Ausgabe 150, Management-Tipps

Eine Branche stirbt aus

Warum die Gastronomiebranche nach Mitarbeitern lechzt und wie sich die Krise überwinden lässt.

Fotos: Shutterstock; Quellen: ÖHV, AMS, WKO Sparte Tourismus & Freizeit, Statistik Austria, Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit

Weniger Kinder, weniger Arbeitskräfte: Die Geburtenrate sinkt in Österreich seit den 1970er-Jahren kontinuierlich, die Sterberate hingegen steigt seit einigen Jahren. Diese Entwicklung wird in den kommenden drei bis vier Jahrzehnten dazu führen, dass weit weniger Arbeitskräfte in der aktuell noch größten Erwerbstätigen-Klasse der 20- bis 45-Jährigen auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sein werden.

Im Internet machte vor einigen Jahren die bittersüß-sarkastische Niederschrift eines jungen Mannes über seinen Arbeitsalltag die Runde. „Ich bin Kellner“, so lautete die Überschrift des Textes, und dort stand unter anderem Folgendes geschrieben: „Mein Beruf ist nur für Idealisten geeignet, doch dafür haben die meisten von uns wirklich Spaß bei der Arbeit. Vor allem übrigens dann, wenn alle anderen freihaben (außer Krankenschwestern, Taxifahrern und Totengräbern). Warum auch nicht? Schließlich wird der Job super bezahlt, deshalb ist es mir auch ganz egal, ob Sie mir Trinkgeld geben oder nicht.“

Der Vorteil an dieser mit jeder Menge Augenzwinkern gespickten Analyse der von diversen Mangelerscheinungen gebeutelten Gastronomiebranche: Man hat zumindest ein Weilchen lang was zu lachen. Im echten Leben bleibt das den meisten, die Teil dieser Branche sind, im Halse stecken. Die Arbeitslosenzahl: so hoch wie nie. Lehrstellenangebot: in Österreich aktuell 4911, dem gegenüber 8725 Lehrstellensuchende. Der Personal- und Fachkräftemangel ist ein Dauerthema der Branche. Und in der politischen Arena hierzulande...

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14.11.2015