Ausgabe 137, Porträts

Mensch Maier

Sie ist eine der besten Köchinnen Europas und ein Medienprofi mit einer märchenhaften Lebensgeschichte. Unberührbar perfekt wie Schneewittchen. Auf den ersten Blick zumindest.

Johanna Maier Fotos: Wolfgang Hummer

Es ist nicht einfach, mit Johanna Maier über die jüngere Vergangenheit zu sprechen. Der Stachel sitzt
immer noch, wenn auch nicht mehr ganz so tief wie am 17. Oktober letzten Jahres. Da nämlich stufte der einflussreiche Gault Millau die höchstdekorierte Köchin des Landes für ihre Küche im Filzmooser Hubertus von den erwarteten – weil seit 2001 durchgehend gehaltenen – vier auf drei Hauben und 18 Punkte herab. Eine Nachricht, die in der Medienlandschaft Österreichs für mindestens genauso viel Aufsehen sorgte, als hätte der Papst verkündet, er wäre nicht mehr katholisch. „Eigentlich“, sagt die 61-Jährige, die in ihrer bald 30 Jahre andauernden Karriere ein verschlafenes Nest in den Pongauer Bergen als eine weit über die Grenzen hinaus bekannte Pilgerstätte für Gourmets etablierte, „will ich über diese ganze Geschichte gar nicht mehr sprechen. Es ist doch...

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14.11.2015