Ausgabe 137, Porträts

10 Fragen an Rolf Fliegauf

Was Sie schon immer über die Pioniere der Branche wissen wollten. Was treibt sie an, wie sehen sie sich selbst und wobei werden sie schwach?


Fotos: Giardino-Mountain, Shutterstock

10 Fragen an Rolf Fliegauf

Herdzauberer
Das junge Ausnahmetalent Rolf Fliegauf mischt die Schweizer Kochszene ordentlich auf. Für seine beiden Restaurants, das Restaurant Ecco on Snow und das Restaurant Ecco im Hotel Giardino Mountain in St. Moritz wurde der junge Küchenchef vom Restaurantführer Guide Michelin mit jeweils zwei Sternen ausgezeichnet.
In seiner Freizeit unternimmt Fliegauf Reisen durch Europa oder in die USA bei denen er sich von neuen Produkten oder Techniken inspirieren lässt.

1. Wie viel Prozent Ihres Jobs würden Sie auch gerne ausüben, wenn Sie dafür kein Geld bekämen?
Maximal 50 Prozent – die andere Zeit bräuchte ich, um Geld zu verdienen.

2. Wenn Ihnen jemand eine Million Euro für einen One-Night-Stand anbietet, würden Sie es tun? Wäre es Ihnen egal, dass die Person nicht gerade hübsch ist?
Hmmm. Kommt darauf an, was „nicht gerade hübsch“ bedeutet. Aber eine Million Euro ist schon eine nette Summe ... !

3. Was sind Ihre Pläne für das kommende Wochenende?
Das ist sehr leicht zu beantworten. Ich werde mit meinem Team versuchen, unsere Gäste im Restaurant zu begeistern.

4. Von wem würden Sie lieber angegriffen werden: von einem Bären oder einem Bienenschwarm?
Von einem Bären. Es klingt doch aufregender, wenn man von einem Kampf mit einem echten Bären erzählt als von einer Fehde mit Bienen.

5. Wo würden Sie einen geheimen Schatz vergraben?
Ich würde ihn auf keinen Fall vergraben, sondern etwas Schönes damit machen.

6. Was wäre Ihr letztes Mahl auf Erden?
Ein schönes gegrilltes Rib-Eye-Steak … auf Beilagen verzichte ich gerne.

7. Haben Sie schon einmal gestohlen?
Oh ja, die Rezeptsammlung meines damaligen Küchenchefs … Ich habe sie aber kopiert und wieder zurückgelegt.

8. Mit welcher Person hätten Sie gerne ein aufregendes Date?
Zu meiner eigenen Sicherheit möchte ich die Frage gerne unbeantwortet lassen.

9. Wen würden Sie als Ihren größten Feind bezeichnen?
... das Bügeleisen.

10. Der für Sie beste Koch der Welt?
Das kann ich unmöglich auf eine einzige Person reduzieren. Es gibt unzählige Köche, die sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart unglaublich viel für das Kochen getan haben und tun. Meine persönlich größten kulinarischen Erlebnisse waren jedoch bei Grant Achatz im Alinea und bei Sergio Herman im Oud Sluis.

2 Restaurants
4 Michelin-Sterne
31 Jahre

Schon als Kind verbrachte er seine Zeit lieber in der Küche des elterlichen Restaurants als im Kindergarten.

Wichtige Stationen des gebürtigen Deutschen waren die Traube Tonbach sowie das De Librije im niederländischen Zwolle und The Fat Duck
des britischen Sternekochs Heston Blumenthal.

www.giardino-mountain.ch
14.11.2015