Ausgabe 122, Kolumne

Der Insider - Kulinarische Revolution in Indien

Robert Kropf schreibt für all jene, die schon überall waren und alles kennen.


Robert Kropf So ich 90 Jahre alt werde, habe ich einen Wunsch: Alle sollen mich Captain nennen und ich zeige jungen Hotel- und Gastro-Matrosen des Lebens, wohin das Schiff fährt. Warum so pathetisch heute?

Weil ich ein großer Fan von Captain Krishan Nair bin. Mit 65 Jahren hat es den Inder erst in den Tourismus verschlagen. Vorher war er beschäftigt: Nair war beim Militär und so nebenbei Mitbegründer der indischen Unabhängigkeit im Jahr 1947. Heute, mit knapp 90, reist der Gründer der Leela-Gruppe von einem seiner Resorts zum anderen: Der Captain eröffnet heuer noch das neue 5-Stern-Hotel in Chennai, fliegt ins Leela Mumbai, dann weiter in seine Hotels nach Goa, Udaipur, Bangalore und am Ende ins Leela Palace New Delhi.

Im Leela Palace gründete er seit dem Vorjahr Indien aus kulinarischer Sicht neu. Mit der Eröffnung des Le Cirque hat er erstmals ein internationales Restaurantkonzept aus den USA in einem seiner 5-Sterne-Hotels umgesetzt. Leelas Kooperation mit der italo-amerikanischen Brand Le Cirque ist in dieser Form in Indien einzigartig und ein Vorzeige-Projekt in Sachen Fine Dining in New Delhi. Neben dem Le Cirque stammt noch ein weiteres Konzept im Leela Palace aus New York: Megu.

Megu steht für die moderne Küche Nippons. Zu den Signature-Gerichten zählen „Kanzuri“-Shrimps, Lachs-Tatar und Kobe- sowie Satsuma-Rind in diversen Variationen. Das alles in Indien. Klingt ganz nach Revolution des Captains. Diesmal nach einer kulinarischen.

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14.11.2015