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Wie schmeckt eigentlich … Cempedak?

Abgekapseltes Cremewunder
November 13, 2015

CempedakFotos:shutterstock

Böse Zungen bezeichnen die aus Südostasien stammende Cempedak als „hässlichen Cousin“ der Jackfrucht. Und in der Tat verbindet die beiden urtümlich wirkenden Baumfrüchte ein nahes Verwandtschaftsverhältnis. Schönheit liegt aber bekanntlich im Auge des Betrachters, weshalb wir solche Oberflächlichkeiten hinter uns lassen und uns gleich den inneren Werten der eineinhalb bis sechs Kilo schweren Frucht zuwenden. Denn dort, unter der stachelig-rauen gelben, braunen oder grünen Schale, befinden sich die fleischig gelben Einzelfrüchte, die es zu ergattern gilt.

Das funktioniert am besten, wenn man die Schale der Cempedak an einer Stelle einschneidet und einen mit Fruchtfleisch umhüllten Kern freilegt. Der Haltbarkeit der großen Früchte ist es mitunter auch zuträglich, Scheibe für Scheibe abzuschneiden und den Rest bis zum nächsten Mal im Kühlschrank aufzubewahren. Spätestens beim Öffnen macht ein Cempedak-Neuling Bekanntschaft mit ihrer geruchsintensiven Facette. Ähnlich, aber nicht so intensiv wie die Durian, verteidigt sie ihr cremig-köstliches Innenleben mit Attacken auf den unbehelligten Geruchssinn. Rohkostgenießer wissen jedoch um das Genusserlebnis, das die nicht zu weichen und nicht zu harten Einzelfrüchte bieten: Ihr Geschmack gilt als aromatischer als Karamell, Sahne oder Schokolade, mit dem Vorteil, dass sie sich nicht an die Hüften setzt.

Die Früchte werden nicht nur roh verzehrt. So manchem Südostasien-Urlauber ist die Cempedak vom Imbiss am Straßenrand bekannt, wo die Einzelfrüchte unter anderem geröstet oder frittiert angeboten werden. Auch in Form von Marmeladen und Süßspeisen findet sich die Cempedak wieder, die in Malaysia kommerziell angebaut wird. Dort dauert die Cempedak-Saison von Juli bis Oktober. Wer hierzulande in ihren außergewöhnlichen Genuss kommen möchte, findet sie im (sehr) gut sortierten Feinkostladen oder kann sie über den Onlineversand beziehen.

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