Ausgabe 148, F&B Know-how

Von der Straße auf den Teller

Beim Stichwort Catering ploppen bei vielen Gastronomen sofort die Eurozeichen auf. Warum das lukrative Zusatzgeschäft jedoch akribisch geplant werden muss und wie man einen finanziellen Bauchfleck vermeidet.

Von der Straße auf den Teller
Fotos: shutterstock, Werner Krug, Wolfgang Hummer, Süllberg

Was einst in Einzelfällen als Dienstleistung für gute Stammkunden begonnen wurde, hat sich im Laufe der Zeit zu einem richtigen Zusatzgeschäft in der Gastronomie entwickelt. Im Falle der Schweizer Candrian Catering AG ist daraus ein lukratives Millionenimperium mit 98 Millionen Euro Umsatz alleine im Vorjahr gewachsen. „Wir haben 1979 mit dem Bahnhofbuffet Zürich begonnen“, erzählt Geschäftsführer Patrick Candrian. Heute braust die Gastro-Super-Dampflok mit 23 Restaurants, mehreren Cafés, Bars und Take-outs so schnell wie kaum eine andere in der Schweizer Kulinarikwelt. „Wir haben alles Schritt für Schritt aufgebaut.

Mussten wir anfangs Equipment noch anmieten und uns in der kleinen Bahnhofsküche in Zürich herumschlagen, wurde uns bald klar, welche Hardware wir am öftesten für die jeweilige Veranstaltung benötigen, und diese haben wir dann gekauft. Mittlerweile müssen wir eigentlich nichts mehr anmieten, wir sind von der Infrastruktur völlig autark“, schildert Candrian. Ein wirtschaftlicher Erfolgslauf wie im amerikanischen Märchenbuch: vom Bahnhofsbankett zum Millionenimperium. Wirtschaftsgenie Patrick Candrian gibt jedoch allen, die ebenfalls mit Catering ein zusätzliches Standbein schaffen wollen, einen wichtigen Rat: „Wer Gäste außer Haus begeistern will, sollte das nicht einfach nur so nebenbei tun. Man muss dafür eine eigene Logistik aufbauen, und man braucht entsprechendes Personal.“ Sonst besser die Finger weg.

Die Catering-Branche ist nämlich breit gefächert: Das Spektrum reicht von...

HIER registrieren

14.11.2015