Ausgabe 114, Konzepte & Openings

Umsatz oder Unsinn? - Konzeptwahn

Ungewöhnliche Restaurant- und Hotelkonzepte schockieren, sind ROMANTISCH oder SCHWINDELERREGEND. Aber ab wann rentieren sich diese Ideen oder ist gewöhnlich doch besser als skurril?

Fotos: Werner Krug, Studio Heiner Orth, Grand SPA Resort A-ROSA, beigestellt
Ungewöhnliche Restaurant- und Hotelkonzepte

Manchmal gelingt es tatsächlich jemandem, mit einer verrückten Geschäftsidee viel Geld zu verdienen. Wie schafft man es aber, aus einem wahnwitzigen Konzept ein fortwährend lukratives Businessmodell zu entwickeln? Je spezieller ein Konzept ist, desto größer muss auch der Einzugskreis sein. Vor allem in Metropolen wie Berlin, London oder New York ist es deshalb ausgesprochen wichtig, mit einer besonderen Idee herauszustechen.

Die Fülle an Hotels ist hier riesig und es gibt alle namhaften Luxus-Hotelgruppen. Themen-Zimmer sind beispielsweise eine äußerst lohnende Marktnische. Und ein Grund wiederzukommen, vor allem für Gäste mit Humor. Ausgebuchte Zimmer und verblüffte Kunden findet man etwa im Berliner Hotel „Propeller Island“. Statt Hotel nennt es sich „City Lodge“ und „bewohnbares Kunstwerk“.

Schwebende Betten, Schlafen in Särgen und Käfigen, Matratzen auf Holzscheiten – die Visionen des deutschen Künstlers Lars Stroschen sind äußerst originell, aber zuweilen irritierend. Wer es mag, sieht dort beim Einschlafen den Tisch unter der Decke hängen. Laut „Propeller Island“-Mitarbeiterin Valentina Gennadis sind die Umsätze nach wie vor steigend und die Zimmerauslastung floriert. Ein Geschäftsmodell, das eine ganz...

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01.08.2011