Ausgabe 154, Management-Tipps

Buchungsportale! Fair oder Abzocker?

Sie sind wie Frauen: Man kann nicht mit ihnen und auch nicht ohne sie. Bookingsysteme werden nicht günstiger, dennoch bringen sie Umsatz. Die Big Player im Check.

Buchungsplattformen


Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Zwei von drei Buchungen werden im World Wide Web getätigt. Onlinebuchungen sind sehr rentabel. Aber nicht nur für Hoteliers oder Restaurantbetreiber, die sich über rasant steigende Buchungen über das Internet freuen können, sondern vor allem auch für die Buchungsplattformen wie booking.com oder hrs.de. In Deutschland haben sich wenige Internet-
hotelbuchungsportale den Markt fast unter sich aufgeteilt.
Größter Spieler bei den Onlinehotelbuchungen ist HRS. Das Kölner Unternehmen kommt mit seinen Portalen insgesamt auf einen Marktanteil von 50,6 Prozent. Dahinter folgt booking.com mit 28,5 Prozent. Expedia erreicht mit seinen Portalen einen Marktanteil von 7,6 Prozent. Zusammen haben die drei größten Portale einen Marktanteil von rund 90 Prozent. Angesichts dieser Übermacht der drei Big Player ist die Marktbedeutung anderer Hotelbuchungsportale nahezu irrelevant.
Marktführer bei den Buchungsportalen ist in Österreich booking.com mit beeindruckenden 57 Prozent. Dahinter folgt das Hotel-Reservierungs-Service hrs.at mit elf Prozent. Kaum ein Hotelier kann es sich leisten, dort nicht gelistet zu sein.
Doch für viele Hoteliers sind die Buchungsplattformen auch ein rotes Tuch. Der Grund: Die Marktmacht der Key Player spiegelt sich in den Provisionen wider, die Hoteliers bei der Buchung eines Besuchers in ihrem Hotel an die Portale zahlen müssen. 15 Prozent Provision gelten als Marktdurchschnitt. Dass es weitaus teurer kommen kann,...

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14.11.2015