Ausgabe 163, Konzepte & Openings

Gourmet to go

Die Profis geben Gas: Wie aus Fast Food ratzfatz Good Food werden kann. Immer mehr Spitzenköche bieten ihre Speisen zum Mitnehmen an.

Spitzenküche to go

Im April 2014 eröffnete der italienische Spitzenkoch Davide Scabin, über dessen Restaurant Combal.Zero immerhin zwei Michelin-Sterne schweben, in Turin eine unangestrengte, leistbare Trattoria namens Blupum. Für einen modernen Spitzenkoch eine nicht weiter ungewöhnliche Entscheidung. Wäre da nicht ein winziges Detail: Scabin nämlich hat sich dazu entschlossen, einige Speisen des Blupum auch als To-go-Variante anzubieten. Ehemals pfui, ist Sterneküche in Tüten oder auf der Parkbank zum Lunch aktuell ziemlich hui.
Der Fast Food Global Industry-Guide prognostizierte für 2014 ein Wachstum des Fast-Food-Marktes auf 239,7 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung um 19,2 Prozent seit dem Jahr 2009. Aber mit labbrigen Burgern ist nicht einmal mehr der überzeugteste Junk-Food-Liebhaber hinter dem Ofen hervorzulocken. In den USA und Großbritannien schießen Take-away-Konzepte, die mit einem hochwertigen Speisenangebot zu moderaten Preisen punkten, wie Pilze aus dem Boden. Gourmet-Burger-Ketten wie Shake Shack, Edel-Hotdog-Läden wie Bubbledogs oder MeatLiquor und mexikanische Burrito-Fast-Casual-Konzepte wie Chipotle Mexican Grill sind drauf und dran, traditionellen Fast-Food-Global-Playern den Rang abzulaufen. Aus dem anhaltenden Trend des „Fast Casual“...

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14.11.2015