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Wie schmeckt eigentlich … Hákarl?

November 13, 2015

Hákarl
Fotos: © Dirk Ostermeier

Gammel-Hai de luxe

Mit Hàkarl kann man wahrscheinlich jeden Feind in die Flucht schlagen: Die isländische Spezialität stinkt nämlich nicht nur bestialisch, sie schmeckt auch so. Aber was ist denn das jetzt eigentlich? Wörtlich übersetzt bedeutet Hákarl „verrotteter Hai”. Ja, es handelt sich hier tatsächlich um fermentiertes gegärtes Haifleisch. Hákarl ist also ziemlich gewöhnungsbedürftig und die Zubereitung ist auch nicht weniger abenteuerlich.

Hákarl wird aus dem Fleisch des Grönlandhais hergestellt. Nachdem der Grönlandhai aber keine Nieren besitzt, lagern sich alle Giftstoffe, wie zum Beispiel Ammoniak, in seinem Fleisch ab. Frisches Grönlandhai-Fleisch wäre somit für den Menschen hochgiftig. Damit dem nicht so ist, nun zur richtigen Lagerung. Schritt eins: Schneide das Fleisch in große Stücke. Schritt zwei: Verbanne das

Hákarl
Fotos: © Dirk Ostermeier

Gammel-Hai de luxe

Mit Hàkarl kann man wahrscheinlich jeden Feind in die Flucht schlagen: Die isländische Spezialität stinkt nämlich nicht nur bestialisch, sie schmeckt auch so. Aber was ist denn das jetzt eigentlich? Wörtlich übersetzt bedeutet Hákarl „verrotteter Hai”. Ja, es handelt sich hier tatsächlich um fermentiertes gegärtes Haifleisch. Hákarl ist also ziemlich gewöhnungsbedürftig und die Zubereitung ist auch nicht weniger abenteuerlich.

Hákarl wird aus dem Fleisch des Grönlandhais hergestellt. Nachdem der Grönlandhai aber keine Nieren besitzt, lagern sich alle Giftstoffe, wie zum Beispiel Ammoniak, in seinem Fleisch ab. Frisches Grönlandhai-Fleisch wäre somit für den Menschen hochgiftig. Damit dem nicht so ist, nun zur richtigen Lagerung. Schritt eins: Schneide das Fleisch in große Stücke. Schritt zwei: Verbanne das zukünftige Gammel-Fleisch in eine Holzkiste mit Löchern und verbarrikadiere es in einer Kiesgrube für die nächsten drei Monate. Erst dann können nämlich alle schädlichen Giftstoffe austreten: während das Fleisch fröhlich vor sich hin gammelt. Bevor man jedoch in den Genuss von Hákarl kommen kann, muss es in einer Hütte für weitere vier Monate getrocknet werden. Danach wird die braune Kruste entfernt und das weiße Fleisch in kleine Würfel geschnitten. Serviert wird die Spezialität mit isländischem Schnaps, der den garstigen Geschmack vertreibt.

Und wie schmeckt’s? Nun ja. Es ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Man könnte es mit richtig altem Münsterkäse vergleichen. Oder aber mit fauligen schwarzen Zehen eines lang verstorbenen Polarforschers, welche aufgetaut für ein paar Tage in einem Heizer vergessen wurden. Und man möge es kaum glauben, aber vergammeltes Haifisch-Fleisch kann auch noch schlecht werden,
Lebensmittelvergiftung inklusive. Also besser aufpassen.

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