Ausgabe 161, Porträts

(Fast) zu geil für diese Welt

Straight outta Fritzlar in den catering-Himmel über Deutschland. Wie Christoph Brand mit der Verbindung aus Fine Dine und Reim der MusikSzene ordentlich auftischt – und die Kollegen aufmischt.








Fotos:Stephanie Fuchs, Wolfgang Hummer

Die heilige Dreifaltigkeit eines ultimativ beschissenen Musikevents: eine Anlage, die nicht funktioniert, warmes Bier und schrottiges Essen. Von der Anlage lass ich mal lieber die Finger, aber die anderen beiden potenziellen Krisen abzuwenden, dafür fühl ich mich verantwortlich“, sagt Christoph Brand, aka Deutschlands Grandmaster Gourmet-Flash. Ein Titel, den sich der 40-jährige Nordhesse nicht nur erworben hat, weil er auch gut 25 Jahre nach der Erfindung der Baggy-Pants seine Jeans immer noch deutlich unter der Gürtellinie trägt. In erster Linie trägt Brand mit der eines Revoluzzers würdigen Mischung aus Chaos und Ordnung seit 2005 dazu bei, dass der gemeine Vokal- und Instrumentalist vor und nach der Aufführung seiner Kunst nicht ausschließlich an harten Würsten nagen oder sich mit Hopfenerfrischungsgetränken flüssig ernähren muss. Christoph Brand ist der Mann fürs Feine im groben Umfeld. Sorgt dafür, dass Helge Schneider seine heiß geliebten Senfeier bekommt. Dass die Roadies, anstatt sich zwangsweise ewig und ein Tourleben lang ausschließlich von Bratwurst zu ernähren, auch mal Milchreis mit Zimt und Zucker löffeln. Max Herre seiner ersten Spätzle-Liebe frönen darf und auch die Gelüste kulinarisch exaltiertester Künstler (kleiner Hinweis: Es handelt sich um den Godfather des schwiegermuttertauglichen Geigenpops) nach Seezungen und speziellen Minerwalwässerchen in so gut wie keiner Zeit gestillt werden. „Band- und Eventcatering bedeutet Improvisation. Wir kochen schon mal im Schlamm

HIER registrieren

14.11.2015