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Wie schmeckt eigentlich … Umeboshi?

Japan isst anders. Etwa Umeboshi, die fälschlicherweise oft als Pflaumen bezeichnet werden.
November 13, 2015

Umeboshi
Fotos: Shutterstock

Umeboshi sind unreife, salzig eingelegte Aprikosen, die fälschlicherweise auch oft als Pflaumen bezeichnet werden. Selbst heute noch beginnen traditionsbewusste Japanerinnen und Japaner den Tag mit zwei von diesen eingelegten Salzpflaumen und einer Tasse Tee.

Diese Früchte werden in einem großen Bottich mit Salz vermengt, wegen des Geschmacks und der schönen roten Färbung sehr oft zusätzlich mit roten Shiso-Blättern ergänzt. Dieses sogenannte Tsukemono lässt man dann, mit einem Gewicht beschwert, über Monate reifen. Es findet dabei eine milchsaure Gärung statt, ähnlich wie bei Sauerkraut oder sauren Gurken.

Robbie Swinnerton, ein britischer Journalist, hat den Geschmack der Umeboshi einmal als das kulinarische Äquivalent zu einer kalten Dusche bezeichnet. „Der plötzliche intensive, säuerlich-herbe und salzige Geschmack reißt dir die Augen auf, rüttelt den Magen wach, befreit die Geschmacksnerven von jeglichem Rest an Schalheit und lässt den Tag auf unvergessliche Art beginnen.“ Und so kann man sich den Geschmack auch tatsächlich vorstellen. Umeboshi ist sehr würzig: extrem salzig und sauer, aber auch angenehm erfrischend.

Diese japanischen Salzpflaumen haben aber auch bemerkenswerte medizinische Eigenschaften. Ihr starker Säuregehalt hat paradoxerweise einen alkalisierenden Effekt auf den Körper. Er beseitigt das Gefühl von Müdigkeit, regt die Verdauung an und fördert den Abbau von Giften. So gesehen sind Umeboshi also das fernöstliche Äquivalent zum Aspirin wie auch zum Apfel als zuverlässigstes Mittel gegen den Kater am Morgen danach.

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