Miami Nice

Touristische Rekordumsätze und ein Beach-Lifestyle, der den Jetset anzieht und Ihre Karriere boostet. Wie Sie sich in der Jobmetropole im Erfolg sonnen.
November 13, 2015 | Fotos: Shuttertsock, Mandarin Oriental Miami, Starwood/Four Points by Sheraton Miami Beach, Intercontinental Miami, The Setai, The Villa by Barton G.

Miami Nice

Amerika: das Land der Superlativen. Miami: die Tourismusregion der Super-Rekorde. Die Industrie im Großraum Miami meldet für das zurückliegende Jahr touristische Traumzahlen: Insgesamt 13,4 Millionen Besucher (+6,7 Prozent), darunter 6,5 Millionen aus dem Ausland, reisten 2011 nach Miami. Der aus Thüringen stammende Sebastian Grygier ist F&B-Manager im The Setai Hotel Miami Beach. Die aktuellen Statistiken erlebt er hautnah: „Miami ist eine leistungswillige Destination, die neben der enormen Gästeschar auch immer mehr die Luxus-Hotelgruppen anzieht. Zugleich finden auch Sterneköche Miami mittlerweile interessant und eröffnen Restaurants in den führenden Hotels. Jedoch noch nicht im gleichen Ausmaß, wie das etwa in London, New York, Berlin oder Singapur der Fall ist.“

Dafür findet man in Miami ganzjährig warmes Klima und zum grandiosen Badehosen-Feeling gesellen sich laut dem 29-jährigen F&B-Experten erfreulicherweise auch grandiose Aufstiegsmöglichkeiten: „Tolle Mitarbeiter werden immer gesucht. Wenn man die richtige Einstellung mit sich bringt, stehen die Chancen auf einen schnellen Aufstieg gut. Ich selbst hatte hier im Setai als F&B-Management-Trainee angefangen und bin dann nach knapp zwei Jahren zum F&B-Manager aufgestiegen.“ Neue Jobs für Fachkräfte mit Deutschkenntnissen beziehungweise Vertrautheit mit deutschen Kundenwünschen gibt es derzeit also en masse. Jedoch ein anfänglicher Wermutstropfen:…

Miami Nice

Amerika: das Land der Superlativen. Miami: die Tourismusregion der Super-Rekorde. Die Industrie im Großraum Miami meldet für das zurückliegende Jahr touristische Traumzahlen: Insgesamt 13,4 Millionen Besucher (+6,7 Prozent), darunter 6,5 Millionen aus dem Ausland, reisten 2011 nach Miami. Der aus Thüringen stammende Sebastian Grygier ist F&B-Manager im The Setai Hotel Miami Beach. Die aktuellen Statistiken erlebt er hautnah: „Miami ist eine leistungswillige Destination, die neben der enormen Gästeschar auch immer mehr die Luxus-Hotelgruppen anzieht. Zugleich finden auch Sterneköche Miami mittlerweile interessant und eröffnen Restaurants in den führenden Hotels. Jedoch noch nicht im gleichen Ausmaß, wie das etwa in London, New York, Berlin oder Singapur der Fall ist.“

Dafür findet man in Miami ganzjährig warmes Klima und zum grandiosen Badehosen-Feeling gesellen sich laut dem 29-jährigen F&B-Experten erfreulicherweise auch grandiose Aufstiegsmöglichkeiten: „Tolle Mitarbeiter werden immer gesucht. Wenn man die richtige Einstellung mit sich bringt, stehen die Chancen auf einen schnellen Aufstieg gut. Ich selbst hatte hier im Setai als F&B-Management-Trainee angefangen und bin dann nach knapp zwei Jahren zum F&B-Manager aufgestiegen.“ Neue Jobs für Fachkräfte mit Deutschkenntnissen beziehungweise Vertrautheit mit deutschen Kundenwünschen gibt es derzeit also en masse. Jedoch ein anfänglicher Wermutstropfen: Die Gehälter sind zu Beginn der sonnigen Karriere in der Branche niedriger als in Deutschland, die Arbeitszeiten dafür länger. Wenigstens durch die US-Trinkgeld-Standards kann man sich sein Gehalt relativ respektabel auffetten. Auch mit Urlaub schaut es wenig rosig aus. Üblich sind in den Vereinigten Staaten nämlich nur 15 Tage jährlich.

