Ausgabe 114, Porträts

Rule Breaker

Sternekoch, TV-Star und Unternehmer: Stefan Marquard wollte sich nie anpassen. Wie er trotzdem zum Liebling der Gourmets wurde und warum Scheitern zum Erfolgsweg dazugehört.

Fotos: Werner Krug
Sternekoch, TV-Star und Unternehmer - Stefan Marquard

Lebensweisheiten sind Dinge, die einen Typen wie Stefan Marquard so gar nicht beeindrucken können. Ein Freund sagte ihm einmal: „Wer glaubt, etwas Neues erfunden zu haben, der hat zu wenig Bücher gelesen.“ Marquard darauf: „In irgendeiner Art und Weise war alles schon mal da. Doch wir machen einfach, was uns in den Kopf kommt. Das beginnt meist mit einem Stichwort, zum Beispiel ,Kuttel‘. Der Nächste sagt: ,Steinbutt‘.Ein anderer sagt: ,Blutwurst‘. Und dann geht es los! Da wird wirklich wie wild kreiert und dabei kommen dann Sachen raus, die genial sind.“ So funktioniert das System Marquard. Nichts geht nach Schema „F“ – und gerade das ist sein Erfolgsgeheimnis.


Die „Jolly Roger Cooking Gang“? Ich bin die Deko vorne. Aber das wahre Geschäft im Hintergrund machen die anderen.



Metzgerlehre, dann Koch, dann Sternekoch, dann TV-Star, dann ein Catering-Unternehmen gegründet. So in etwa verläuft der verrückte Karriereweg von Stefan Marquard. Sein Unternehmen zählt zurzeit um die 30 fix angestellte Mitarbeiter und gut 200, die als Freie jederzeit mitarbeiten können. Alles ist so groß geworden, dass sich Marquard mittlerweile von einem eigenen Management unterstützen lässt, das in Deutschland auch für die ganz großen Stars arbeitet. Der Deal geht so weit, dass man...

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01.08.2011