Ausgabe 146, Porträts

Upper Cut

Stefan Lastin war König vom See, wurde geputscht und formiert nun seine Truppe in der Gewerbezone neu. Ein Gegenschlag aus der kulinarisch feinen Ecke.

Upper Cut mit Stefan Lastin Fotos: Werner Krug

Auch mit reichlich Fantasie lassen sich die dröhnenden Motorengeräusche der vierspurigen Einzugsschneise nach Villach nicht in das lauschige Plätschern des Wörthersees gegen die Kaimauer in Velden verwandeln. Allerdings braucht es nur wenige Sekunden, um die stark frequentierte Maria-Gailer-Straße hinter sich zu lassen. Dann ist die Türe zu und Stefan Lastin wieder da.

Bullig, kahlköpfig, mit dem Schalk im Stiernacken und den frisch zerlegten Rinderhälften im Rücken. Hier in der Gewerbezeile 4 ist sein neues Hoheitsgebiet. Das Schloss Velden ist Geschichte. Ebenso warum und wie der Ex-Executive-Chef, der binnen fünf Monaten mit 17-Gault-Millau-Punkten das Schlossstern aus dem posttraumatischen Nickol-Schönheitsschlaf riss, gegangen war. „Als die Headhunter spitzbekamen, dass ich am Markt bin, klingelte mein Telefon nicht nur einmal. Aber warum soll ich nochmals ins Ausland? Meine Wanderjahre sind vorbei – ich will sesshaft werden.“ Lastin, 33 Jahre, entschied sich gegen ein lukratives Angebot in Singapur. Und für Kärnten. Für das...

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14.11.2015