Ausgabe 106, Management-Tipps

Die Top-Thesen zur Zukunft der Arbeit

Zukunftsmusik? Ja, aber direkt von den Experten: Die Prognosen von Prof. Klaus F. Zimmermann, Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit in Bonn. Plus: Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut Österreich im Talk.

Fotos: Matthias Horx/Trend- und Zukunftsforscher (www.zukunftsinstitut.de) Foto: Klaus Vyhnalek, Benedikt Loebell

1 Frauen an die Front:
Mit der besseren Vereinbarkeit von Familie und Karriere könnten bis zu 2,4 Millionen Frauen zusätzlich für den Arbeitsmarkt gewonnen werden. Der Hintergrund: Derzeit sind in Deutschland überdurchschnittlich viele Frauen nur in Teilzeitberufen beschäftigt. Wäre das Potential an weiblichen Arbeitskräften jedoch vollends ausgeschöpft, könnte damit das Bruttosozialprodukt um neun Prozent angehoben werden. Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil im Top-Management gelten bereits heute als erfolgreicher – sowohl bei der Produktivität als auch bei der Motivation.

2 Fixe Arbeitszeit ade:
Form und Struktur der Arbeit sind im Wandel begriffen. Die Berufswelt der Zukunft ist geprägt von Information und Wissen sowie vernetztem Arbeiten, Denken und Handeln – Qualifikationen, die grundsätzlich überall verfügbar sind. Infolgedessen werden die jobtechnischen Biografien abwechslungsreicher, die beruflichen Werdegänge offener. Arbeitsformen, die Beruf und Privatleben vereinbar machen, sind im Kommen – ebenso wie Projektarbeit im Team. Atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Honorar- und Zeitverträge oder Projektvereinbarungen werden häufiger in einer Gesellschaft der Wissensarbeiter, der Dienstleister und der Kreativwirtschaft. Flexiblere Jobeinsätze wie befristete Beschäftigungen, Leih- und Teilzeitarbeit sowie Minijobs nehmen zu.

3 Mitarbeiter binden:
Fachkräfte werden weniger – somit steigt die Entlohnung an, je nach Region und Branche unterschiedlich stark. Besonders erfolgs- und leistungsbezogene Erfolgsprämien werden dadurch wachsen. Gleichzeitig sind neue Vergütungsmodelle im Kommen, die...

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14.02.2011