Visum-Albtraum

Die USA besitzen die wohl restriktivsten Immigrationsbedingungen der Welt. Diese besagen, dass nur hoch qualifizierte Personen im Land arbeiten dürfen, wenn nachweislich Mangel an Arbeitsplätzen in genau dieser Branche herrscht. Eine gute Möglichkeit für all jene, die kein Visum organisieren können, ihre Karriere in Florida zu starten, ist die, ein Praktikum bei einem der Spitzen-Hotels oder Restaurants zu machen. Hier ist die AIPT, die Association for International Practical Training, eine große Unterstützung. Diese weltweit operierende Organisation bietet Auszubildenden im Rahmen eines Austauschprogramms ein J1-Visum an, zusätzlich ist man auch noch sozialversichert. Die Bedingung: Man muss mindestens 19 Jahre alt sein. Zusätzliches Zuckerl: Man darf auch eine Begleitperson mit in die USA nehmen.

Die Verdienstmöglichkeiten sind laut dem gebürtigen Schweizer F&B-Manager Paride Guerra anfänglich vor allem im Fine-Dining-Bereich beim Service am größten. „Hundert Dollar Trinkgeld pro Tisch sind da keine Seltenheit. Schafft man beispielsweise jedoch den Sprung zu einem Executive Director of F&B in einem der Top-Häuser am Beach, dann sind vorzeigbare 120.000 Euro pro Jahr plus Bonus und Aktienpaket beinahe Standard.“ Ebenfalls erfreulich: Die Lebenshaltungskosten in Miami sind im Vergleich zu unseren Breitengraden auch um einiges niedriger zu kalkulieren. In Miami gibt es die klassische Ausbildung nicht, womit die Grundkenntnisse der Gastronomie, wie sie etwa in Deutschland gelernt werden, nicht vorhanden sind. Ein kometenhafter Aufstieg und die Vermarktung der eigenen Person sind somit viel einfacher und effektiver.

Der Karrierecheck

Die wichtigsten Kriterien im Check
Das sollten Sie wissen, bevor Sie zu arbeiten beginnen.

Jobangebot

Es werden permanent neue Hotels eröffnet und somit ist das Angebot groß, schafft man die Hürde Visum. Alle bekannten Hotelgruppen sind vertreten.

Karrierechancen

Nach kürzester Zeit gibt es bereits gute Aufstiegschancen, da die Arbeitsmoral von Mitarbeitern aus dem deutschsprachigen Raum außerordentlich geschätzt wird.

Arbeitszeiten

Eine 50- bis 60-Stunden-Woche im Management-Bereich ist Norm. In manchen Positionen haben Mitarbeiter aber auch eine geregelte 40-Stunden-Woche.

Arbeitsumfeld

Stellt man sich auf die US-Kultur ein, fällt die Integration leicht. Bekanntschaften sind aber meist oberflächlich. Man muss lernen, damit umzugehen.

Benefits

Es gibt teilweise Rentenversicherung, regelmäßig bezahlte Heimflüge und in den meisten Fällen auch eine Gesundheitsversicherung.

Gehalt

Das Gehalt ist anfangs meist niedriger als in Deutschland. Nach oben hin sind in weiterer Folge vor allem in Management-Positionen keinerlei Grenzen gesetzt.

Arbeitscheck Miami

Simon A. FrickerInterview mit Simon A. Fricker

„Man muss hart und effizient arbeiten“

Spanisch-Kenntnisse öffnen in Miami die Türen zu Top-Positionen.

Schwyzerdütsch am Palmenstrand

Der 41-Jährige Schweizer Simon A. Fricker hat seine Karriere an der Hotelmanagementschule in Luzern gestartet und danach Stationen in Boston, New York und Las Vegas absolviert. der geborene Aarauer über die größten F&B-Challenges, grandiose Karrierechancen und Miamis saisonale Schwankungen.

