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Bangkok gilt als härtestes Pflaster Asiens. Wie sie sich im thailändischen Melting-Spot am besten durchsetzen und wo der große Erfolg wartet.
November 13, 2015 | Fotos: Banyan Tree Hotel Bangkok, Mandarin Oriental in Bangkok, Le Méridien Bangkok, Centara Grand Hotel und Bangkok Convention Centre, Four Seasons Hotels Bangkok

thailändischen Melting-Spot
Touristenrekord trotz Naturkatastrophe: Obwohl Thailand 2011 die schwerste Flut seit einem halben Jahrhundert ertragen musste und politische Unruhen das Land erschüttert haben, kamen im Vorjahr so viele ausländische Gäste wie noch nie. Laut Tourismusministerium waren es mehr als 19 Millionen Urlauber gegenüber rund 16 Millionen im Jahr 2010. Nicht umsonst wurde auf der diesjährigen ITB in Berlin Thailand zum beliebtesten Reiseziel Asiens für das Jahr 2012 ausgezeichnet. Vor allem Bangkok boomt. Spitzenhotels wie das Mandarin Oriental Bangkok und das Peninsula Bangkok wurden auf der ITB erneut als beste Hotels in Asien ausgezeichnet.

Der Konkurrenzkampf in der thailändischen Hauptstadt ist deshalb enorm. Holger Schroth ist seit Semptember 2010 als General Manager im Siam Kempinski Hotel in Bangkok tätig und muss sich für den wirtschaftlichen Erfolg einiges einfallen lassen: „Bangkok bietet eine besonders vielfältige Hotelwelt und der Wettbewerb unter den Hoteliers ist extrem hoch. Alle bekannten und namhaften 5-Sterne-Hotels sind hier vertreten. Man muss sich also immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um auf sich aufmerksam zu machen. Bei uns gibt es zum Beispiel den direkten Zugang vom Zimmer zum privaten Pool. Ohne kreative Ideen in sämtlichen Bereichen geht hier eigentlich gar nichts.“

Der Wettbewerb unter den Hoteliers in Bangkok ist extrem hoch.

Holger Schroth, Manager des Siam Kempinski Hotel Bangkok

thailändischer Melting-Spot
Touristenrekord trotz Naturkatastrophe: Obwohl Thailand 2011 die schwerste Flut seit einem halben Jahrhundert ertragen musste und politische Unruhen das Land erschüttert haben, kamen im Vorjahr so viele ausländische Gäste wie noch nie. Laut Tourismusministerium waren es mehr als 19 Millionen Urlauber gegenüber rund 16 Millionen im Jahr 2010. Nicht umsonst wurde auf der diesjährigen ITB in Berlin Thailand zum beliebtesten Reiseziel Asiens für das Jahr 2012 ausgezeichnet. Vor allem Bangkok boomt. Spitzenhotels wie das Mandarin Oriental Bangkok und das Peninsula Bangkok wurden auf der ITB erneut als beste Hotels in Asien ausgezeichnet.

Der Konkurrenzkampf in der thailändischen Hauptstadt ist deshalb enorm. Holger Schroth ist seit Semptember 2010 als General Manager im Siam Kempinski Hotel in Bangkok tätig und muss sich für den wirtschaftlichen Erfolg einiges einfallen lassen: „Bangkok bietet eine besonders vielfältige Hotelwelt und der Wettbewerb unter den Hoteliers ist extrem hoch. Alle bekannten und namhaften 5-Sterne-Hotels sind hier vertreten. Man muss sich also immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um auf sich aufmerksam zu machen. Bei uns gibt es zum Beispiel den direkten Zugang vom Zimmer zum privaten Pool. Ohne kreative Ideen in sämtlichen Bereichen geht hier eigentlich gar nichts.“

Der Wettbewerb unter den Hoteliers in Bangkok ist extrem hoch.

