Ausgabe 146, Porträts

Die geheimen Hangar-7-Akten

Roland Trettl und sein Team entwickeln im Monat bis zu 20 Gerichte im Verborgenen. Zeit, dass da nach zehn Jahren endlich Licht drankommt.

Die geheimen Hangar-7-Akten
Fotos: Helge Krichberger / Red Bull Hangar-7, Shutterstock

Der Auftrag ist klar: Niemand fliegt haufenweise – und mitunter auch pikant teure – Ware für ein Gastkoch-Menü ein, wenn die dann nicht an den Mann gebracht wird. Das, was Sergio Herman, Alex Atala, Tanja Grandits, Marc Haeberlin und die über 100 weiteren Gastköche als ihr Menü präsentieren, ist auch das, was am Tisch verkauft wird – werden muss. Das Prinzip funktioniert, denn ansonsten hätte sich dieses Konzept nicht zehn Jahre am Markt gehalten und die Begehrlichkeit, einmal in die Riege der Auserwählten zu kommen, wäre unter den Köchen dieser Welt nicht so groß. Kaum einer, der dazu Nein gesagt hätte.

Doch dann gibt es da die kleine Gruppe der unbeugsamen Gäste, die sich dem Genuss eines Seeigels, auch wenn er aus den Händen von Richard Ekkebus kommen mag, entziehen wollen. Oder diejenigen, die auf vegetarische Ernährung umgestellt haben, schwanger sind oder Meeresfrüchte nicht vertragen. Heimschicken ist keine Option. Eine Alternative für diese Leute zu haben, allerdings schon. Und wir reden hier nicht von dem „Ich-lass mal einfach das Fleisch weg“-Plan. Sondern von ausgetüftelten Rezepten, die die unverkennbare Handschrift von Executive Chef Roland Trettl tragen. Jeweils als komplettes vegetarisches Menü sowie als klassische Variante zu dem des Gastkochs. Die Krux daran: Niemand weiß so recht, dass es diese Gerichte eigentlich gibt. Nun gut, soll man ja auch nicht.
Doch diesen August wird das alles über den Haufen geworfen. Der Tradition entsprechend ist der Festspielmonat auch der Monat des Ikarus-Teams. Bisher immer unter einem besonderen Motto mit extra dafür kreierten Rezepten, wie im letzten Jahr die Hommage an...

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14.11.2015