Kochen hat Zukunft. Alles Für den schönsten Beruf der Welt

Der Verband der Köche Österreichs VKÖ hat sich inhaltlich und personell neu aufgestellt und wird 2015 einiges bewegen.
November 13, 2015

 Köche Österreichs VKÖ Foto: beigestellt

Ein Verband im Aufbruch

Seit 2014 steht Alois Gasser als Präsident an der Spitze des Verbandes. Sein Ziel: Das Image und die Strukturen der Standesvertretung der Köche neu beleben.

Was ist Ihre Mission als Präsident des VKÖ?
Alois Gasser: Ich will mich für den schönsten Beruf der Welt starkmachen unter dem Motto „Kochen hat Zukunft“. Der Kochberuf steht gerade vor enormen Herausforderungen, bei 33 Prozent weniger Lehrlingen müssen wir uns überlegen, wo der Weg in der Zukunft hingeht, wie wir als Verband und Standesvertretung den Beruf des Koches stärken und fördern können. Noch nie hat Routine Berge versetzt!

Wie wollen Sie das Berufsimage aufpolieren?
Gasser: Wir wollen uns verstärkt für junge Menschen und für eine zeitgemäße Ausbildung einsetzen, damit wieder mehr Motivation für den Beruf Koch gegeben ist. Denn es ist heutzutage nicht nur schwer, sie dafür zu begeistern, auch die Drop-out-Rate während der Ausbildung ist hoch, was vor allem an den ungeregelten Arbeitszeiten, der unangemessenen Bezahlung im Verhältnis zu den Anforderungen und an der geringen Wertschätzung liegt. Das ist ein Kreislauf und den müssen wir durchbrechen. Wertschätzung bringt Wertschöpfung!

Ist das Jugendnationalteam des VKÖ ein Schritt in diese Richtung?
Gasser: Genau, damit wollen wir zeigen, welches Potenzial in der Jugend steckt und durch Motivation gefördert wird. Die Weltmeisterschaft im November 2014 in Luxemburg, der Culinary World Cup, war schon ein voller Erfolg. Unser neu formiertes Jugendnationalteam schaffte es auf Anhieb von null auf Platz sechs der besten Teams der Welt. Unser nächstes großes Ziel ist das Projekt 2016: die IKA Olympiade der Köche in Erfurt, die nur alle vier Jahre stattfindet mit Teilnehmern aus über 45 Nationen. Da wollen wir Österreich als kulinarisches Tourismusland in die Medaillenränge kochen. Denn Enthusiasmus schafft zusätzliche Energie und Innovation!

Welche neuen Impulse setzt der VKÖ?
Gasser: Wir gehen weg vom angestaubten Image des VKÖ und haben 2014 ganz gezielt an unserem Außenauftritt gearbeitet mit unserer neuen VKÖ-Homepage, der facebook-Seite dem Verbandsmagazin und wir stellen uns auch aktuellen Themen. Der erste Eindruck beeinflusst.

Auf welchen Themen liegt der Fokus des VKÖ neben der Nachwuchsförderung?
Gasser: Weiterbildung aller Kolleginnen und Kollegen ist ein großes Thema, einmal durch Beratung und Vernetzung, aber auch durch Kurse und Seminare. Da stehen demnächst etwa Veranstaltungen wie Food Pairing oder Sous-vide auf dem Programm. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe, unsere Mitglieder allgemein für Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung mit hochwertigen Produkten zu sensibilisieren und auf Qualität zu setzen – ohne Wenn und Aber. Als fachkulturelle Vereinigung engagieren wir uns für alle Köchinnen und Köche in Österreich und setzen uns ein für mehr Genuss, Geschmack, Gesundheit und Gemeinschaft. Neben unseren 1300 Mitgliedern wollen wir natürlich noch mehr Köche für unsere Arbeit begeistern.

Welche Strategie fahren Sie dafür?
Gasser: Im Frühjahr starten wir eine Imagekampagne, unterstützt durch meine Vizepräsidenten Mike Pansi und Helmut Deutsch. Sie stellt unsere Heimat –
Österreich als Land – in den Mittelpunkt mit all seinem kulinarischen Potenzial und seiner großartigen Infrastruktur. Da nahmen etwa die Italiener eine Vorreiterrolle ein. Südtirol könnte als Vorbild dienen, wenn es darum geht, Heimat auf den Teller zu bringen. Das können wir auch. Aber mehr will ich nicht verraten, da planen wir noch einiges. Alles steht unter dem Motto: Essen ist die Jagd nach Geschmackserlebnissen!

VKÖ – weitere Infos:
www.vko.at

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