ROLLING PIN: Fragt man in der Hotellerie nach einer absoluten Wunschdestination, hört man zu mehr als 60 Prozent: Miami. Warum hat es Sie ins Tourismus-Eldorado verschlagen?

Simon A. Fricker: Mein Arbeitgeber, Mandarin Oriental, hat mich nach Miami transferiert, um das F&B-Angebot zu überholen und zu erneuern. Der Grund für diesen tollen Wechsel war bestimmt der, dass ich zuvor schon das Mandarin Oriental in Las Vegas erfolgreich eröffnet habe.

RP: Wie sieht es aufgrund des hohen Beliebtheitsgrades aktuell mit den Jobmöglichkeiten in Miami aus?

Fricker: Da für Miami speziell aus dem Raum Brasilien, Argentinien und Chile eine riesige Nachfrage herrscht, boomt dementsprechend auch der Hotel- und Gaststättenmarkt. Dazu kommen all die neuen Hotels, die kürzlich eröffnet haben, wie etwa das W South Beach, das St. Regis Bal Harbour, und die neuen sich noch im Bau befindlichen Hotels, wie das SLS
South Beach und viele andere geniale Luxushotels. Daher sind die Jobangebote in den letzten Jahren extrem gestiegen und somit auch die Karrierechancen exzellent.

RP: Viele Europäer erwartet beim erstmaligen Kennenlernen der amerikanischen Mentalität ja ein kleiner Kulturschock. Auf welche Besonderheiten muss man sich denn in Miami gefasst machen?

Fricker: Man muss sich definitiv so rasch als möglich an die lokale Kultur anpassen. Die allgemeine Lebenseinstellung ist hier im Süden der Vereinigten Staaten eher langsamer und sehr ähnlich wie im Süden Europas äußerst laid-back ausgerichtet. Man sollte daher in puncto Mitarbeiterführung vor allem auch viel Geduld mitbringen. Auf der positiven Seite stehen dafür aber wieder sehr viel Lebensfreude und, was mir persönlich sehr gefällt, späte Abendessen, denn die meisten Restaurants hier in Miami servieren erst ab 19 Uhr abends.

RP: Und welche Herausforderungen begegnen einem im alltäglichen F&B-Business? Ist es schwierig oder leicht, in Florida an interessante Produkte zu kommen?

Fricker: Das ist überhaupt nicht schwierig. Es ist gar kein Problem, an sämtliche Produkte zu kommen. Komischerweise ist es jedoch nicht immer einfach, Meerestiere und Fische zu bekommen, da die meisten Produkte aus dem Nordosten oder dem Westen der USA eingeflogen werden. Viele einheimische Produkte werden nach Asien exportiert, da die lokalen Fischer in Übersee bessere Preise bekommen. Weiters sind die saisonalen Schwankungen sehr markant: Die Hochsaison ist von Januar bis März und über den Sommer hinweg wird es ruhiger. Während dieser Zeit kommen hauptsächlich Touristen aus Europa zu Besuch. Die Herausforderung ist, dass man den Haupt-umsatz bereits im ersten Viertel des Jahres erzielt. Erreicht man dieses Ziel nicht, wird es sehr schwierig, die Umsatzausfälle wieder aufzuholen.

RP: Was sind die gravierendsten Unterschiede zwischen der amerikanischen und der heimischen Gastronomie?

Fricker: Die Amerikaner sind grundsätzlich viel experimentierfreudiger als die Europäer. Sie sind eher bereit, Trends nachzugehen und Neues auszuprobieren. Das macht es natürlich auch viel interessanter für die sogenannten Celebrity-Chefs, für welche Amerikaner viel offener sind als die Europäer, siehe Bouloud, Vongerichten, Ripert oder Gordon Ramsay.

Die besten Jobadressen in Miami

Die besten Jobadressen

Hier finden Sie den Traumjob.

Tophäuser und Hotelketten
www.fourseasons.com/miami
www.icmiamihotel.com
www.loewshotels.com/miami-beach-hotel
www.mandarinoriental.com/miami
www.marenasresortmiami.com
www.miamidadelandhotel.com
www.miamiregency.hyatt.com
www.setai.com
www.stregisbalharbour.com
www.blackrockcareers.com

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