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Wie schmecken eigentlich … Moltebeeren?

Die wild wachsenden Beeren aus Skandinavien und Amerika sind heiß begehrt und zählen zu den teuersten der Welt.
November 12, 2015 | Fotos: Shutterstock

Moltebeeren

Gold des Sumpfes

Seit Jahrhunderten streiten sich die Menschen im Norden Norwegens um einen kleinen Schatz, den sie auch das „Gold des Sumpfes“ nennen: die Moltebeere. Mit allen Mitteln versuchen sie, die Sammelstellen geheim zu halten, drohen mit der Schrotflinte und stellen Schilder mit „multeplukking forbudt“ (Moltebeeren pflücken verboten) auf. Aber was hat es mit der geheimnisvollen Beere auf sich? Die Moltebeere wächst nur wild, ihr Ertrag ist dadurch relativ gering, was sie zur teuersten wild wachsenden Beere der Welt macht. Die auch als Multebeere, Multbeere, Schellbeere, Sumpfbrombeere oder Torfbeere bekannte Frucht ist nicht nur ein Schatz Norwegens, sondern auch ein Wahrzeichen Finnlands. Die Frucht ist in erster Linie in den Polarregionen Skandinaviens und Amerikas verbreitet, eine typisch nordische Wildbeere also, die vorwiegend in Sumpfgebieten wächst. Hauptsaison hat die

Moltebeeren

Gold des Sumpfes

Seit Jahrhunderten streiten sich die Menschen im Norden Norwegens um einen kleinen Schatz, den sie auch das „Gold des Sumpfes“ nennen: die Moltebeere. Mit allen Mitteln versuchen sie, die Sammelstellen geheim zu halten, drohen mit der Schrotflinte und stellen Schilder mit „multeplukking forbudt“ (Moltebeeren pflücken verboten) auf. Aber was hat es mit der geheimnisvollen Beere auf sich? Die Moltebeere wächst nur wild, ihr Ertrag ist dadurch relativ gering, was sie zur teuersten wild wachsenden Beere der Welt macht. Die auch als Multebeere, Multbeere, Schellbeere, Sumpfbrombeere oder Torfbeere bekannte Frucht ist nicht nur ein Schatz Norwegens, sondern auch ein Wahrzeichen Finnlands. Die Frucht ist in erster Linie in den Polarregionen Skandinaviens und Amerikas verbreitet, eine typisch nordische Wildbeere also, die vorwiegend in Sumpfgebieten wächst. Hauptsaison hat die Moltebeere im Juli und August. Sie wird nicht größer als zwei bis drei Zentimeter. Vom Aussehen tarnt sie sich als kleine, orangegelbe bis rote Brombeere – und ist auch mit ihr und der Himbeere verwandt. Schmecken tut sie doch ganz anders.

Die Moltebeere ist ein eher herbes Früchtchen mit bitter-säuerlichem Geschmack, dafür reich an Vitamin C und E und Spurenelementen. Deshalb wird sie in Skandinavien gerne zu Süßspeisen oder Gelee verarbeitet. Hochprozentig veredelt findet sich die Moltebeere in Finnland als der feine, süße Likör Lakka, nach dem finnischen Wort für Moltebeere, wieder. In Schweden isst man sie auch gefroren mit Zucker, in Finnland zusammen mit dem sogenannten Leipäjuusto, einem harten, teigartigen Käsegericht. Ihr Samenöl hat einen besonders hohen Anteil an Vitamin E. Neben ihrer Verwendung in der Küche ist die kleine Beere aus dem Norden ein echter Allrounder in der Medizin und als Heilkraut, das früher schon die Seeleute vor Skorbut schützte. Da die Moltebeere aufgrund der starken Nachfrage in ihren Herkunftsländern quasi nicht exportiert wird, findet man sie in anderen Ländern fast nur als verarbeitetes Produkt oder als tiefgefrorene Beere – ein echter Geheimtipp.

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