Ausgabe 124, Management-Tipps

Cash Cows

Vergiss die Sterne! Durch welche Deals die Top-Verdiener wirklich Kohle scheffeln.

Fotos: Werner Krug, Wolfgang Hummer, Spar, Johanna Maier/Hubertus, Shutterstock, Werner Krug, VOX/Frank W. Hempel, ZDF/Oliver Fantitsch,
RTL II, ZDF/Ulrich Perrey, Unilever, McDonalds, Alpina, www.schuhbeck.de, beigestellt

Das grosse Köche Zapping

Juan Amador lässt die Hosen runter: „Mit 3-Sterne-Küche wird man nicht reich, wer das behauptet, der lügt.“ Nun stellt sich den meisten der etwa 300.000 Köche der Bundesrepublik – und nicht nur den neun mit drei Michelin-Sternen – aber im Day-to-Day-Business nicht die Frage nach unermesslichem Reichtum, sondern schlicht nach dem finanziellen Überleben. Dass Johann Lafer seine Stromburg mit dem gerade aufgehübschten Sternerestaurant Le Val d’Or nur durch Quersubventionierungen und andere Einnahmequellen halten kann, ist weithin bekannt. Dass aber viele der Konzepte seiner Unternehmensgruppe (kolportierter Jahresumsatz 10 Millionen Euro) eigentlich ausschließlich entwickelt wurden, um die Stromburg als Aushängeschild liquide zu halten, das wissen wenige.


Mit Drei-Sterne-Küche wird man nicht reich, wer das behauptet der lügt.

Juan Amador aus dem Buch „Teufelsköche.“



Die Idee des Heli-Gourmet-Service beispielsweise kam Lafer vor neun Jahren, als er mal wieder Kapital für das Restaurant benötigte. Für das Flug-Picknick-Package drückt die willige Klientel heute mehr als 1000 Euro pro Person an den (kulinarischen) Piloten ab. Und kauft hinterher wahrscheinlich noch einige der über 150 Goodies aus dem gut sortierten Johann-Lafer-Onlineshop, der „völlig neu renovierten Einkaufswelt innerhalb des einzigartigen GOURVITA Shops, dem Feinkostladen im Internet mit der größten Auswahl und den frischesten Produkten“ – wie auf der Homepage von Lafer direkt über dem Link zum Shop zu lesen ist. Hier wäscht die eine Hand bereits die von Deutschlands Lieblings-Österreicher. Abgesehen von seinen selbst entwickelten Produkten wie den acht verschiedenen Fonds um 3,49 Euro und den Gewürzen wie dem viel zitierten Johann Lafer Kalahari-Salz grob darf man die keck schnitzelwendende Johann-Lafer-Blechspielfigur um 24,95 Euro nicht vergessen.

Die wird dann zwecks augenzwinkernder Umsatzsteigerung auch schon mal...

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14.11.2015