Nerd am Herd – Folge 32: Schwebender Espresso

Gaumenthrill für hoch motivierte Küchen-Geeks: Freestyle-Cook Rolf Caviezel verblüfft mit komplett abgefahrenen Ideen.
August 10, 2017 | Text: Bernhard Leitner | Fotos: Alex Mattersberger

Es fliegt, es fliegt …? Der Vogel?

Nicht doch! Der Kaffee! Geht nicht? Und wie das geht! Und wer die Hände nicht emporreißt, weil er denkt, das beliebte Heißgetränk sei zu so einem Kunststück nicht imstande, hat auch schon verloren. Die Probe aufs Exempel liefert in gewohnt eindrucksvoller Manier unser Haus-und-Hof-Nerd Rolf Caviezel. Ohne viel Aufwand mit einem simplen Schmäh aus der Molekular-Trickkiste bringt unser eidgenössischer Küchenkapazunder den Espresso zwar nicht ganz zum Fliegen, aber immerhin zum Schweben.

Ziemlich abgehoben

Um seinem schwebenden Espresso auch die nötige Sommertauglichkeit zu verleihen, mixt Küchennerd Rolf Caviezel eine Mango zum frischen und intensiven Püree. Das Mangopüree ist gleichzeitig auch die erste Schicht in einem koffeinhaltigen Triple-Decker. Die kulinarische Mittelschicht bildet ein kräftig aromatischer Espresso, der vorsichtig auf das Mangopüree gekippt wird – und siehe da, er schwebt.
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Wie das möglich ist? Ganz einfach: Durch den hohen Zuckergehalt der Mango bleibt der Kaffee an der Oberfläche und vermengt sich nicht mit dem Püree. Als geniales Topping kredenzt unser Molekular-Kapazunder eine Luft aus Ingwer. Dafür wird ein wenig Ingwer in hauchdünne Scheiben geschnitten und diese werden gemeinsam mit Wasser und Lecithine gemixt.

Zutaten:

  • 135 g reifes Mangofleisch
  • 10 g Kristallzucker
  • Wasser
  • 20 g frischer Ingwer
  • 2 g Lecithine
  • kräftiger Espresso

Tipp vom Nerd:

Immer einen Stabmixer verwenden, denn die Luft entsteht dadurch, dass an der Oberfläche gemixt wird. Die Ingwer-Luft komplettiert schließlich den Triple-Decker und verleiht dem schwebenden Espresso noch ein scharfe Note. Als Gefäß empfiehlt sich übrigens ein kleines transparentes Glas, damit die drei Schichten richtig sexy zur Geltung kommen können.

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