Ausgabe 163, F&B Know-how

Neue alte heilige Kuh?

Kobe, Der heilige Gral unter den Fleischsorten, versetzt Europa in den Rinderwahnsinn. Was das Luxusfleisch ausmacht und worin es sich vom Wagyu unterscheidet – ROLLING PIN
hat die Antworten.

Luxusfleisch vom Wagyu Rind



Fotos: Helge Kirchberger/Red Bull Hangar-7, Jakob Kiesenhofer/www.jakob-holzmanufaktur.at,
Barbara Hartmann/www.sakurawagyu.de, Shutterstock, Florian Bolk

Am 8. Juli 2014 war es so weit. Rund 80 Menschen, da-runter Journalisten, Handels- und offizielle Vertreter, versammelten sich im ANA Crown Plaza Kobe und begangen eine feierliche Zeremonie zu Ehren des ersten Kobe-Beef-Exports in die EU. Mr. Takashi Uera, Vorsitzender der Kobe Beef Marketing and Distribution Association, freute sich in seiner Ansprache: „Kobe Beef öffnet die Türen zur Welt.“ Nur einen Tag später kamen in Europa rund 2500 Kilogramm des mittlerweile zum Mythos hochstilisierten Luxusfleischs an. Der 9. Juli 2014 – ein Jubeltag?

Auf jeden Fall ist er das für Anhänger von Kobe Beef und diejenigen, die schon lange wissen wollten, welche Fleischspezialität Connaisseurs weltweit seit Jahren in Schnappatmung versetzt. Der Einfuhr geht ein striktes Exportverbot vonseiten der japanischen Regierung voraus. Das – schließlich aufgehoben – in ein zähes Zulassungsverfahren nach EU-Standards mündete. Mit der lang ersehnten Einfuhrbewilligung scheint das als bestes Fleisch der Welt gehandelte Kobe Beef endlich angekommen zu sein, um den europäischen Gaumen zu schmeicheln. Mehr als Grund genug, das Produkt mit seiner unvergleichlichen Fettmarmorierung, dem außergewöhnlichen buttrig-nussigen Geschmack und der zartschmelzende Textur inklusive seiner streng geregelten Importauf-lagen (ja, die gibt es) genauer unter die Lupe zu nehmen.

Verwöhnte japanische Rindsviecher?
Der Mythos, der das außergewöhnliche Fleisch aus Japan umweht, eilte...

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14.11.2015