St. Regis Mardavall – Das Rezept für glückliche Mitarbeiter

Teamarbeit fördern. Seit 2008 managt Christian Hollweck das Luxus-Resort „St. Regis Mardavall“ auf Mallorca. Warum er dort auch schon als Pool-Boy gearbeitet hat und was hinter dem „Back to the floor“-System steckt.
November 13, 2015

Fotos: St. Regis Mardavall Resort

Christian HollweckROLLING PIN: Ein Hoteldirektor als Pool-Boy. Ist das Multitasking mit System?
Christian Hollweck: Innerhalb der Starwood-Gruppe kommt das „Back to the floor“-System zur Anwendung. Jeder Mitarbeiter aus dem mittleren und oberen Management sowie die Direktion haben zweimal pro Jahr die Möglichkeit, in eine andere Abteilung zu wechseln. So arbeitet etwa der Küchenchef oder die Rezeptionistin einen Tag lang mit dem Gärtner zusammen. Ich war auch schon jeweils für einen Tag als Pool-Boy, im Housekeeping und in der Technik-Abteilung tätig, was durchaus eine spannende Erfahrung war.

RP: Und was haben Sie daraus gelernt?
Hollweck: Das System fördert das gegenseitige Verständnis sowie die Zusammenarbeit. Dadurch entsteht mehr Toleranz zwischen den Mitarbeitern und eine bessere Stimmung am Arbeitsplatz.

RP: Was wiederum für eine geringe Mitarbeiter-Fluktuation sorgt.
Hollweck: Das stimmt. Ich sage immer: „Wie man sich bettet, so liegt man.“ Wir suchen uns alle unsere Leute…

Fotos: St. Regis Mardavall Resort

Christian HollweckROLLING PIN: Ein Hoteldirektor als Pool-Boy. Ist das Multitasking mit System?
Christian Hollweck: Innerhalb der Starwood-Gruppe kommt das „Back to the floor“-System zur Anwendung. Jeder Mitarbeiter aus dem mittleren und oberen Management sowie die Direktion haben zweimal pro Jahr die Möglichkeit, in eine andere Abteilung zu wechseln. So arbeitet etwa der Küchenchef oder die Rezeptionistin einen Tag lang mit dem Gärtner zusammen. Ich war auch schon jeweils für einen Tag als Pool-Boy, im Housekeeping und in der Technik-Abteilung tätig, was durchaus eine spannende Erfahrung war.

RP: Und was haben Sie daraus gelernt?
Hollweck: Das System fördert das gegenseitige Verständnis sowie die Zusammenarbeit. Dadurch entsteht mehr Toleranz zwischen den Mitarbeitern und eine bessere Stimmung am Arbeitsplatz.

RP: Was wiederum für eine geringe Mitarbeiter-Fluktuation sorgt.
Hollweck: Das stimmt. Ich sage immer: „Wie man sich bettet, so liegt man.“ Wir suchen uns alle unsere Leute sehr gewissenhaft aus, bezahlen selbstverständlich die Flüge für das Vorstellungsgespräch und wollen auch, dass sich die zukünftigen Mitarbeiter erst einmal ein Bild vom Resort machen, in dem sie arbeiten wollen. Infolgedessen geht es vor allem darum, für eine gute Arbeitsatmosphäre zu sorgen.

RP: Von geringer Fluktuation zu geringen Belegungsraten. Im spanischen Tourismus sah es in letzter Zeit ja nicht unbedingt rosig aus.
Hollweck: Das stimmt, das Land Spanien wandert hierbei durch eine schwerwiegende Krise, die hoffentlich bald einen Endpunkt erreicht. Wir haben das Glück, dass die Insel Mallorca durch die enge Anbindung an Deutschland nicht sehr stark von der Krise betroffen war und ist – ebenso wenig das „St. Regis Mardavall Resort“.

RP: Worauf legen Spanien-Urlauber gerade jetzt besonderen Wert?
Hollweck: Gute Spas und Golfplätze sind den anspruchsvollen Urlaubern hier besonders wichtig. In unserem Resort setzen wir weniger auf Innovation, sondern eher darauf, den Top-Standard zu sichern und auszubauen. Man kennt die Wünsche der Gäste, vor allem die der Stammgäste – und diese ändern sich ja nicht ständig. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und vor allem wiederkehrende Kundschaft erwartet sich eine gewisse Routine – von zu vielen Veränderungen fühlt sich der Gast irgendwann genervt. Wenn wir Abwechslung bieten, dann eher sehr vorsichtig und in den Details: etwa durch eine neue Karte oder ein neues Thema im Restaurant.

RP: Die Auszeichnungen des „St. Regis Mardavall“ wie der Silberrang beim „Besten Spa- und Wellnesshotel weltweit“ von „Diners Club“ sprechen ja für sich.
Hollweck: So ist es. Und ich finde, vor allem der Service muss in der High-End-Schiene immer top sein. In diesem Punkt versuchen wir ständig attraktiver zu werden. So möchten wir etwa unseren Butler-Service weiter ausbauen, den wir derzeit für 25 Zimmer anbieten. Persönliche Bindung, individuelles Eingehen auf den Gast und am besten schon im Voraus wissen, was der Gast mag und was nicht. Darin unterscheiden wir uns von anderen Häusern.

RP: Welche Trends kommen in der Branche derzeit zum Tragen und wie wird das „St. Regis Mardavall“ davon beeinflusst?
Hollweck: Eco-Tourismus ist momentan ein großes Wort. Zurück zur Natur, alles rein biologisch, Gemüse und Kräuter werden selbst angebaut. Alles in allem ist das ja ganz nett – ob man damit auf Dauer wirtschaftlichen Erfolg hat, steht für mich infrage. Das ist ein Trend, der eher für kleinere Hotels mit 20 bis 40 Zimmern geeignet ist, da ja auch viel Logistik und Organisation in der Küche dahinterstecken.

RP: Soll das „St. Regis Mardavall Resort“ noch größer ausgebaut werden?
Hollweck: Nein, Expansionspläne gibt es nicht. Jetzt gibt es einen guten Überblick, wir sind keine Fabrik – das Produkt ist in dieser Größe einfach perfekt.

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133 Zimmer, 5 Outlets, 225 Mitarbeiter

Christian Hollweck leitet die Geschicke des Starwood-Resorts „St. Regis Mardavall“ auf Mallorca.

Der 37-jährige Deutsche, der seine Karriere im „Grand Hotel Sonnenbichl“ in Garmisch-Partenkirchen startete, sammelte zahlreiche Erfahrungen im In- und im Ausland, darunter in renommierten Häusern wie „Adlon“ in Berlin, „Victoria Jungfrau“ im schweizerischen Interlaken und Kempinski in St. Petersburg und Budapest.

„Das Tausch-System fördert Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis.“

 

Seit Juli 2008 ist Hollweck als Hotelmanager des „The St. Regis Mardavall Resorts“ auf Mallorca tätig und trägt die Verantwortung über rund 225 Mitarbeiter. Das 133-Zimmer-Haus mit fünf Outlets erwirtschaftete 2010 einen Ertrag von 17,4 Millionen Euro. In Sachen Gästezufriedenheit gilt das „St. Regis Mardavall“ als eines der besten Resorts der Starwood-Gruppe im Raum Europa/ Afrika/Mittlerer Osten.

www.stregismardavall.com

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