Ausgabe 145, Porträts

15 Fragen an Sanjay Dwivedi

Was Sie schon immer über die Big Player der Branche wissen wollten. Was treibt sie an, wie sehen sie sich selbst und wobei werden sie schwach?


15 Fragen an Sanjay DwivediFotos: Shutterstock, Coya

Der MultiKulti-Küchenheld
Was wäre gewesen, hätte Sanjay Dwivedis Familie in Indien kein Hotel gehabt? Er wäre vielleicht nicht mit 16 Jahren nach London gesiedelt, um sich dort seinen Abschluss in Hotelmanagement zu holen. Den machte er so erfolgreich, dass ihn die Londoner Gastro-Szene mit offenen Armen empfing. Nach indischer, französischer und italienischer Küche hat es ihm heute Lateinamerika angetan. Der Ex-Tourkoch der Rolling Stones über Dämonen, große Bären und Fasane.

1. Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg:
Was ärgert Sie mehr?

Es kotzt mich an, wenn jemand ohne Leidenschaft und Liebe arbeitet und Erfolg hat.

2. Wenn Ihnen jemand eine Million Pfund für einen One-Night-Stand anbietet, würden Sie es tun?
Auf keinen Fall ... Die Leute geben dem Sex zu viel Bedeutung. Außerdem liebe ich meine Frau viel zu sehr, um sie zu betrügen.

3. Wenn Sie wählen müssten – wären Sie lieber reich oder schön?
Ich bin so zufrieden, wie ich gerade bin.

4. Soll Marihuana legalisiert werden?
Weiß nicht, hab es nie probiert.

5. Was kam zuerst: Huhn oder Ei?
Keine Ahnung ... Ich werde Gott fragen, wenn ich nach oben komme.

6. Von wem würden Sie lieber angegriffen werden: von einem Bären oder einem Bienenschwarm?
Von einem großen Bären – ein Schlag und es wär vorbei ... Bienen brauchen zu lange!

7. Haben Sie jemals gestohlen?
Das Herz meiner Frau ...

8. Haben Sie schon mal eine Schusswaffe abgefeuert?
Ja, in Großbritannien am Land habe ich Fasane geschossen. Und sie waren köstlich!

9. Was wäre Ihr letztes Mahl auf Erden?
Alles, was meine Frau gerne kochen möchte.

10. Haben Sie schon jemals in den Wald gepinkelt?
Selbstverständlich!

11. Lächeln Sie immer, wenn Sie fotografiert werden?
Ja, vor allem mit meinen Zwillingssöhnen.

12. Ihr größter Erfolg?
Dass ich stolzer Vater von Zwillingssöhnen bin.

13. Ihre größte Niederlage?
Dass ich meinen Michelin-Stern nicht zurückbekommen habe.

14. Wer ist Ihr bester Freund?
Meine Frau Virginie.

15. Wer ist Ihr größter Feind?
Die Dämonen, die herauskommen, wenn beim Service etwas nicht nach meinem Kopf läuft und ich
die Nerven verliere.

1 Restaurant
1 Tournee
2 SÖHNE

Seit Ende 2012 beschwingt Dwivedi im Coya,
Londons erstem peruanischen Restaurant, mit Latino-Nuancen.


Dwivedi begleitete die Rolling Stones 1998 auf der „Bridges-of-Babylon-Tour“ und kochte für die ganze Rasselbande. Unvergesslich für ihn: er verpasste seinen Rückflug und durfte im Privatjet von Jagger und Co. Platz nehmen.

www.coyarestaurant.com
14.11.2015