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Wie schmeckt eigentlich … Tamarinde?

Was die kleine Frucht so alles in sich hat, erfährt ihr hier!
Juni 9, 2016 | Fotos: Claudio Martinuzzi

Tamarinde

Der Weltenbummler

Obwohl die Tamarinde hierzulande kaum jemandem ein Begriff ist, kann man sie getrost als echten Globetrotter bezeichnen. Zwar kann sie nicht Basketball spielen, als Gewürz kommt sie aber trotzdem weltweit sehr erfolgreich zum Einsatz. In Afrika und Asien schätzt und nutzt man den bis zu 30 Meter hohen immergrünen Tamarindenbaum schon seit vielen Jahrhunderten.
So werden aus dem harten Holz Möbel gefertigt, seine Blüten werden als Gemüse oder in Salaten gegessen und die Hülsen der Früchte dienen als Viehfutter. In Indien gilt der Baum sogar als heilig und soll Elefanten ihre Weisheit verleihen.Kulinarisch interessant sind neben den Blüten aber vor allem die fünf bis 20 Zentimeter langen Schoten des Baumes.

Darin verstecken sich nämlich braune und schwarzrote Samen, die von dattelähnlichem Fruchtfleisch umgeben sind, aus dem die eigentliche Tamarinde (erhältlich übrigens über R&S Gourmet Express) gewonnen wird. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Tamarinden mit braunem Fruchtfleisch schmecken nämlich süßlich, während das schwarzrote Fruchtfleisch mit einer sauren Note überrascht.

Als Paste, Mark oder Extrakt kommt sie in den Herkunftsländern als Gewürz in Chutneys, Marmeladen oder Limonaden vor. In Thailand wird die „indische Dattel“, wie sie übersetzt heißt, kandiert und mit Chili gewürzt als Konfekt gegessen. In Europa hingegen findet man das Tamarindenmark in Gewürzsaucen wie der berühmten Worcestersauce. Aber die Allrounderin hat ja sogar noch mehr zu bieten.

Da die getrocknete Schote einen hohen Pektin-Wert aufweist, eignet sie sich für die Zubereitung von Gelees. Die Kerne der Tamarinde können gekocht oder geröstet zu einem Extrakt gestampft werden und verleihen vielen asiatischen Gerichten ihre dunkle Färbung und ein pikantes herb-saures Aroma. Wegen Inhaltsstoffen wie Eisen, Magnesium, Vitamin C oder Phosphor ist das Multitalent obendrauf sogar auch noch gesund. Abschließend noch ein wichtiger Gebrauchshinweis: In größeren Mengen haben Tamarinden eine abführende Wirkung.

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