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Wie schmeckt eigentlich … Schildkröte?

November 13, 2015

Gepanzertes Gourmet-Food

Schildkröte
Fotos: Shutterstock.

Der Mensch ist das erfolgreichste Raubtier aller Zeiten und so gut wie alles, was er streicheln kann, wird er irgendwann auch kochen. Dieses Schicksal ereilt bereits seit der Antike auch Schildkröten. In tropischen Regionen zählte Schildkrötenfleisch seit jeher zum gewöhnlichen Nahrungsrepertoire. Vorzugsweise wurde es im Panzer über offenem Feuer geröstet, und Schildkröteneier durften an keinem Ureinwohner-Frühstückstisch fehlen.

Bis ins 20. Jahrhundert stand die europäische Sumpfschildkröte auch hierzulande regelmäßig auf dem Speiseplan. Gegen eine unter dem aufstrebenden Bürgertum heiß begehrte Spezialität aus Übersee hatte sie aber nie wirklich eine Chance: die „Lady Curzon Turtle Soup“. Sie wurde in den besten Häusern Europas serviert und bestand aus einer klaren Brühe aus dem Fleisch der

Gepanzertes Gourmet-Food

Schildkröte
Fotos: Shutterstock.

Der Mensch ist das erfolgreichste Raubtier aller Zeiten und so gut wie alles, was er streicheln kann, wird er irgendwann auch kochen. Dieses Schicksal ereilt bereits seit der Antike auch Schildkröten. In tropischen Regionen zählte Schildkrötenfleisch seit jeher zum gewöhnlichen Nahrungsrepertoire. Vorzugsweise wurde es im Panzer über offenem Feuer geröstet, und Schildkröteneier durften an keinem Ureinwohner-Frühstückstisch fehlen.

Bis ins 20. Jahrhundert stand die europäische Sumpfschildkröte auch hierzulande regelmäßig auf dem Speiseplan. Gegen eine unter dem aufstrebenden Bürgertum heiß begehrte Spezialität aus Übersee hatte sie aber nie wirklich eine Chance: die „Lady Curzon Turtle Soup“. Sie wurde in den besten Häusern Europas serviert und bestand aus einer klaren Brühe aus dem Fleisch der Suppenschildkröte, Rind- oder Kalbs­fuß, Sherry, Cognac, Curry und gewürfeltem Schildkrötenfleisch.

Mitte der 80er-Jahre entwickelte sich der Verzehr des Fleisches vor allem aufgrund der grausamen Tötungsmethoden zum Tabu. Alle Meeresschildkrötenarten stehen heute unter Schutz, dennoch landen in Mexiko jährlich rund 10.000 Meeresschild­kröten in den Töpfen, in China sogar rund 20 Millionen Exemplare. Einige wenige Land- und Flussschildkröten sind nicht vom Artenschutzabkommen erfasst und somit für die Zucht und Verwendung als Lebensmittel erlaubt. Farmen gibt es unter anderem in Thailand, Brasilien und den USA. Dabei weckt Schildkrötenfleisch keine nennenswerten kulinarischen Begehrlichkeiten. Das proteinreiche, helle, leicht glibberige Fleisch ist eher neutral und je nach Art und Fleischteil geschmacklich zwischen Fisch und Truthahn angesiedelt. Also besser mit den putzigen Tierchen im Indischen Ozean tauchen als sie im Kochtopf versenken.

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