Ausgabe 147, Kolumne

Kämpft um unseren Nachwuchs!

Ziegenbart, schwarze Hornbrille und Piratenkopftuch: Stefan Marquard ist JUNGER WILDER der ersten Stunde und setzt sich wie kaum ein anderer für den gastronomischen Nachwuchs ein. Warum die Branche aus dem Mittelalter in die Moderne muss, um die Zukunft zu sichern.

Ziegenbart, schwarze Hornbrille und Piratenkopftuch-Stefan MarquardFotos: Werner Krug

Stefan Marquard

Der Godfather der JUNGEN WILDEN ist bekannt für seine kreative und etwas andere Art des Kochens. In der Küche hört er am liebsten Punkrock und vertritt die These „Erlaubt ist, was schmeckt“. Die kreative und schräge Küche brachten Marquard unter anderem einen Michelin-Stern und 18 Punkte im Gault Millau. Die letzte feste Station in Stefans Kochleben war Deutschlands größtes Restaurant, das Lenbach in München. In den letzten Jahren machte er vor allem durch seine einzigartigen Kochshows auf sich aufmerksam.

www.stefanmarquard.de



Ich bin zwar durch und durch ein positiv eingestellter Mensch, aber an diesen Fakten zerbreche auch ich mir nächtens den Kopf: Die Gastronomie hat schwerwiegende Nachwuchsprobleme, nicht nur aus demografischen Gründen. Ein Drittel der Auszubildenden bricht seine Lehre vorzeitig ab. Die Jugendlichen haben sich unter dem Beruf etwas anderes vorgestellt, sind dem Stress nicht gewachsen oder möchten nicht abends oder am Wochenende arbeiten.
Da ich beruflich die ganze Zeit im deutschsprachigen Raum unterwegs bin, höre ich in den letzten Jahren immer und immer wieder von Hotels oder Restaurants, die keine Chance haben, Commis zu finden. Doch woher rührt diese Misere? Eines steht fest...

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14.11.2015