Holger Schroth, Manager des Siam Kempinski Hotel Bangkok

Die Karrierechancen in Bangkok sind laut Schroth sehr gut. Insbesondere für Mitarbeiter mit einer europäischen Hotelausbildung oder einem Hotelmanagement-Studium an einer europäischen Hotelfachschule. Sie sind in Thailand sehr gefragt und können somit die Karriereleiter zügig erklimmen. Um in Bangkok arbeiten zu dürfen, benötigt man jedoch eine Arbeitserlaubnis, die allerdings erst für Positionen ab Abteilungsleiter-Ebene ausgestellt wird. Voraussetzung hierfür ist, dass man nachweisbar über eine höhere Qualifikation verfügt als ein inländischer Kandidat. Traditionell sind die Position des Hoteldirektors, des stellvertretenden Direktors und des F&B-Direktors mit Ausländern besetzt. Auch Management-Trainees sind in thailändischen Hotels gern gesehen. Sie erhalten in der Regel eine Arbeitserlaubnis für ein halbes Jahr, die um ein weiteres halbes Jahr verlängert werden kann.

Was die Sprachkenntnisse betrifft, ist Englisch absolut ausreichend, wobei es natürlich hilfreich ist, zumindest einige Kenntnisse der thailändischen Sprache zu besitzen. Samir R. Wildemann, General Manager im The Okura Prestige Bangkok, lebt und arbeitet seit über 30 Jahren in Asien und sieht die Isoliertheit von den Locals eher pragmatisch: „Wie häufig im Ausland: Die besten Beziehungen hat man immer zu anderen Expats. Der Kontakt mit lokalen Mitarbeitern bleibt freundlich, aber meist oberflächlich und es bilden sich selten enge Freundschaften. In Ländern, wo kulturelle Unterschiede zu uns geringer sind, wie etwa in Hongkong oder Singapur, ist der Kontakt viel einfacher.“

Laut Wildemann sind die Gehälter häufig besser als jene, die für die gleiche Position in Europa angeboten werden. Hinzu kommt auch noch, dass das Leben hier entsprechend günstiger ist. Louisa Henatsch aus Köln ist Front-Office-Managerin im Siam Kempinski Hotel Bangkok und vor allem von den Freizeitmöglichkeiten begeistert: „Ich verbringe viel Zeit im Hotel, trotzdem bleibt genug Freizeit, um Bangkok zu erkunden und die Kultur kennenzulernen. Manchmal vermisse ich die Natur und etwas Ruhe. In Bangkok herrschen immer Trubel und ein hoher Geräuschpegel. Außerdem kann einem die Schwüle wirklich zu schaffen machen.“ Wer sich jedoch auf die klimatische und hektische Lebensveränderung rasch einstellen kann, wird in der Hauptstadt des thailändischen Königreichs rasch Karriere machen.

Der Karrierecheck

Die wichtigsten Kriterien im Check
Das sollten Sie wissen, bevor Sie zu arbeiten beginnen.

Jobangebot

Vor allem für Köche ist das Angebot sehr gut. Küchenchef-Positionen werden aber immer nur gelegentlich frei. Lokale Arbeitskräfte haben immer Vorrang.

Sprachbarrieren

Englisch reicht. Wenn man sich jedoch etwas dahinterklemmt, kann man bereits nach vier Wochen einem thailändischen Gespräch folgen.

Karrierechancen

Eine Empfehlung für den Lebenslauf. Wichtig ist es, die Dynamik eines Teams zu verstehen. Dann ist nach oben hin alles möglich!

Benefits

Die Gehälter sind annähernd steuerfrei und jedes Hotel hat eine eigene Krankenversicherung für die Mitarbeiter. Auch Wohnungen und Flüge sind teilweise dabei.

Arbeitsumfeld

Thais sind immer ausgesprochen freundlich und lächeln eigentlich immer. In manchen Situationen ist dies für Europäer etwas ungewöhnlich.

Gehalt

Zwischen 3000 und 5000 Euro netto. Die Lebenshaltungskosten sind jedoch niedriger als in Europa, sodass am Monatsende eine tolle Summe über bleibt.
www.centarahotelsresorts.com

kulinarische Globetrotter
Paul Höps

Kulinarischer Globetrotter

Rotterdam, Brüssel, Johannesburg, Kairo oder Cairns: Nach unzähligen Stationen rund um den Erdball ist Paul Höps nun in Bangkok gelandet. Der mit allen Wassern gewaschene 54-jährige Deutsche über wenig Schlaf, teure Produktvielfalt und wie man mit der Konkurrenz in der Millionenmetropole fertig wird.

