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Wie schmeckt eigentlich … Silberdistel?

Reden ist Silber
November 13, 2015

Silberdistel

Die krautige Pflanze mit dem anmutenden Namen Carlina acaulis gehört zu den Korbblütlern und ist besser bekannt als Silberdistel. In manchen Regionen ist sie Jägerbrot, Wiesenkas, Alpenkas, Frauendistel, Wasserwurz oder Karlsdistel bekannt. Die Korbböden wurden aufgrund ihrer familiären Zugehörigkeit früher ähnlich wie Artischocken gegessen. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 40 Zentimetern. Mit ihren bis zu einen Meter tief reichenden Pfahlwurzeln gilt die Silberdistel als Tiefwurzler.

Die silbrige Distel ist in Europa weitverbreitet, von Spanien im Westen bis Rumänien und in die Ukraine im Osten. Die Pflanze ist meist in Höhen zwischen 800 und 2600 Metern anzutreffen, also in Deutschland beispielsweise in den Alpen und im Alpenvorland, aber auch im Bayerischen Wald. Aber halt! Nicht gleich losstapfen und wild sammeln: Die Silberdistel ist in Deutschland gesetzlich geschützt und gehört zu den gefährdeten Arten. In Österreich ist sie in allen Bundesländern häufig vertreten. Das Jägerbrot enthält ätherische Öle und schmeckt daher scharf und bitter. Hauptbestandteil des Öls ist mit 80 bis 90 Prozent das antibakterielle und toxische Carlinaoxid. Deshalb wurde die Wurzel in der Volksheilkunde als Grippemittel und harntreibendes Mittel eingesetzt. Außerdem enthält sie auch über 20 Prozent Inulin als Reservestoff, der in größeren Mengen über teils größere Zeiträume gespeichert werden kann, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder verwendet zu werden. Das macht sie im Geschmack so fleischig. Inulin beeinflusst zudem nicht den Blutzuckerspiegel und wird daher oft als Stärkeersatz bei Diabetes genutzt. Wer die Silberdistel selber anbauen möchte, hat mit ihr eine einfache Pflanze gefunden: Sie ist anspruchslos an Feuchtigkeit, solange der Boden kalkig ist und sie viel Sonne abbekommt. Hohe Lagen: Sie mag die frische Luft der Berge! Ein Teelöffel der getrockneten Wurzel angesetzt in 250 Milliliter kochendem Wasser hilft gegen Erkältung und Fieber. Weil das Carlinaoxid aber wie oben erwähnt giftig ist, sollten Erwachsene nicht mehr als zwei Tassen täglich trinken.

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