Le Marrakech: Die Familie Wellenkamp/Többen bringt Marokko nach Hamburg

Marokko Mitten in Hamburg: Im Le Marrakech speist man wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Und wem das Interieur gefällt, der kann vieles auch mit nach Hause nehmen.
November 2, 2018 | Text: Andrea Böhm | Fotos: Claudio Martinuzzi

Es kommt einer Verwandlung gleich: Man ist in Hamburg, betritt durch eine Tür das Le Marrakech und findet sich inmitten der Medina, der „Perle des Südens“, wieder. Auch so kann man sich, ohne aufwendiges Kofferpacken und von A nach B zu fliegen, für ein paar Stunden wie in einem fernen, orientalischen Land fühlen. Sozusagen ein Mini-Urlaub und – ganz ehrlich: „Was gibt es Schöneres als Urlaub?“, wie auch Kristin Wellenkamp, eine von zwei Töchtern des Familienunternehmens, feststellt.
Und sie findet auch noch weitere Pluspunkte: „Wir freuen uns, wenn die Hamburger ihre manchmal etwas steife Art vor der Tür lassen, hier drinnen mit uns aufgehen und einen ausgelassenen Abend haben.“ Die Familie, das sind Papa Hans Többen, Mama Kirsten Wellenkamp sowie die beiden Töchter Verena und Kristin Wellenkamp, hat mitten in Hamburg eine Oase geschaffen mit der Idee dahinter, Gäste den Alltagsstress einmal vergessen zu lassen, einzutauchen in eine ganz eigene Welt und wer möchte, kann sogar mit dem einen oder anderen Möbelstück, mit Fliesen oder Accessoires à la 1001 Nacht nach Hause gehen.
Kirsten und Verena Wellenkamp
Mama Kirsten und Tochter Verena Wellenkamp lieben ihr marokkanisches Ambiente und sind Gastgeber mit Leib und Seele.
Die Idee wird Wirklichkeit Begonnen hat alles mit Geschenken von Freunden und der daraus entstandenen Liebe zu diesem afrikanischen Land. Die beste Freundin von Kirsten heiratete einen Marokkaner und dieser brachte als Geschenk marokkanische Töpferware mit. Hans war von diesem Mitbringsel gar nicht angetan, dafür aber Bekannte und Freunde umso mehr. Was wiederum das Interesse von Hans weckte, wo denn diese Ware gefertigt würde und wie man denn damit Handel betreiben könne.
So flog er zum ersten Mal nach Marokko, knüpfte die ersten Kontakte und importierte die ersten Waren. Dies führte zur Eröffnung von Le Marrakech im Jahr 1994. Doch auch wenn es märchenhaft klingt, der Weg dorthin war steinig und schwer. „Angefangen haben meine Eltern in einer Wäscherei in Winterhude“, erzählt Kristin. Das war auch die Zeit, wo am Ende des Tages Verluste geschrieben wurden, was jedoch die beiden Idealisten nicht entmutigte. Und recht hatten sie.

Es kommt einer Verwandlung gleich: Man ist in Hamburg, betritt durch eine Tür das Le Marrakech und findet sich inmitten der Medina, der „Perle des Südens“, wieder. Auch so kann man sich, ohne aufwendiges Kofferpacken und von A nach B zu fliegen, für ein paar Stunden wie in einem fernen, orientalischen Land fühlen. Sozusagen ein Mini-Urlaub und – ganz ehrlich: „Was gibt es Schöneres als Urlaub?“, wie auch Kristin Wellenkamp, eine von zwei Töchtern des Familienunternehmens, feststellt.
Und sie findet auch noch weitere Pluspunkte: „Wir freuen uns, wenn die Hamburger ihre manchmal etwas steife Art vor der Tür lassen, hier drinnen mit uns aufgehen und einen ausgelassenen Abend haben.“ Die Familie, das sind Papa Hans Többen, Mama Kirsten Wellenkamp sowie die beiden Töchter Verena und Kristin Wellenkamp, hat mitten in Hamburg eine Oase geschaffen mit der Idee dahinter, Gäste den Alltagsstress einmal vergessen zu lassen, einzutauchen in eine ganz eigene Welt und wer möchte, kann sogar mit dem einen oder anderen Möbelstück, mit Fliesen oder Accessoires à la 1001 Nacht nach Hause gehen.
Kirsten und Verena Wellenkamp
Mama Kirsten und Tochter Verena Wellenkamp lieben ihr marokkanisches Ambiente und sind Gastgeber mit Leib und Seele.
Die Idee wird Wirklichkeit Begonnen hat alles mit Geschenken von Freunden und der daraus entstandenen Liebe zu diesem afrikanischen Land. Die beste Freundin von Kirsten heiratete einen Marokkaner und dieser brachte als Geschenk marokkanische Töpferware mit. Hans war von diesem Mitbringsel gar nicht angetan, dafür aber Bekannte und Freunde umso mehr. Was wiederum das Interesse von Hans weckte, wo denn diese Ware gefertigt würde und wie man denn damit Handel betreiben könne.
So flog er zum ersten Mal nach Marokko, knüpfte die ersten Kontakte und importierte die ersten Waren. Dies führte zur Eröffnung von Le Marrakech im Jahr 1994. Doch auch wenn es märchenhaft klingt, der Weg dorthin war steinig und schwer. „Angefangen haben meine Eltern in einer Wäscherei in Winterhude“, erzählt Kristin. Das war auch die Zeit, wo am Ende des Tages Verluste geschrieben wurden, was jedoch die beiden Idealisten nicht entmutigte. Und recht hatten sie.
Wir freuen uns, wenn die Hamburger ihre etwas steife Art vor der Tür lassen.
Kristin Wellenkamp begrüßt die Verwandlung

