Ausgabe 152, Management-Tipps

„Erfolg zählt nicht!“ - Michael Käfer

Überraschend Leise und dabei so vielsagend: Der Chef der Käfer Gruppe Über das Projekt am Tegernsee, die mögliche Übernahme der Arena One und darüber, was Emotionen mit dem Business zu tun haben.

Fotos: Werner Krug, Marcus Buck BMW AG, Enes Kucevic, C. Martin©2009, Robert Pupeter

Vom Hedgefonds-Hai zum Veggie-Guru

Michael Käfer ist seit etwa sieben Jahren alleiniger Inhaber von Deutschlands größtem Feinkostunternehmen von Partyservice bis hin zur gehobenen Gastronomie, das er nun in dritter Generation führt. Die Weiterentwicklung der Firma Käfer in über 80 Jahren vom Kolonialwarenladen zum soliden mittelständischen Unternehmen mit einem Umsatzanstieg von 51 Millionen Euro im Jahr 1988 auf über 126,6 Millionen 2012 ist wegweisend. Geschickte Übernahmen und Expansionen haben Käfer zu einem der Big Player im Business gemacht. Geplant sind in Zukunft neben der Ausweitung des Partyservices, das mittlerweile bis zu 35 Prozent des Umsatzes generiert, auch die Etablierung von Käfer-Dependancen auf internationalen Flughäfen und Bahnhöfen.

www.feinkost-kaefer.de





Michael Käfer

Bayern weltweit
München ohne Käfer ist wie die Champions League ohne die Bayern. Im Moment Unvorstellbar. Michael Käfer hat das GastRo-Imperium in den letzten Jahren allerdings auch in die Welt hinausgetragen, den Umsatz auf 126,6 Millionen Euro gesteigert und mit der BmW Welt einen geschickten Schachzug getätigt. Und ist schon längst wieder am nächsten dran …

Im letzten Jahr die BMW Welt, diesen September das Gut Kaltenbrunn am Tegernsee und vielleicht morgen die Übernahme der Arena One – wie entscheiden Sie, in welche Projekte investiert werden soll?
Michael Käfer: Ich bin Geschäftsmann, das bedeutet, dass meine Entscheidungen stark zahlenorientiert zu treffen sind. Das ist ein wesentlicher Aspekt – aber gerade die letzten beiden Projekte sind Herzensangelegenheiten. Wie bei der Sache mit Arena One (Anm.: deutscher Catering- und Hospitality-Dienstleister mit dem Schwerpunkt auf sportlich-kulturelle Großveranstaltungen u. a. für die Allianz Arena München). Schon als Kind war ich Bayern-München-Fan, damals spielten die noch in der zweiten Liga. Und ein Spezi aus der Schule war zufällig der Sohn des damaligen Bayern-Präsidenten, deswegen kenne ich auch Uli Hoeneß und Franz Beckenbauer, seitdem ich 14 bin. Da hängt einfach ganz viel Emotion drin. Auf der anderen Seite ist...

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14.11.2015