere Seite der Medaille gibt – hier Alex Theils Insidertipps.

ROLLING PIN: Mexiko vs. Mitteleuropa. Was sind für Sie die signifikantesten Unterschiede im operativen Teil des Jobs?

Alex Theil: Neben den Fähigkeiten eines Koches ist der Umgang mit Menschen noch wichtiger. Gute Kommunikationsfähigkeit in Spanisch und Englisch, Handschlagqualität und „showing by doing“ haben mir bis jetzt immer geholfen, meine Mitarbeiter zu motivieren. Dabei ist es egal, wie gut vorgeplant wird, denn es lauern immer Überraschungen. Eine Grundvoraussetzung ist, auf alles gefasst zu sein und improvisieren zu können.

RP: Sind es also diese Fähigkeiten, die die Human Ressources Manager bei deutschprachigen Expats überzeugen?

Theil: Da in Amerika die meisten Chefs nach ihrer „culinary school education“ sofort in Senior-Positionen einsteigen, habe ich beobachtet, dass europäische Kräfte sehr beliebt sind, weil sie durch ihre duale Ausbildung Theorie sowie Praxis beherrschen und auch richtig Hand anlegen können. Ich glaube, dass wir auch aufgrund unserer allgemein guten Einstellung sogar etwas offener und anpassungsfähiger sind als etwa Amerikaner. Womit man punktet, sind definitiv Genauigkeit, Verlässlichkeit und eine strikte, aber nicht strenge Art.

RP: Wie kann man das verstehen?

Theil: Mexikaner sind sehr warmherzige und besonders freundliche, fröhliche und höfliche Menschen. Man kann sich jedoch Respekt nicht erkaufen und erhält ihn schon gar nicht mit einem Jobtitel. Meine Mitarbeiter sind sehr wissensdurstig, hilfsbereit und fleißig. Sie wissen es sehr zu schätzen, wenn man ihnen etwas beibringt oder Neues zeigt. Mexikaner sind jedoch auch sehr stolz und gefühlvoll. Man würde mit einem sehr strengen Führungsstil und lauten Kommandos in der Küche nicht sehr weit kommen.

RP: Wie weit kann man es als Expat in den Tourismusgebieten Mexikos bringen?

Theil: Ich denke, dass die Karrierechancen für Europäer sehr gut sind. Los Cabos ist nach wie vor Luxus-Destination für reiche Amerikaner und immer noch sehr im Kommen. Es werden viele Hotels gebaut, was allerdings auch dazu führt, dass die Konkurrenz immer größer wird. Einige meiner europäischen Kollegen haben sogar den Sprung gewagt, sich selbstständig zu machen und sind sehr erfolgreich. Die Produkte sind hier exzellent, das Personal kostengünstig und es gilt noch viele Marktlücken zu schließen. Ein schneller Aufstieg bei gekonnter Performance ist durchaus möglich.

RP: Haben Sie Tipps für den Einstieg?

Theil: Jobs findet man vom Ausland aus am einfachsten. Meinem ersten Sous Chef im „One&Only“ habe ich den Tipp gegeben, eine Badehose und den Messerkoffer mitzunehmen, denn mehr braucht man hier nicht. Ich bin gerne bei Vermittlungen behilflich, falls jemand sein Glück in dieser Gegend versuchen möchte. CVs gebe ich an zuständige Kollegen weiter, sobald sich eine Stelle anbietet.

Kontakt

One&Only Palmilla

Km 7.5 Carretera Transpeninsular

San Jose Del Cabo

BCS, CP 23400 Mexico

Tel.: +52 (0) 624/146 70 00

palmilla@oneandonlyresorts.com

www.alextheil.com

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