Ausgabe 132, Porträts

Das Midas Prinzip

König Midas brauchte einen Gott, damit er alles in Gold verwandeln konnte. Rasmus Kofoed gelingt das im Alleingang. Nun gut, Talent und lukratives Sponsoring machen auch für ihn die Sache leichter.

Rasmus Kofoed Fotos: Helge Kirchberger / Red Bull Hangar-7, Florian Grill / Red Bull Hangar-7, Claes Bech Poulsen

Rasmus Kofoed ist bekennender Bigamist. Und ganz Dänemark inklusive seiner Frau stehen in dieser Entscheidung hinter ihm. Auch finanziell. Denn seine Zweitfamilie bringt dem Staat eine kolportierte Wertschöpfung von mehr als 500 Millionen Euro ein und die Gewissheit, den besten Koch der Welt sein Eigen nennen zu können. Da lässt man sich auch nicht lumpen und sponsert gerne höhere sechsstellige Beträge und stellt mit der „The Food Organisation of Denmark“ einen stillen, aber sehr potenten Partner an die Seite von Rasmus Kofoed. Damit seine Familie vollständig wird. Damit Kofoed der Mann werden kann, der er schon immer sein wollte: Der einzige Mensch der Welt, der jemals Bronze, Silber und Gold bei dem Bocuse d’Or gewinnen wird. 2011 war die Familienplanung abgeschlossen. Seine Jungs, wie er die Statuen mit ungewohnt zärtlichem Unterton für einen Skandinavier nennt, hat er nun endlich in der kompletten Compilation.


"Er ist eine Kriegsmaschine. Ein Wikinger, nichts hält ihn auf."




Jérôme Bocuse über Rasmus Kofoed



Acht Jahre, Beträge, die an einer Million Euro kratzen, und über 7000...

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14.11.2015