Die Fläche wurde bald zu klein und fünf Jahre später sahen sie in der heutigen Location im Kellerbleek mit einer Größe von über 1500 Quadratmetern die Chance zur Vergrößerung. „In diesem abgelegenen Industriegebiet gaben uns die Leute kein Jahr zum Überleben“, berichtet Kristin und fügt freudestrahlend hinzu: „Aber siehe da: Wir sind jetzt schon seit fast 20 Jahren an diesem Standort.“

Perfekte Kombination der Generationen

Der Handel funktionierte also gut, um die Kunden bei Laune zu halten, gab es anfänglich eine kleine Kundenbewirtung, woraus im Jahr 2002 ein richtiges Restaurant mit über 300 Sitzplätzen entstanden ist. Zum Team zählen knapp 30 Mitarbeiter plus Hans und Kirsten und später kamen auch die Töchter hinzu. „Schon als Kinder haben wir es geliebt, nach Marokko zu reisen, und schnell war klar, dass wir den Traum unserer Eltern unbedingt bewahren möchten“, erzählt die jüngere der beiden, Kristin.
Im Le Marrakech kann man Interieur, das einem gefällt, auch kaufen und mit nach Hause nehmen
Im Le Marrakech kann man Interieur, das einem gefällt, auch kaufen und mit nach Hause nehmen.
„Die lange Erfahrung unserer Eltern, die immer noch 24/7 im Geschäft sind, und der frische Wind einer jüngeren Generation ergeben die perfekte Kombination.“ Und so hat jeder seine Aufgabe im Unternehmen. Papa Hans Többen ist verantwortlich für das Architektonische im Haus und baut mit seinen 69 Jahren fast alles selbst. Außerdem kümmert er sich hauptsächlich um die Reisen nach Marokko. „In Marrakesch kennt er sich mittlerweile besser aus als mancher Einheimische“, fügt die Tochter lachend an.
Mama Kirsten scheint ein Allroundtalent zu sein, sie kümmert sich sowohl um wunderschöne Blumenarrangements als auch um die Feinabstimmung in der Küche. „Am meisten schätzen unsere Kunden aber die durchaus auch mal längeren Pläuschchen mit ihr“, so Kristin und kommt letztendlich auf den eigenen Part: „Wir Töchter kümmern uns hauptsächlich um die Reservierungen, Feiern, den Internetauftritt und die Dekoration.“ Hammerbuffet Das Le Marrakech ist also Essen, Handwerkskunst, Musik, Tanz … Alles auf einmal.
Würden wir eine Kamera bei uns laufen lasse, hättet ihr auf jeden Fall etwas zu lachen.
Kristin Wellenkamp geht nicht ins Detail

Ein Ort mitten in Hamburg, wo man Marokko mit allen Sinnen erleben kann. „Wir haben die Altstadt von Marrakesch, die Medina, inklusive der Stadtmauern, hier bei uns in Hamburg nachgebaut. Der Souk, also der Bazar der Medina, diente als Vorbild für den Shop und in jeder Ecke gibt es was zu entdecken: Lampen, Tische, Kissen bis hin zu marokkanischen Fliesen und vielen Wohnaccessoires. Beim Essen hat man die Wahl zwischen Buffet und à la carte, wo man aus traditionellen Tontöpfen speist.
Unter der Woche ist das Le Marrakech mit seinem à-la-carte-Angebot gut gebucht, Spontane finden jedoch auch noch einen Platz. „Aber unser Buffet am Wochenende ist einfach unschlagbar. Wir bieten eine üppige Vielfalt mit über 50 verschiedenen orientalischen Speisen“, erklärt Kristin Wellenkamp. „Später gibt es dann auch noch ein Dessertbuffet, das eine Länge von zwölf Metern hat.“

Diese Abende, Oriental Nights genannt, werden immer abgerundet von einem Bauchtanz, bei dem am Ende keiner sitzen bleibt – auch wenn er sich fast nicht mehr rühren kann. „Die Oriental Night ist gerne mal zwei bis drei Wochen im Voraus ausgebucht“, wird erzählt und das, obwohl bei einer Themennacht rund 300 Menschen anwesend sind. Die Gäste sind bunt gemixt und hie und da mischen sich auch einmal echte Marokkaner darunter, die das Restaurant natürlich sehr kritisch unter die Lupe nehmen.
„Letztendlich konnten wir fast alle überzeugen und oft kriegen wir dann zu hören: Schmeckt so gut wie bei der Mama. Das freut uns natürlich sehr“, erzählt Kristin Wellenkamp. Storys über die Gäste im Le Marrakech gibt es sicher viele. Doch was das betrifft, hält sich die Familie bedeckt, frei nach dem Las-Vegas-Motto: Was im Le Marrakech passiert, bleibt im Le Marrakech. Ein bisschen neugierig wird man schon, wenn die Tochter sagt: „Würde man eine Kamera bei uns laufen lassen, hättet ihr auf jeden Fall etwas zu lachen.“
Und dann muss Kristin Wellenkamp selbst über ihren nächsten Einfall lachen: „Vielleicht machen wir ja irgendwann eine Le-Marrakech-Reality-Show.“
www.le-marrakech.squarespace.com

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