Ausgabe 149, Porträts

Gestatten, Wagner-Bacher

Lisl Wagner-Bacher ist seit 30 Jahren an der Spitze der Gourmet-Nahrungskette. Und kein bisschen leise.

Lisl Wagner-Bacher Fotos: Luzia Ellert

Zum Zeitpunkt der Interviewanfrage an Frau Wagner-Bacher, Patronin des mit drei Gault-Millau-Hauben und 18 Punkten ausgezeichneten Landhaus Bacher in der Wachau, befindet diese sich gerade auf Herbstfrische. Eigentlich „auf Klausur im schönen Pichlarn in der Steiermark. Am Donnerstag bin ich wieder daheim, da dürfen Sie dann ruhig lästig sein!“, schreibt sie per Mail. Das Telefon läutet dann überraschend doch schon einen Tag vor dem vereinbarten Termin.

Hallo, Stephanie Fuchs am Apparat!
Grüß Gott, Wagner-Bacher hier!

Oh, das ist jetzt aber eine Überraschung. Sind Sie schon wieder in der Wachau?
Nein, ich bin eh noch da, aber jetzt ist mein Programm vorbei und die Welt hat mich wieder. Ich gönne mir selten eine kleine Auszeit, und diese Ayurveda-Kuren sind wirklich grandios ...

Dabei könnt ich schwören, ich hätte mal irgendwo gelesen, dass Sie eigentlich nie im Stress sind?
Na leicht fällt mir das nicht, mir mal drei Tage Ruhe zu gönnen, weil ich kann nicht so gut Ruhe geben. Mein Mann sagt immer, dass ich ein bissl eine Glucke bin, und vielleicht hat er damit ja auch irgendwie recht. Aber Stress ... Ich würde eher sagen, dass mir manchmal die Luft ausgeht, weil mein Zeitmanagement nicht optimal ist. Wissen ’S eh, wie das ist, der Betrieb, die Kinder ...

Die Küche ist ja seit 2011 Herrschaftsgebiet Ihres Schwiegersohnes Thomas Dorfer. Jetzt mal ehrlich: Wie oft trifft man Sie im Landhaus Bacher trotzdem noch in der Küche?
Also, treffen werden Sie mich im Landhaus immer, aber vielleicht nicht nur mehr in der Küche. Bis letztes Jahr bin ich ja jeden Mittag und Abend noch drin gestanden, aber das ist jetzt auch vorbei. Irgendwann muss man...

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14.11.2015