ROLLING PIN: Sie sind als Executive Chef für die gesamte kulinarische Organisation des Centara Grand Hotel und Bangkok Convention Centre verantwortlich. Kommen Sie überhaupt zum Schlafen?

Paul Höps: Meistens arbeite ich zehn bis zwölf Stunden am Tag, von acht bis 20 Uhr. Selbstverständlich auch länger, wenn das Geschäft es eben erfordert. Ein- bis zweimal im Monat sind es auch sechs Tage die Woche.

RP: Dafür dürfte es sich aber bestimmt finanziell lohnen. Wie viel kann man in Ihrer Position in Bangkok verdienen?

Höps: Je nach Hotel kann man zwischen 50.000 und 60.000 Euro netto im Jahr verdienen. Ob das Gehalt jedoch als angemessen erscheint, hängt immer vom Gesamtpaket ab. Wenn man etwa Kinder hat, muss man bedenken, dies mitbezahlt zu bekommen, denn internationale Schulen sind hier sehr teuer. Auch sollte man, wenn irgendwie möglich, eine Wohnung dazuverhandeln, da die Mieten hoch sind.

RP: Wie schafft man eigentlich den Sprung zum Top-Hotel?

Höps: Ich empfehle jungen Köchen immer, sich schon als Commis in guten Hotels zu bewerben. Dann sollte man natürlich unbedingt viel Interesse und Engagement zeigen, nicht nur auf die Uhr schauen und allzu schnell wieder das Unternehmen wechseln. In jungen Jahren ist es wichtig, mindestens ein Jahr eine Position zu besetzen, ab dem Chef de Partie sieht man in tollen Häusern schon lieber zwei Jahre im Lebenslauf. Es ist dann nämlich auch oft einfacher, innerhalb eines Hotels zur nächsten Stufe befördert zu werden. Wenn das aber nicht nach angemessener Zeit erfolgt, sollte man auch keine Angst haben zu wechseln.

RP: Worauf muss man achten, um in Bangkok beruflich erfolgreich zu sein?

Höps: Wie überall auf der Welt sind Toleranz und Respekt wichtig. Außerdem bedarf es Geduld und eines permanenten Follow-ups. Da es in der Millionenmetropole ein internationales Hotel neben dem anderen gibt, braucht man ein ausführliches Repertoire an Ideen und Rezepten, um immer wieder etwas Neues bringen zu können. Mein Motto hier lautet auch immer: Verlange nie etwas, das du selbst nicht machen würdest oder tust. Man sollte immer einen Mix aus Menschenführung, Respekt, Freundlichkeit und auch Autorität bewahren.

RP: Gestaltet es sich eigentlich schwierig, als Küchenchef in Bangkok zu tollen Produkten zu kommen?

Höps: Wir haben hier ein unheimlich großes Angebot an Produkten aus aller Welt. Es ist jedoch wie immer nur eine Frage des Geldes. Wein zum Beispiel wird sehr hoch versteuert. Wo möglich, versucht man deshalb, lokale Produkte zu benutzen, aber das ist leider nicht in allen Kategorien möglich oder bevorzugt.

RP: Und was sind letztendlich die gravierendsten Unterschiede zwischen der thailändischen und der heimischen Gastronomie?

Höps: Durch die billigeren Arbeitskräfte hat man in Thailand natürlich viel mehr Personal, aber nicht unbedingt eine höhere Produktivität. Der Gast in Bangkok erwartet zudem generell, dass er einen Discount oder Rabatt bekommt. Was ich jedoch am allermeisten bewundere, ist, wie Thai-Mitarbeiter sich selbst nur unscheinbar organisieren und am Ende des Tages dann doch fertig werden. Und das zur richtigen Zeit und ganz ohne Panik.

Die besten Jobadressen in Bangkok

Die besten Jobadressen

Hier finden Sie den Traumjob.

Tophäuser und Hotelketten
www.banyantree.com/en/bangkok
www.fourseasons.com/bangkok
www.kempinski.com/de/bangkok
www.lemeridien.com/bangkok
www.plazaatheneebangkok.com
www.mandarinoriental.com/bangkok
www.okurabangkok.com
www.stregis.com/bangkok
www.westingrandesukhumvit.com

www.blackrockcareers.com

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